Systema Naturae
miniatur|hochkant|Titelblatt der 1. Auflage von ÿ152ÿSystema NaturĂŠÿ153ÿ
miniatur|hochkant|Ratio Editionis â Die von LinnĂ© autorisierten Auflagen
Systema NaturĂŠ (meist Systema Naturae geschrieben) ist die Kurzbezeichnung eines erstmals 1735 erschienenen Werkes von Carl von LinnĂ©, das bis 1768 insgesamt zwölf Auflagen erfuhr. LinnĂ© klassifizierte darin die drei Naturreiche der Tiere, Pflanzen und Mineralien durch die fĂŒnf aufeinander aufbauenden Rangstufen Klasse, Ordnung, Gattung, Art und VarietĂ€t.
Die nur aus sieben DoppelfolioblĂ€ttern bestehende Erstausgabe umfasste nach der Veröffentlichung des dritten Bandes der 12. Auflage mehr als 2300 Oktavseiten. LinnĂ© beschrieb auf ihnen etwa 7700 Pflanzen-, 6200 Tier- und 500 Mineralienarten. Er gab in der 12. Auflage fĂŒr alle Arten aller drei Naturreiche am Seitenrand einen sogenannten âTrivialnamenâ an. Diese bilden die Grundlage der zweiteiligen Namen auf denen die heutige biologische Nomenklatur beruht. Besondere Bedeutung fĂŒr die Zoologie hat der 1758 veröffentlichte erste Band der 10. Auflage, in dem LinnĂ© erstmals durchgĂ€ngig fĂŒr die Tiere zweiteilige Artnamen angab. Sein Erscheinen markiert gemeinsam mit Carl Alexander Clercks ein Jahr zuvor herausgegebenem Werk Svenska Spindlar den Beginn der modernen zoologischen Nomenklatur. LinnĂ©s Mineralogie erwies sich hingegen bald als bedeutungslos.
Vorgeschichte
Mitte April 1735 brach LinnĂ© auf Anraten von Johan Browall aus seiner schwedischen Heimat auf, um an der hollĂ€ndischen UniversitĂ€t Harderwijk seinen Doktorgrad zu erwerben. LinnĂ© hatte zuvor an den UniversitĂ€ten in Lund und Uppsala studiert. WĂ€hrend des Studiums botanischer Schriften in Olof Celsiusâ Bibliothek entstand Ende des Jahres 1729 mit Praeludia Sponsaliorum Plantarum eine Schrift, die den Grundstein zu LinnĂ©s eigenstĂ€ndigen Ordnungsprinzip der Pflanzen legte. Olof Rudbeck verschaffte ihm daraufhin 1730 eine Anstellung am Botanischen Garten von Uppsala mit dem Auftrag, einen Katalog der dort wachsenden Pflanzen zu erstellen. In Uppsala gab LinnĂ© auĂerdem Privatunterricht in Dokimastik, Mineralogie, Botanik und DiĂ€tetik. Er katalogisierte seine Vogel- und Insektensammlung und arbeitete an zahlreichen ManuskriptenCarl Linnaeus an Gabriel Gyllengrip, 5. Oktober 1733, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L0027 Brief L0027] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 13. September 2010)., von denen ihn ein Teil auf seiner Reise nach Holland begleitete.
LinnĂ©s Weg nach Holland fĂŒhrte ihn ĂŒber Hamburg, wo er den Herausgeber der Zeitung Hamburgische Berichte von neuen gelehrten Sachen, Johann Peter Kohl, kennenlernte, der in seiner Zeitung bereits mehrfach ĂŒber LinnĂ© berichtet hatteHamburgische Berichte. In: Felix Bryk (Hrsg): Linnaeus im Auslande: LinnĂ©s Gesammelte Jugend-Schriften autobiographischen Inhaltes aus den Jahren 1732-38. In eigenem Verlage, Stockholm 1919, S. 81â162.. In der Ausgabe vom 10. Juni 1735 wurde LinnĂ©s Hollandaufenthalt angekĂŒndigt und {{"|[âŠ] drei mit gar besonderem FleiĂ und Geschicklichkeit ausgearbeitete Tabellen in groĂ folio [âŠ]}} erwĂ€hnt.Johann Peter Kohl (Hrsg.): Hamburgische Berichte von neuen gelehrten Sachen, aufs Jahr 1735. Nummer XLVI, Hamburg 10. Juni 1735, S. 386. In Leiden zeigte LinnĂ© Jan Frederik Gronovius und Isaac Lawson einige seiner Manuskripte, darunter den ersten Entwurf von Systema NaturĂŠ. Beide waren von der OriginalitĂ€t des LinnĂ©schen Ansatzes, die drei Naturreiche Mineralien, Pflanzen und Tiere zu klassifizieren, so beeindruckt, dass sie beschlossen, das Werk auf eigene Kosten herauszugeben. Gronovius und Lawson wirkten als Korrektoren fĂŒr dieses und weitere in Holland entstandene Werke LinnĂ©s und ĂŒberwachten die Fortschritte der Drucklegung. Die ursprĂŒnglich fĂŒr Mitte September 1735 geplante Fertigstellung verzögerte sich auf Grund zahlreicher Korrekturen bis zum Ende des Jahres.Jan Frederik Gronovius an Carl Linnaeus, 19. August 1735, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L0036 Brief L0036] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 1. September 2010).
Editionsgeschichte
1. Auflage
Die erste AuflageSystema NaturĂŠ. 1. Auflage, Soulsby-Nummer 39, S. 9. erschien Ende 1735 unter dem Titel Systema naturĂŠ, sive regna tria naturĂŠ systematice proposita per classes, ordines, genera, & species in Leiden. Sie wurde von Theodor Haak verlegt und in der Druckerei von Johan Wilhelm de Groot hergestellt. Die erste Auflage bestand aus 14 Folioseiten, die etwa 540 Millimeter breit und 416 Millimeter hoch waren. Die Seiten 2 und 14 waren nicht bedruckt. Die erste Seite diente als Titelblatt. Auf je einer Doppelseite wurden die drei Naturreiche in tabellarischer Form dargestellt:
Datei:SN1 Regnum Lapideum.png|Doppelfolioseite âCaroli LinnĂŠi Regnum lapideumâ mit der tabellarischen Darstellung des Mineralreiches.
Datei:SN1 Regnum Vegetabile.png|Doppelfolioseite âCaroli LinnĂŠi Regnum vegetabileâ mit der tabellarischen Darstellung des Pflanzenreiches.
Datei:SN1 Regnum Animale.png|Doppelfolioseite âCaroli LinnĂŠi Regnum animaleâ mit der tabellarischen Darstellung des Tierreiches.
Mit Ausnahme der Pflanzen gab LinnĂ© in diesen Tabellen auch schwedische Namen fĂŒr viele der aufgefĂŒhrten Arten an. Eingeleitet wurde das Werk durch die auf den 23. Juli 1735 datierten allgemeinen Beobachtungen ĂŒber die drei Naturreiche, die LinnĂ© in 20 Punkten darlegte (Observationes in Regna III. NaturĂŠ). Derartige kurz zusammengefasste Beobachtungen gab er fĂŒr jedes einzelne der drei Naturreiche. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung widmete LinnĂ© dem Pflanzenreich. Auf einem weiteren Blatt ist ein SchlĂŒssel zu seinem Sexualsystem der Pflanzen dargestellt (Clavis systematis sexualis). LinnĂ©s MethodusMethodus. Soulsby-Nummer 40, S. 9., der das Vorgehen bei der Einordnung eines beliebigen Naturgegenstandes in sein Klassifizierungsschema beschrieb und eigentlich Bestandteil der ersten Auflage sein sollte, wurde nicht mehr rechtzeitig fertig.Jan Frederik Gronovius an Carl Linnaeus, 7. November 1735, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L0054 Brief L0054] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 29. August 2010)
Der Verkaufspreis der ersten Auflage betrug 50 Stuiver. Der gesamte Erlös kam LinnĂ© zugute. Die Höhe der Auflage ist nicht genau bekannt. Felix Bryk schĂ€tzte sie 1954 auf 150 Exemplare.Felix Bryk: Ein Phantasiepreis fĂŒr die erste Auflage von LinnĂ©s Systema Naturae Leiden 1735. In: Taxon. Band 3, Nummer 8, 1954, S. 225â227. Eine erste Besprechung des Werkes erfolgte Anfang 1737 durch Johann Ernst Hebenstreit. Sie erschien in der Zeitschrift Acta Eruditorum.[Johann Ernst Hebenstreit]: In: Acta eruditorum. Band 3, Nummer 2, 1737, S. 64â71, [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50054x.image.langEN.f72.pagination Online]
AnlĂ€sslich des 200. Geburtstages von LinnĂš wurde 1907 von der Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften ein Nachdruck der ersten Auflage herausgebracht. Am 14. November 2007 wurde beim Auktionshaus Christieâs ein Exemplar der ersten Auflage von Systema NaturĂŠ aus dem Besitz des Royal College of Physicians Edinburgh versteigert und erzielte einen Erlös von 180.500 Pfund.[http://www.christies.com/LotFinder/lot_details.aspx?intObjectID=4987736 Lot 110/Sale 7471] (abgerufen am 3. September 2010).
2. bis 5. Auflage
miniatur|hochkant|Titelblatt der 2. Auflage
1740 erfuhr LinnĂ© durch Jan Frederik Gronovius, dass in Deutschland eine Ăbersetzung der ersten Auflage in Druck sei.Jan Frederik Gronovius an Carl Linnaeus, 13. Mai 1740, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L0384 Brief L0384] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 1. September 2010). Ihr Herausgeber und Ăbersetzer war Johann Joachim Lange, der LinnĂ©s Werk umgeordnet und mit einer deutschen Ăbersetzung in einer parallelen zweiten Spalte versehen hatte. Diese Ausgabe erschien 1740 im Quartformat in Halle und umfasste etwa 80 Seiten. LinnĂ© autorisierte diese Ausgabe spĂ€ter als die dritte AuflageSystema NaturĂŠ. 3. Auflage, Soulsby-Nummer 47, S. 9. von Systema NaturĂŠ.
Die zweite AuflageSystema NaturĂŠ. 2. Auflage, Soulsby-Nummer 46, S. 9. erschien 1740 unter dem geĂ€nderten Titel Caroli LinnĂŠi naturĂŠ curiosorum dioscoridis secundi Systema naturĂŠ in quo naturĂŠ regna tria, secundum classes, ordines, genera, species, systematice proponuntur und wurde vom deutschen BuchhĂ€ndler Gottfried Kiesewetter in Stockholm vertrieben. Die ursprĂŒnglich durch Gronovius geplante zweite Auflage, die, wie die erste, durch Theodor Haak besorgt werden sollte, kam nicht zustande. Haak hatte im MĂ€rz 1739 die noch vorhandenen Exemplare der Erstausgabe aufgekauftJan Frederik Gronovius an Carl Linnaeus, 17. MĂ€rz 1739, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L0278 Brief L0278] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 9. September 2010) und machte deren Verkauf zur Bedingung fĂŒr eine NeuauflageJan Frederik Gronovius an Carl Linnaeus, 31. August 1740, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L0394 Brief L0394] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 1. September 2010). Die zweite Auflage wurde im handlicheren Oktavformat gedruckt und hatte einen Umfang von 80 Seiten. Sie war mit der zweiten Auflage von Fundamenta Botanica gebunden. LinnĂ© widmete diese und alle folgenden Auflagen seinem Gönner Carl Gustaf Tessin. Die Widmung ist auf den 20. Mai 1740 datiert. In dieser Auflage sind erneut schwedische Namen fĂŒr Steine und Tiere angegeben.
Diese Auflage wurde zwei Mal mit nur unbedeutenden Ănderungen nachgedruckt. In Paris erschien 1744 eine durch Bernard de Jussieu bearbeitete Ausgabe, die anstatt der schwedischen Namen französische enthielt und die spĂ€ter von LinnĂ© als vierte AuflageSystema NaturĂŠ. 4. Auflage, Soulsby-Nummer 48, S. 9â10. von Systema NaturĂŠ gefĂŒhrt wurde. Die Drucklegung dieser Ausgabe wurde durch LinnĂ©s Freund Abraham BĂ€ck ĂŒberwacht, der sich zu dieser Zeit in Paris aufhielt. Die von LinnĂ© als fĂŒnfte AuflageSystema NaturĂŠ. 5. Auflage, Soulsby-Nummer 50, S. 10. gefĂŒhrte Fassung der zweiten Auflage wurde von Michael Gottlieb Agnethler bearbeitet und erschien 1747. Sie enthielt an Stelle der schwedischen Namen deutsche Bezeichnungen.
6. bis 9. Auflage
Die sechste AuflageSystema NaturÊ. 6. Auflage, Soulsby-Nummer 51, S. 10. erschien 1748 unter dem erneut geÀnderten Titel Systema naturÊ sistens regna tria naturÊ, in classes et ordines, genera et species redacta tabulisque Êneis illustrata wieder bei Gottfried Kiesewetter in Stockholm. Der Umfang des wiederum im Oktavformat aufgelegten Werkes war auf 224 nummerierte Seiten angewachsen. Die einzelnen Naturreiche nahmen etwa gleich viel Platz in Anspruch: Die sechs Klassen des Tierreichs wurden auf 76 Seiten dargestellt, die 26 Klassen des Pflanzenreichs wurden auf 68 Seiten abgehandelt und die drei Klassen des Mineralreiches nahmen einen Raum von 65 Seiten ein. Ein lateinischer und ein schwedischer Index komplettierten die sechste Auflage von Systema NaturÊ. Linnés Lectori ist auf den 2. August 1748 datiert, seine Widmung an Carl Gustaf Tessin auf den 18. August 1748.
Die sechste Auflage enthielt acht Tafeln, von denen sechs die linnéschen Klassen des Tierreichs illustrierten:
Datei:Systema Naturae Plate I.jpg|SchĂ€del der âVierfĂŒĂerâ
Datei:Systema Naturae Plate II.jpg|Vögel
Datei:Systema Naturae Plate III.jpg|Amphibien
Datei:Systema Naturae Plate IV.jpg|Fische
Datei:Systema Naturae Plate V.jpg|Insekten
Datei:Systema Naturae Plate VI.jpg|âWĂŒrmerâ
Datei:Systema Naturae Plate VII.jpg|Sexualsystem der Pflanzen
Datei:Systema Naturae Plate VIII.jpg|Steine
Kiesewetter veröffentlichte im gleichen Jahr in Leipzig eine weitere Auflage, die als siebente AuflageSystema NaturÊ. 7. Auflage, Soulsby-Nummer 52, S. 10. von Systema NaturÊ gezÀhlt wird und in der die schwedischen Namen erneut durch deutsche ersetzt wurden. Basierend auf dieser Auflage erschien 1756 bei Theodor Haak in Leiden eine durch Jan Frederik Gronovius bearbeitete neunte Auflage. Sie enthielt französische statt deutsche Namen. Gronovius nahm ErgÀnzungen bei den Fischen vor und erweiterte den Abschnitt der Insekten nach den Werken von René-Antoine Ferchault de Réaumur und Carl De Geer. Linné steuerte einige neue Pflanzen bei.
Eine Besonderheit ist die achteSystema NaturĂŠ. 8. Auflage, Soulsby-Nummer 53, S. 10., 1753 bei Lars Salvi in Stockholm unter dem Titel Herr Archiaterns och Riddarens D. Caroli LinnĂŠi Indelning i Ărt-Riket, efter Systema NaturĂŠ, pĂ„ Swenska öfwersatt af Johan J. Haartman⊠erschienene Auflage, da sie nur das Pflanzenreich umfasst. Die schwedische Ăbersetzung stammt von Johan Johansson Haartman. Sie ist Ulrika Lovisa Tessin gewidmet.
10. und 11. Auflage
miniatur|hochkant|Titelblatt des 1. Bandes der 10. Auflage
Diese fĂŒr das Regelwerk der zoologischen Nomenklatur bedeutsame zehnte AuflageSystema NaturĂŠ. 10. Auflage, Soulsby-Nummer 58, S. 10. wurde in zwei BĂ€nden im Oktavformat veröffentlicht: der erste, 1758 erschienene Band, behandelte das Tierreich, der zweite im folgenden Jahr herausgegebene die Pflanzen. Ein von LinnĂ© geplanter dritter Band ĂŒber das Mineralreich wurde nicht veröffentlicht. Mit der zehnten Auflage bekam das durch Lars Salvi in Stockholm herausgegebene Werk seinen endgĂŒltigen Titel: Systema naturĂŠ per regna tria naturĂŠ, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis (in etwa: System der Natur fĂŒr die drei Reiche der Natur, nach Klassen, Ordnungen, Gattungen und Arten, mit Eigenschaften, Unterschieden, Synonymen und LokalitĂ€ten). Beide BĂ€nde zusammen fĂŒllten etwa 1400 Oktavseiten und enthielten keine Illustrationen. Nach Museum Tessinianum wandte LinnĂ© die binominale Nomenklatur erstmals durchgĂ€ngig in der Zoologie an. Die durch Jacob Theodor Klein und andere scharf attackierte Klasse Quadrupedia (VierfĂŒĂer) verschwand und wurde durch die Klasse der SĂ€ugetiere (Mammalia) ersetzt. Gleichzeitig gab LinnĂ© Peter Artedis Klassifikation der Fische zugunsten seiner eigenen auf und ordnete die Wale erstmals den SĂ€ugetieren zu. Im ersten Band beschrieb LinnĂ© insgesamt 312 Tiergattungen mit 4378 Arten.
Im zweiten Band fĂŒhrte LinnĂ© die 1753 in Species Plantarum begonnene binominale Nomenklatur der Pflanzen fort. Da er die zu einer Gattung gehörenden Arten durchnummeriert hatte, fĂŒhrte er fĂŒr die neu beschriebenen Arten eine Kennzeichnung mit GroĂbuchstaben ein.Charlie Jarvis: A concise history of the Linnean Societyâs Linnaean Herbarium, with some notes on the dating of the specimens it contains. In: B. Gardiner, M. Morris (Hrsg.): The Linnean Collections. The Linnean Society: London 2007, S. 15, [http://www.linnean.org/fileadmin/images/Linnean/Special_Issue_7_web_complete_reduced.pdf PDF]. So ergĂ€nzte er beispielsweise in seiner Behandlung der Myrten, die ursprĂŒnglich sieben nummerierten Arten mit sechs neuen, die die Buchstaben A bis F trugen.Systema NaturĂŠ. 10. Auflage, Band 2, Stockholm 1759, S. 1055â1056, [http://biodiversitylibrary.org/page/586974 Online]. Im Anhang fĂŒhrte LinnĂ© unter der Ăberschrift Genera Plantarum Nova Addenda in ErgĂ€nzung der fĂŒnften, 1754 erschienenen Auflage von Genera Plantarum die Beschreibung von 69 neuen Pflanzengattungen auf und gab verbesserte Beschreibungen fĂŒr acht weitere Gattungen.
Die neue Auflage von Systema NaturĂŠ wurde weithin beachtet. In Schweden berichtete die Zeitschrift LĂ€rda TidningarLĂ€rda Tidningar för Ă„r 1758. Lars Salvii, Stockholm 13. Februar 1758, S. 49â62.LĂ€rda Tidningar för Ă„r 1759. Lars Salvii, Stockholm 1759, S. 173â174. und in GroĂbritannien das Gentlemanâs Magazine[Anonym]: An account of the first Volume of a new and enlarged edition of Professor LinnĂŠus's SYSTEMA NATURĂ: in which is exhibied a view of the author's system, so far as respects the animal kingdom. In: Gentlemanâs Magazine. Band 29, 1759, S. 454â457, [http://books.google.com/books?id=EGHPAAAAMAAJ&pg=PA454#v=onepage&q&f=false Online].[Anonym]: An account of the first Volume of a new and enlarged edition of Professor LinnĂŠus's SYSTEMA NATURĂ. Continued from p. 457. In: Gentlemanâs Magazine. Band 29, 1759, S. 509â511, [http://books.google.com/books?id=EGHPAAAAMAAJ&pg=PA509#v=onepage&q&f=false Online].[Anonym]: An account of LinnĂŠus Systema naturĂŠ. (Continued from p. 511.). In: Gentlemanâs Magazine. Band 29, 1759, S. 564â566, [http://books.google.com/books?id=EGHPAAAAMAAJ&pg=PA564#v=onepage&q&f=false Online].[Richard Pulteney]: Account of Professor Linnaeus's Systema Naturae. In: Gentlemanâs Magazine. Band 35, 1765, S. 57â61.. In Deutschland wurde sie in Johann Friedrich Gleditschs Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestisCommentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis. Band 8, I. F. Gleditsch, Leipzig 1759, S. 679â691, [http://www.bsb-muenchen-digital.de/~web/web1008/bsb10084157/images/index.html?l=de&digID=bsb10084157&v=100&nav=0 Online].Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis. Band 9, I. F. Gleditsch, Leipzig 1760, S. 598â605, [http://www.bsb-muenchen-digital.de/~web/web1008/bsb10084158/images/index.html?l=de&digID=bsb10084158&v=100&nav=0 Online]., in den Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen[Anonym]: Stockholm. In: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen. Der zweite Band auf das Jahr 1759. 5. Juli 1759, S. 692â696, [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN31973076X_1759 Online].[Anonym]: Stockholm. In: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen. Der zweite Band auf das Jahr 1760. 22. Dezember 1760, S. 1326â1327, [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN31973076X_1760 Online], in August Ludwig von Schlözers Neueste Geschichte der Gelehrsamkeit in SchwedenAugust Ludwig von Schlözer: Neueste Geschichte der Gelehrsamkeit in Schweden. StĂŒck 4, 1759, S. 513â525.August Ludwig von Schlözer: Neueste Geschichte der Gelehrsamkeit in Schweden. StĂŒck 4, 1760, S. 683â687. sowie von Rudolf Augustin Vogel in seiner Neuen Medicinische BibliothekRudolf Augustin Vogel: Neue Medicinische Bibliothek. Band 4, Teil 4, Vandenhöck, Göttingen 1760, S. 289â296, [http://books.google.ch/books?id=qZsjAAAAcAAJ&pg=PA289 Online]. besprochen.
Zur elften AuflageSystema NaturĂŠ. 11. Auflage, Soulsby-Nummer 61, S. 11., die nach Aussage von LinnĂ© 1762 in Leipzig erschienen sein soll, bemerkte er nur lakonisch: ânil additumâ (nichts hinzugefĂŒgt). Die Existenz dieser Auflage ist jedoch ungeklĂ€rt. Sie ist möglicherweise identisch mit der sogenannten âPiratenauflageâSystema NaturĂŠ. âPiratenauflageâ, Soulsby-Nummer 60, S. 11., die von 1760 bis 1770 mit einem Vorwort von Johann Joachim Lange erschien und deren ersten beiden BĂ€nde bis auf geringfĂŒgige Abweichungen mit der zehnten Auflage identisch sind.
12. Auflage
Die zwölfteSystema NaturĂŠ. 12. Auflage, Soulsby-Nummer 62, S. 11. und letzte durch LinnĂ© besorgte Ausgabe von Systema NaturĂŠ trug den gleichen vollstĂ€ndigen Titel wie die zehnte Auflage. Als Buchformat wurde das Oktavformat beibehalten. In seiner Ratio Editionis, die bereits der zehnten Auflage vorangestellt war, gab LinnĂ© einen Ăberblick ĂŒber alle von ihm autorisierten Auflagen. ErgĂ€nzend blickte er auf sein Schaffen zurĂŒck. Er fĂŒhrte die von ihm betreuten Sammlungen in Uppsala und Stockholm an und dankte seinen Gönnern Adolf Friedrich, Ulrika Lovisa Tessin, Carl Gustaf Tessin und Carl De Geer. Die von ihm durch die schwedischen Provinzen Lappland (1732), Dalarna (1734), Ăland (1741), Gotland (1741), VĂ€stergötland (1746) und SkĂ„ne (1749) durchgefĂŒhrten Reisen sind ebenso Bestandteil dieses RĂŒckblickes wie seine reisenden SchĂŒler.
Der erste Band ĂŒber das Tierreich musste aufgrund seines Umfanges von 1327 nummerierten Seiten geteilt werden. Die beiden Teile erscheinen 1766 bzw. 1767. 1767 folgte der auf 736 nummerierte Seiten angewachsene Band ĂŒber die Pflanzen. Erstmals nutzte LinnĂ© im dritten, 222 nummerierte Seiten umfassenden Band auch fĂŒr das Naturreich der Mineralien die binominale Nomenklatur. In ihm wurden etwa 530 Mineralienarten beschrieben, die LinnĂ© in 54 Gattungen aufteilte. Dieser Band ist der einzige, der Abbildungen enthielt:
Datei:Systema Naturae 12 Volume 3 tab 1.png|Tafel I
Datei:Systema Naturae 12 Volume 3 tab 2.png|Tafel II
Datei:Systema Naturae 12 Volume 3 tab 3.png|Tafel III
Sie dienten der Veranschaulichung der Terminologie (termini artis), die er zur Beschreibung der Arten eingefĂŒhrt hatte.
Besprechungen dieser Auflage erfolgten durch die schwedische Zeitschrift LĂ€rda TidningarLĂ€rda Tidningar för Ă„r 1766. Lars Salvii, Stockholm 1766, S. 229â231.LĂ€rda Tidningar för Ă„r 1767. Lars Salvii, Stockholm 1767, S. 134â136.LĂ€rda Tidningar för Ă„r 1767. Lars Salvii, Stockholm 1767, S. 329â330.LĂ€rda Tidningar för Ă„r 1768. Lars Salvii, Stockholm 1768, S. 297â299. und in den deutschen Zeitschriften Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestisCommentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis. Band 15, I. F. Gleditsch, Leipzig 1768, S. 322â333, [http://www.bsb-muenchen-digital.de/~web/web1008/bsb10084165/images/index.html?l=de&digID=bsb10084165&v=100&nav=0 Online].Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis. Band 16, I. F. Gleditsch, Leipzig 1770, S. 104â128, [http://www.bsb-muenchen-digital.de/~web/web1008/bsb10084166/images/index.html?l=de&digID=bsb10084166&v=100&nav=0 Online].Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis. Band 16, I. F. Gleditsch, Leipzig 1770, S. 338â344, [http://www.bsb-muenchen-digital.de/~web/web1008/bsb10084166/images/index.html?l=de&digID=bsb10084166&v=100&nav=0 Online]. und Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen[Anonym]: Stockholm. In: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen. Der zweite Band auf das Jahr 1767. 15. August 1767, S. 783â784, [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN31973076X_1767 Online].[Anonym]: Stockholm. In: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen. Der zweite Band auf das Jahr 1768. 11. August 1768, S. 781â782, [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN31973076X_1768 Online].[Anonym]: Stockholm. In: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen. Der erste Band auf das Jahr 1770. 6. Januar 1770, S. 21â24, [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN31973076X_1770_01 Online]..
Eine als â13. AuflageâSystema NaturĂŠ. 13. Auflage, Soulsby-Nummer 116, S. 15. bezeichnete Ausgabe wurde 1767 bis 1770 in Wien von Thomas von Trattner herausgegeben. Sie ist ein unverĂ€nderter Nachdruck der zwölften Auflage. Lediglich die Titelseite wurde angepasst und die letzte Seite des dritten Bandes mit den Fehlerkorrekturen (Errata) fehlt.
Inhalt
In der ersten Auflage umriss LinnĂ© in den seinem Werk vorangestellten Beobachtungen in den drei Naturreichen (Observationes in Regna III. NaturĂŠ) in Punkt 15 die Abgrenzung der drei Naturreiche folgendermaĂen: {{"|Die Steine wachsen. Die Pflanzen wachsen und leben. Die Tiere wachsen, leben und empfinden.}} ({{"|Lapides crescunt. Vegetabilia crescunt & vivunt. Animalia crescunt, vivunt & sentiunt}}). Seine Ordnung der NaturgegenstĂ€nde beruhte auf fĂŒnf aufeinander aufbauenden Rangstufen Klasse, Ordnung, Gattung, Art und VarietĂ€t.Marc Ereshefsky: The Evolution of the Linnaean Hierarchy. S. 495. Die zwischen Ordnung und Gattung stehende Rangstufe der Familie, die 1689 Pierre Magnol eingefĂŒhrt hatte, nutzte er nicht. Diese noch heute in der Biologie gebrĂ€uchlichen Begriffe verwandte LinnĂ© auch fĂŒr die Klassifizierung der Mineralien. Die folgende Kurzdarstellung des Inhalts bezieht sich, soweit nicht anders angegeben, auf die zwölfte Auflage von Systema NaturĂŠ.
Tierreich
{{Zitat|Animalia corpora organisata, viva et sentientia, sponteque se moventia|Autor= Carl von LinnĂš| Quelle=Systema NaturĂŠ. 10. Auflage, 1758|Ăbersetzung= Tiere: organisierte Körper, lebend und empfindend, sich spontan bewegend|ref=Dan H. Nicolson: Stone, Plant, or Animal. S. 7.}}
Systematik
LinnĂ©s Einteilung des Tierreiches beruhte in wesentlichen GrundzĂŒgen auf John Rays Synopsis methodica Animalium (1693), der wiederum auf Aristoteles Schrift Historia animalium aufbaute.W. T. Stearn: The Background of Linnaeus's Contributions to the Nomenclature and Methods of Systematic Biology. S. 16. Nach dem inneren Bau des Herzens und weiteren Merkmalen unterschied LinnĂ© sechs Klassen: SĂ€ugetiere (Mammalia), Vögel (Aves), Amphibien (Amphibia), Fische (Pisces), Insekten (Insecta) und WĂŒrmer (Vermes).Richard Pulteney: A General View of the Writings of Linnaeus. S. 173.
Die SĂ€ugetiere unterteilte LinnĂ© hauptsĂ€chlich nach Anzahl, Lage und Form der SchneidezĂ€hne, EckzĂ€hne und MahlzĂ€hne in sieben Ordnungen, die zusammen etwa 230 SĂ€ugetierarten umfasste. Die Gliederung der Vögel grĂŒndete sich auf Rays Synopsis Methodica Avium (1713) und wurde in der 12. Auflage durch das Werk Ornithologia (1760â1736) von Mathurin-Jacques Brisson ergĂ€nzt. Die Unterscheidung der sechs Ordnungen der Vögel mit etwa 930 Arten erfolgte hauptsĂ€chlich nach der Form des Schnabels. LinnĂ©s Amphibien verteilten sich auf vier Ordnungen mit etwa 290 Arten. Bei ihrer Beschreibung verwies er hĂ€ufig auf die Abbildungen in Albert Sebas Thesaurus. Die Fische waren bis zur neunten Auflage nach Peter Artedis Ichthyologica organisiert, bevor LinnĂ© sein eigenes Ordnungsschema entwickelte. Die etwa 400 Arten in den vier Ordnungen der Knochenfische wurden nach der Lage der ihrer Bauchflossen klassifiziert. Bei der Klassifizierung der Insekten konnte sich LinnĂ©, trotz der zahlreichen beschriebenen und abgebildeten Insektenarten, auf kein allgemein anerkanntes Schema stĂŒtzen. Die von ihm geschaffenen sieben Ordnungen der Insekten beruhten im Wesentlichen auf der Anzahl und Beschaffenheit ihrer FlĂŒgel. FĂŒr seine fĂŒnf Ordnungen der WĂŒrmer ĂŒbernahm LinnĂ© das System von Jean-AndrĂ© Peyssonel (1694â1759). Wie Bernard de Jussieu und Abraham Trembley ordnete er die Korallen und Ă€hnliche Lebewesen dem Tierreich und nicht dem Pflanzenreich zu. LinnĂ©s âWĂŒrmerâ-Klasse umfasste ungefĂ€hr 1150 Arten. Richard Pulteney: A General View of the Writings of Linnaeus. S. 174, S. 183, S. 195, S. 201, S. 209, S. 223.
Stellung des Menschen
miniatur|Darstellung der Ordnung Anthropomorpha in der 1. Auflage von ÿ384ÿSystema NaturĂŠÿ385ÿ
Erstmals seit Aristoteles' Historia animalium stellte LinnĂ© 1735 den Menschen wieder in das Tierreich. Die Lehren der Scholastik hatte dem Menschen zwischenzeitlich eine Sonderrolle zugesprochen und ihn ĂŒber das Tierreich gestellt.Gunnar Broberg: Homo sapiens: Linnaeusâs Classification of Man. S. 158â165. LinnĂ© platzierte den Menschen gemeinsam mit den Affen und Faultieren in die von John Ray eingefĂŒhrte Ordnung Anthropomorpha (Menschengestaltige), die Bestandteil der Klasse Quadrupedia (VierfĂŒĂige) war. Als Unterscheidungsmerkmal des Menschen von den anderen Gattungen dieser Ordnung fĂŒhrte er die FĂ€higkeit des Menschen zur Selbsterkenntnis an: âNosce te ipsumâ (âErkenne dich selbst!â). Nach ihrer geographischen Herkunft unterschied er innerhalb der Gattung Homo vier Gruppen: den EuropĂ€er, den Amerikaner, den Asiaten und den Afrikaner. Als einziges Ă€uĂeres Merkmal gab er zusĂ€tzlich die Hautfarbe jeder dieser Gruppen an. Diese Darstellung behielt Linne bis 1758 bei.
Mit dem Erscheinen der zehnten Auflage Ă€nderte sich LinnĂ©s Systematik des Menschen deutlich.Er ordnete den Menschen nunmehr in die Ordnung der Primaten innerhalb der Klasse der SĂ€ugetiere (Mammalia) ein und unterschied zwischen zwei Menschenarten, dem Tag- und Nachtmenschen. Als Nachtmensch (Homo nocturnus) oder Höhlenmensch (Homo troglodytes) wurde von ihm der Orang-Utan bezeichnet. Sein Tagmensch (Homo diurnis) ist der moderne Mensch, der 1758 seinen noch heute gĂŒltigen Artnamen Homo sapiens erhielt. Die Charakterisierung seiner vier geografischen VarietĂ€ten des Menschen erweiterte LinnĂ© um die Merkmale Temperament und Körperhaltung. Die EuropĂ€er unterschieden sich demnach von den anderen menschlichen VarietĂ€ten durch die Merkmale weiĂ, sanguinisch, muskulös (âalbus, sanguineus, torosusâ), der Amerikaner durch die Merkmale rot, cholerisch, aufrecht, (ârufus, cholericus, rectusâ), der Asiat durch die Merkmale gelb, melancholisch, steif (âluridus, melancholicus, rigidusâ) und der Afrikaner durch die Merkmale schwarz, phlegmatisch, schlaff (âniger, phlegmaticus, laxusâ). Eckhard Rohrmann: Mythen und RealitĂ€ten des Anders-Seins: Gesellschaftliche Konstruktionen seit der frĂŒhen Neuzeit. VS Verlag fĂŒr Sozialwissen, Wiesbaden 2007, ISBN 9783531155272, S. 83.
Paradoxa
miniatur|Die âHamburger Hydraâ in [[Albert Sebas Thesaurus von 1734 (Band 1, Tafel 102), die von LinnĂ© als FĂ€lschung erkannt wurde.]]
Bis einschlieĂlich der fĂŒnften Auflage von Systema NaturĂŠ enthielt LinnĂ©s Darstellung des Tierreiches einen âParadoxaâ (âParadoxienâ) betitelten Abschnitt, in dem er Fabelwesen, wie sie beispielsweise in mittelalterlichen Bestiarien dargestellt wurden, auffĂŒhrte. Er verwies sie aufgrund ihres mythischen Charakters in den Bereich des Aberglaubens und war bemĂŒht, eine natĂŒrliche ErklĂ€rung zu geben. So gelang es LinnĂ© wĂ€hrend seines kurzen Aufenthaltes in Hamburg, die sogenannte âHamburger Hydraâ als FĂ€lschung zu entlarven.Gunnar Broberg: The Dragonslayer. In: TijdSchrift voor Skandinavistiek. Band 29, Nummer 1/2, 2008, S. 29â43, [http://dpc.uba.uva.nl/cgi/t/text/get-pdf?c=tvs;idno=2901a03 PDF]. In der ersten Auflage fĂŒhrte er zehn Fabelwesen auf: die Hydra, den Froschfisch (ein Frosch, der sich in einen Fisch verwandelt), das Einhorn (das er als Berichte ĂŒber den Narwal deutete), den Pelikan (der sein Blut auf seine Nachkommen ĂŒbertrĂ€gt), den Satyr, das Skythische Lamm, den Phönix, den Bernikel-Baum (ein Baum, der weiĂe Muscheln trĂ€gt, aus denen GĂ€nse schlĂŒpfen), den Drachen und die Totenuhr. In der zweiten Auflage ergĂ€nzte er diese Liste um den Mantikor, die Antilope, die Lamia und die Sirene.Sandra Knapp: Fact and fantasy. In: Nature. Band 415, 2002, S. 479, {{DOI|10.1038/415479a}}.
Pflanzenreich
{{Hauptartikel|Sexualsystem der Pflanzen}}
{{Zitat|Vegetabilia corpora organisata & viva, non sentientia|Autor= Carl von LinnĂš| Quelle=Systema NaturĂŠ. 10. Auflage, 1758|Ăbersetzung= Pflanzen: organisierte Körper und lebend, nicht empfindend|ref=}}
LinnĂ©s Klassifizierung des Pflanzenreiches richtete sich nach dem Aufbau der BlĂŒte und Frucht, die er als âFruchtbildungsorganeâ (fructificatio) bezeichnete. Conrad Gesner war der erste Botaniker, der eine Klassifizierung der Pflanzen nach dem Aufbau ihrer BlĂŒte oder der Frucht in Betracht zog. Gesner stellte jedoch selbst kein entsprechendes System auf. Die Unterteilung der Pflanzen in Andrea Cesalpinos 1583 erschienenem Werk De Plantis Libri XVI beruhte hauptsĂ€chlich auf Fruchtmerkmalen. Sein System wurde von Robert Morison und John Ray aufgegriffen und spĂ€ter von anderen Botanikern weitergefĂŒhrt, in Deutschland beispielsweise durch Christoph Knaut. Andere Systeme, so die von August Quirinus Rivinus (1690) und Heinrich Bernhard Rupp (1718), orientierten sich an der Regel- bzw. UnregelmĂ€Ăigkeit und der Anzahl der KronblĂ€tter. Pierre Magnol legte seiner Systematik 1720 die Verschiedenheit der KelchblĂ€tter zugrunde. Das ausgeklĂŒgeltste System einer Pflanzensystematik stammte von Joseph Pitton de Tournefort, der 1694 seine Klassen nach der Gestalt der BlĂŒte und seine Ordnungen nach der Stellung der Frucht bestimmte. LinnĂ© hatte alle diese Systematiken der Pflanzen bereits in seiner Jugend studiert und veröffentlichte 1738 mit Classes Plantarum einen ausfĂŒhrlichen Vergleich dieser und weiterer Pflanzensystematiken. Richard Pulteney: A General View of the Writings of Linnaeus. S. 240â243.
LinnĂ©s Systematik baute insbesondere auf den Werken Cesalpinos und Tourneforts auf. Er unterschied seine Klassen nach Anzahl und Lage der StaubblĂ€tter und die Ordnungen nach der Anzahl der Stempel. Die Gattungen bildete er durch eine Reihe von wohldefinierten Merkmalen der BlĂŒte, der FrĂŒchte und der Samen (Generative Merkmale), die er ausfĂŒhrlich in Genera Plantarum beschrieb. Wichtige GröĂen der Beschreibung waren die Anzahl, die Form, die Proportion und die Lage.Arthur J. Cain: Numerus, figura, proportio, situs: Linnaeusâ definitory attributes. S. 17. Zur Abgrenzung einer Art zog er schlieĂlich vegetative Merkmale, wie beispielsweise Wurzel, StĂ€ngel oder LaubblĂ€tter, heran. LinnĂ©s erste umfassende Behandlung des Pflanzenreiches war das 1753 fertiggestellte Werk Species Plantarum.
Mineralienreich
{{Zitat|Lapides corpora congesta, nec viva, nec sentientia|Autor= Carl von LinnĂš| Quelle=Systema NaturĂŠ. 10. Auflage, 1758|Ăbersetzung= Steine: massive Körper, weder lebend noch empfindend|ref=}}
LinnĂ© setzte bei seiner Klassifizierung des Mineralreiches dieselben Prinzipien wie im Tier- und Pflanzenreich ein. Von den bekannten Methoden Mineralien zu klassifizieren wies er die physikalische, die bis zur Entstehung der Mineralien zurĂŒck ging, und die chemische, die auf einer zerstörenden Analyse beruhte, zugunsten der von ihm als natĂŒrlich charakterisierten Methode zurĂŒck, die auf leicht beobachtbaren Merkmalen beruhte.Rachel Laudan: From mineralogy to geology: the foundations of a science, 1650â1830. S. 74. Schwierigkeiten bereitete es ihm, eine Analogie zur Vermehrung fĂŒr die Entstehung von Mineralien zu finden. LinnĂ©, der davon ausging, dass die Erde am Anfang vollstĂ€ndig mit Wasser bedeckt war, schlug vor, dass aus dem Wasser zwei Nachkommen entstanden seien: der formgebende âSalzmannâ, der der âErdfrauâ die Gestalt aufprĂ€gt. Salze und Erden seien daher die eigentlichen Eltern der Mineralien. LinnĂ© postulierte auĂerdem je vier verschiedene Salze (Salia) und Erden (TerrĂŠ), die jeweils fĂŒr die AtmosphĂ€re, den Ozean, die Pflanzen und die Tiere standen und aus denen die verschiedenen Mineralien bestĂŒnden. Er unterschied das Mineralienreich in drei Klassen: PetrĂŠ (Steine) waren Gemische aus Erden, MinerĂŠ (Mineralien) Kombinationen aus Erden und Salzen und Fossilia (Fossilien) Zusammenballungen von Erden. Die zwölfte Auflage umfasste insgesamt elf Ordnungen in 54 Gattungen mit mehr als 500 Arten. Rachel Laudan: From mineralogy to geology: the foundations of a science, 1650â1830. S. 73â75.
LinnĂ©s Mineralogie hatte etwa ein halbes Jahrhundert lang Bestand und wurde von den französischen Mineralogen Jean Baptiste Louis RomĂ© de l'Isle (1736â1790), RenĂ©-Just HaĂŒy und DĂ©odat Gratet de Dolomieu unterstĂŒtzt. Kritik kam hingegen vorwiegend aus Deutschland und Schweden. Rachel Laudan: From mineralogy to geology: the foundations of a science, 1650â1830. S. 76. Letztendlich setzte sich ein auf chemischen Merkmalen beruhendes System, wie es beispielsweise von Abraham Gottlob Werner vertreten wurde, durch.
Rezeption
Erweiterte Ausgaben von âSystema NaturĂŠâ
LinnĂ©s Werk wurde von einigen Autoren in seiner Gesamtheit oder nur hinsichtlich einzelner Naturreiche erweitert und in andere Sprachen ĂŒbersetzt. Der hollĂ€ndische Arzt Maarten Houttuyn begann 1761 ein am Aufbau von Systema NaturĂŠ orientiertes Werk, das er Natuurlijke HistorieNatuurlijke Historie. Soulsby-Nummer 73, S. 12. nannte. Bis 1785 wuchs dieses Werk auf 37 BĂ€nde an und umfasste etwa 22.000 Seiten und 296 Kupferstiche. GegenĂŒber seinem Freund Abraham BĂ€ck spottete LinnĂ© bereits 1763 ĂŒber den Umfang. Er sah es als Zeichen geringer Weisheit an, dass das, was der eine Gelehrte so knapp wie möglich darzustellen versuchte, durch einen anderen so weit wie möglich ausgedehnt wurde.Carl Linnaeus an Abraham BĂ€ck, 14. Oktober 1763, [http://linnaeus.c18.net/Letters/display_txt.php?id_letter=L3313 Brief L3313] in [http://linnaeus.c18.net/ The Linnaean correspondence] (abgerufen am 27. September 2010). Houttuyns Werk beeinflusste jedoch eine Reihe von Ă€hnlichen Naturdarstellungen, beispielsweise Philipp Ludwig Statius MĂŒllers von 1773 bis 1775 erschienene deutschsprachige Gesamtdarstellung des TierreichsDes Ritters Carl von LinnĂ© ⊠vollstĂ€ndiges Natursystem. Soulsby-Nummer 95, S. 18..
Von 1777 bis 1779 publizierte Johann Friedrich Gmelin eine vierteilige Erweiterung von LinnĂ©s Beschreibung des MineralreichesDes Ritters Carl von LinnĂ© vollstĂ€ndiges Natursystem des Mineralreichs. Soulsby-Nummer 100, S. 14., die mehr als 2200 Oktavseiten aufwies und mit 63 Abbildungen illustriert war. 20 Jahre nach LinnĂ©s letzter Auflage von Systema NaturĂŠ unternahm Gmelin von 1788 bis 1793 noch einmal den Versuch, sĂ€mtliche bekannten Arten der drei Naturreiche in einem als Systema NaturĂŠ bezeichneten Werk zusammenzustellen. Gmelin bezeichnete diese mit ĂŒber 6000 Seiten etwa fĂŒnfmal so umfangreiche Ausgabe als 13. AuflageSystema NaturĂŠ. 13. Auflage, Soulsby-Nummer 117, S. 15â16. von Systema NaturĂŠ. Allein die in sieben Teilen erschienenen Beschreibungen der Tiere fĂŒllten ĂŒber 4000 Seiten. Gmelins 13. Auflage diente wiederum als Vorbild fĂŒr weitere Ausgaben. Ebenezer Sibly (1751â1800) begann 1794 eine erweiterte englische ĂbersetzungA Genuine and Universal System of Natural History. Soulsby-Nummer 129, S. 16â17., die bis 1810 auf 14 BĂ€nde anwuchs. Ein Ă€hnlicher Versuch stammte von William Turton (1762â1835), dessen siebenbĂ€ndiges A General System of NatureA general system of nature. Soulsby-Nummer 137, S. 17. von 1802 bis 1806 in London erschien.
Danach gelang es nie wieder, sĂ€mtliche bekannte Tier- und Pflanzenarten in einem einheitlichen Werk zusammenzufassen. Die Zahl der bekannten Tierarten erreichte um 1800 bereits etwa 50.000Charles D. Sherborn: [http://www.animalbase.uni-goettingen.de/zooweb/servlet/AnimalBase/home/reference?id=2256 Index animalium 1902]., um 1850 lag sie schon bei etwa 400.000Charles D. Sherborn: [http://www.animalbase.uni-goettingen.de/zooweb/servlet/AnimalBase/home/reference?id=2255 Index animalium 1922-1931].. Taxonomen nehmen an, dass bis heute formal korrekt zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Lebewesenarten beschrieben und benannt wurden. SchĂ€tzungen der tatsĂ€chlichen Artenzahl schwanken zwischen 3,6 Millionen und ĂŒber 100 Millionen. Meist wird jedoch von einer Artenzahl ausgegangen, die sich in der GröĂenordnung von etwa 10 Millionen Arten befindet.Edward O. Wilson: Taxonomy as a fundamental discipline. In: Philosophical Transactions of the Royal Society B. Band 359, 2004, S. 739, {{DOI|10.1098/rstb.2003.1440}}. Die BiodiversitĂ€tsinformatik versucht heute mit Hilfe von Datenbanksystemen, die Namen aller bekannten Arten zusammen mit weiteren Angaben, wie beispielsweise Informationen ĂŒber ihre Verbreitung, an zentralen Stellen zusammenzufassen. Beispiele hierfĂŒr sind Global Biodiversity Information Facility (GBIF) oder Encyclopedia of Life (EoL).
Einfluss auf die zoologische Nomenklatur
In der 1758 erschienenen zehnten Auflage des Systema NaturĂŠ stellte LinnĂ© alle ihm bekannten Organismen in der bis heute ĂŒblichen binominalen Schreibweise dar, die er erstmals durchgĂ€ngig in seinem Werk Species Plantarum von 1753 fĂŒr Pflanzen verwendet hatte. Unhandliche Bezeichnungen wie etwa Physalis amno ramosissime ramis angulosis glabris foliis dentoserratis wurden durch einfach zu merkende Doppelnamen wie Physalis angulata ersetzt. Der erste Name bezeichnete dabei die Gattung, der zweite Name, das Epitheton (in der Zoologie Artname genannt), charakterisierte zusammen mit dem ersten die Art.
1842/1843 erarbeitete Hugh Edwin Strickland im Auftrag eines Komitees der British Association for the Advancement of Science einen umfassenden Entwurf fĂŒr ein zoologisches Regelwerk. Er wĂ€hlte darin die zwölfte Auflage von Systema NaturĂŠ als Startpunkt der zoologischen Nomenklatur aus. Sein Entwurf wurde kontrovers diskutiert, insbesondere, welches Jahr der zoologischen Nomenklatur zugrunde liegen sollte. 1877 unternahm William Healey Dall einen Versuch, die sich voneinander unterscheidenden nomenklatorischen Regelwerke von Botanik und Zoologie zu vereinen und schlug als Basis ebenfalls die 1768 erschienene zwölfte Auflage vor. 1886 unterbreitete die American Ornithologistsâ Union einen eigenen Vorschlag, der auf den Arbeiten von Strickland und Dall aufbaute. In diesem Vorschlag wurde die endgĂŒltige Trennung von botanischer und zoologischer Nomenklatur vollzogen und der Beginn der zoologische Nomenklatur auf 1758 festlegt. Aufbauend auf einem von Charles Ămile Blanchard auf dem ersten Internationalen Zoologischen Kongress 1889 vorgetragenen Regelwerk wurde auf dem fĂŒnften in Berlin tagenden Internationalen Zoologischen Kongress der Beginn der zoologischen Nomenklatur endgĂŒltig auf das Jahr 1758 fixiert. E. G. Linsley, R. L. Usinger: Linnaeus and the Development of the International Code of Zoological Nomenclature. S. 41â42
In der aktuellen 4. Auflage der Internationalen Regeln fĂŒr die Zoologische Nomenklatur ist das Erscheinungsdatum des ersten Bandes der zehnten Auflage von Systema NaturĂŠ in Artikel 3.1 verankert und auf den 1. Januar 1758 festgelegt.[http://www.nhm.ac.uk/hosted-sites/iczn/code/index.jsp?article=3&nfv=true#1 Artikel 3.1] In: International Code of Zoological Nomenclature. 4. Auflage 1999, ISBN 0853010064. Das bedeutet, Tiernamen aus Werken, die vor dem 1. Januar 1758 veröffentlicht wurden, sind nicht verfĂŒgbar. JĂŒngeren Beschreibungen gegenĂŒber genieĂt die 1758er-Ausgabe von Systema NaturĂŠ in aller Regel PrioritĂ€t, soweit die betreffende Beschreibung LinnĂ©s die nach den Nomenklaturregeln geforderten Kriterien erfĂŒllt und der Name seit 1899 verwendet wurde. Einzige Ausnahme sind die 66 schwedischen Spinnenarten[http://www.animalbase.uni-goettingen.de/zooweb/servlet/AnimalBase/list/taxa?from_reference=1 AnimalBase-Liste] der 66 von Clerck 1757 beschrieben Spinnenarten., die in Clercks 1757 publiziertem Werk Svenska Spindlar beschrieben wurden. Clercks Svenska Spindlar hat somit als einzige Publikation PrioritĂ€t vor der zehnten Auflage von Systema NaturĂŠ und enthĂ€lt damit die ersten korrekt eingefĂŒhrten Tiernamen der modernen zoologischen Nomenklatur.
Nachweise
Literatur
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* Gunnar Broberg: Homo sapiens: Linnaeusâs Classification of Man. In: T. FrĂ€ngsmyr (Hrsg.): Linnaeus: The Man and His Work. Uppsala Studies in History of Science 18. Rev. ed. Science History Publications, Canton, Mass., 1994, ISBN 0881351547, S. 156â194.
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* William Thomas Stearn: The Background of Linnaeus's Contributions to the Nomenclature and Methods of Systematic Biology. In: Systematic Zoology. Band 8, Nr. 1, MĂ€rz 1959, S. 4â22, {{DOI|10.2307/2411603}}.
Einzelnachweise
Zeitgenössische Rezensionen
Soulsby-Nummern
Nummer und Seitenzahl in Basil Harrington Soulsbys A catalogue of the works of Linnaeus⊠von 1933:
Weblinks
{{Commonscat|Systema Naturae}}
; Allgemeines
* [http://www.linnaeus.uu.se/online/animal/1_1.html Systema Naturae - an epoch-making book] bei [http://www.linnaeus.uu.se/online/index-en.html Linné on line]
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* 2. Auflage: [http://books.google.com/books?id=oXsZAAAAYAAJ Google Books]
* 3. Auflage: [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10051189-9 BSB MĂŒnchen]
* 4. Auflage: [http://books.google.ca/books?id=2nsZAAAAYAAJ Google Books], [http://www3.bibdigital.rjb.csic.es/ing/FichaLibro.php?Libro=2323 CSIC Madrid]
* 5. Auflage: [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10076011-4 BSB MĂŒnchen]
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* 7. Auflage: [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10076012-0 BSB MĂŒnchen]
* 8. Auflage: [http://rara.ub.umu.se/bookview/BookViewServlet/ipac/admin/BookViewLoader.jsp?method=getIpacBook&BookId=55 UmeÄ UB]
* 9. Auflage: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/31214 BHL], [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10076013-5 BSB MĂŒnchen]
* 10. Auflage
** Band 1: [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10076014-0 BSB MĂŒnchen], [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN362053006 SUB Göttingen], [http://www.biodiversitylibrary.org/item/10277 BHL]
** Band 2: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/10278 BHL]
* â11. Auflageâ (Piratenauflage)
** Band 1: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/31224 BHL]
** Band 2: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/31242 BHL]
* 12. Auflage
** Band 1 - Teil 1: [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN362053367 SUB Göttingen], [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10076019-2 BSB MĂŒnchen], [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k99004c.f1.langEN Gallica]
** Band 1 - Teil 2: [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN362053723 SUB Göttingen], [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10076019-2 BSB MĂŒnchen], [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k99005q.r=.langEN Gallica]
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** Band 3: [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN362053855 SUB Göttingen]
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** Band 1 - Teil 1: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/83652 NCSU Libraries], [http://www.biodiversitylibrary.org/item/10325 Missouri Botanical Garden], [http://books.google.com/books?id=Ix0AAAAAQAAJ Google Books]
** Band 1 - Teil 2: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/83650 NCSU Libraries], [http://www.biodiversitylibrary.org/item/10326 Missouri Botanical Garden], [http://books.google.com/books?id=Ix0AAAAAQAAJ Google Books]
** Band 2: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/83651 NCSU Libraries], [http://www.biodiversitylibrary.org/item/10327 Missouri Botanical Garden], [http://www.biodiversitylibrary.org/item/31231 New York Botanical Garden], [http://books.google.com/books?id=1BQAAAAAQAAJ Google Books]
** Band 3: [http://www.biodiversitylibrary.org/item/83653 NCSU Libraries],[http://www.biodiversitylibrary.org/item/10328 Missouri Botanical Garden], [http://books.google.com/books?id=K9NKdZvw64cC Google Books]
* 13. Auflage - Gmelin: [http://www.biodiversitylibrary.org/bibliography/545 BHL]
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