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Saale

27.05.2012 @ 09:56, Schubbay,

{{Begriffsklärungshinweis}}
{{Lückenhaft|Geschichte, Umwelt, Fauna, Flora, Wasserqualität}}
{{Infobox Fluss
| NAME= Saale
| ALTERNATIVNAME=
| LAGE= In Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt
| GKZ= DE/56
| FLUSSGEBIETSEINHEIT= Elbe
| FLUSSSYSTEM= Elbe
| ABFLUSSWEG= Elbe//Nordsee
| EINZUGSGEBIET-PREFIX=
| EINZUGSGEBIET= 24079
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= [http://www.meteo.uni-koeln.de/content/downloads/elbe2002.pdf Das Augusthochwasser 2002 im Elbegebiet]Bundesanstalt für Gewässerkunde, 2002 (pdf)
| LÄNGE-PREFIX=
| LÄNGE= 413
| NACHWEIS-LÄNGE= [http://www.fgg-elbe.de/tl_fgg_neu/veroeffentlichungen.html?page=7&file=tl_files/Downloads/Dokumente/ARGE_09/Fachberichte/Fliessgw.pdf Gesamtliste der Fließgewässer im Elbeeinzugsgebiet] Michael Bergemann, BSU Hamburg, 2010 (pdf)
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(HHQ am Pegel Halle-Trotha: 796 m³/s)
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| ABFLUSS-PEGEL= Calbe UP
| NACHWEIS-ABFLUSS= [http://www.hochwasservorhersage.sachsen-anhalt.de/dokumente/monatsberichte/R1804873_Monatsbericht_November_2010.pdf Hydrologischer Monatsbericht November 2010] Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, 2010 (pdf)
| BEZEICHNUNG-QUELLE=
| QUELLE= Bei Zell im Fichtelgebirge
| QUELLHÖHE-PREFIX=
| QUELLHÖHE= 728
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| QUELLE_LAT_GRAD= 50/7/8/N
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| MÜNDUNG= Bei Barby in die Elbe
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| MÜNDUNGSHÖHE= 49.5
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| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 51/57/17/N
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| HÖHENUNTERSCHIED=
| LINKE NEBENFLÜSSE= Ilm, Unstrut, Bode
| RECHTE NEBENFLÜSSE= Weiße Elster
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| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET=
| GROSSSTÄDTE= Jena, Halle (Saale)
| MITTELSTÄDTE= Hof (Saale), Saalfeld/Saale, Rudolstadt, Naumburg (Saale), Weißenfels, Merseburg, Bernburg (Saale)
| KLEINSTÄDTE=
| GEMEINDEN=
| HÄFEN= Hafen Halle (Saale), Sophienhafen in Halle (Saale)
| BEKANNTE BRÜCKEN= Saalebrücke Rudolphstein,
Alte Saalebrücke Jena-Burgau
| SCHIFFBAR= Von der Mündung bis Bad Dürrenberg; für Europaschiffe bis Halle-Trotha
| ANMERKUNGEN=
| BILD= Petersgrat_bei_Hof_Bayern.jpg
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| BILDBESCHREIBUNG= Saaletal bei Hof
| KARTE= Karte Saale und Mulde.gif
| KARTE-BREITE=
| KARTE-BESCHREIBUNG= Lage der Saale
}}

Die Saale ist ein Fluss in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Mit einer Länge von 413 Kilometern ist sie nach der Moldau der zweitlängste Nebenfluss der Elbe. Mit einem mittleren Abfluss von 115 m³/s nimmt sie gemeinsam mit der Havel ebenfalls Platz zwei hinter der Moldau unter den wasserreichsten Nebenflüssen ein. Die Saale entwässert von der Quelle bis zur Mündung ein Gebiet von 24.100 Quadratkilometern.

Name


Die Saale entspringt in Oberfranken. Zur Unterscheidung von der kleineren Fränkischen Saale wird sie im bayerischen Teil offiziell Sächsische Saale genannt, obwohl sie das heutige Bundesland Sachsen nicht berührt. Die Bezeichnungen Vogtländische Saale und Thüringische Saale sind weniger geläufig.

Ihr slawischer Name ist Solawa, der heute noch in der sorbischen Literatur Verwendung findet. Im Raum Halle wird der Name wegen der dortigen Salzquellen auch mit dem deutschen Sole in Verbindung gebracht (wie etwa auch Suhl).

Verlauf


Quelle


miniatur|Saalequelle

Die Saale entspringt im Fichtelgebirge zwischen Zell und Weißenstadt an einem alten Bergwerksstollen am Nordwesthang des Waldsteins auf 707 Meter ü. NN. An der aus rohen Granitblöcken geschichteten Mauer befindet sich eine Syenitplatte mit der Inschrift: „Quelle der Saale, gefasst von den Städten Münchberg, Schwarzenbach, Hof, Weißenfels, Halle 1869“. Die Initiative zur ersten Quellfassung ging damals von der Stadt Münchberg aus, die in der Platte erwähnten Städte beteiligten sich an den Kosten. Das gesamte Areal ist ein geschütztes Naturdenkmal. Die Quelle ist Ausgangsort des 427 Kilometer langen Radwanderwegs Saale.

Oberlauf


thumb|Die Saale bei [[Jena]]

Der Oberlauf der Saale zwischen Zell und Hof ist langsam fließend. Zwischen der Einmündung des Tannbachs und der der Selbitz bildet sie die Grenze zwischen Bayern und Thüringen, ehemals Teil des "Eisernen Vorhangs". Dann verläuft der Fluss quer durch das Thüringer Schiefergebirge. Hier ist die Saale mehrfach angestaut, die größten Stauseen einer fünfstufigen Kaskade sind der Hohenwarte- und der Bleiloch-Stausee.

Der Bereich der mittleren Saale beginnt bei Kaulsdorf-Weischwitz mit dem Austritt des Flusses aus dem Thüringer Schiefergebirge und dem Eintritt in das Platten- und Hügelland des Trias. Der Fluss berührt dort unter anderem Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Jena.

Bei Naumburg nimmt die Saale die Unstrut auf. Bis dort ist die Saale zwar wasserreicher, aber kürzer als die Unstrut, so dass eigentlich letztere als Oberlauf der Saale anzusehen ist.Hansjörg Küster: Die Elbe. Landschaft und Geschichte, München 2007, Kapitel 14: Die Saale, S. 147. Die abweichende Benennung des kürzeren Flusses als Oberlauf des Gesamtflusses mag wie bei anderen Flüssen aus der Unkenntnis der Längenverhältnisse der beiden Flüsse zueinander oder aus einer unterschiedlich gewichteten wirtschaftlichen Bedeutung resultieren.Hansjörg Küster: Die Elbe. Landschaft und Geschichte, München 2007, S. 36 f.

Unterlauf


Nach dem Austritt aus dem Naturpark Saale-Unstrut-Triasland in Weißenfels beginnt der Unterlauf der Saale in einer flachen Landschaft durch die Städte Weißenfels, Bad Dürrenberg, Merseburg und Halle (Saale).

Im Altpleistozän floss die Saale von Naumburg kommend in Richtung Zwenkau und nahm dort die Flüsse Weiße Elster und Pleiße auf.[http://www.webhobo.de/dipl.pdf Daniel Schrankel: Laborversuche zur Untersuchung von hydraulischen und hydrochemischen Prozessen in Braunkohlentagebaukippen] 1999, Unterpunkt 1.1.2 Geologischer Überblick (pdf)[http://boku.forst.tu-dresden.de/Boden/Seiten_deutsch/DBG_Tagung_Eindruecke/PDF/Exkursionsfuehrer_G4.pdf Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft] Teil 1 und 2, 2. September 2007 (pdf) Anschließend teilte sie sich südlich von Leipzig in den Leipziger und den Schkeuditz-Lützener Saalearm und mündete in die damals noch durch Leipzig fließende Mulde. Schon zu Beginn der nach ihr benannten Saalekaltzeit erreichte die Saale den Leipziger Raum nicht mehr. Seitdem fließt sie über das heutige Weißenfels in nördliche Richtung, während ihr ehemaliges Flussbett von der Weißen Elster benutzt wird (Leipziger Saalearm).

Südlich von Halle liegen die ökologisch wertvollen Saale-Elster-Auen, im halleschen Stadtgebiet mehrere Inseln und Felsen am Ufer (Klausberge, Kröllwitzer Felsen mit Saaledurchbruch) und der Giebichenstein mit der gleichnamigen Burgruine. Unterhalb von Halle passiert die Saale die Steilufer der Brachwitzer Alpen, Wettin, die Rothenburger Porphyrfelsen und Bernburg (Saale).

Die Saale mündet bei Barby in die Elbe.

Wasserbau


Stauseen


Am Oberlauf der Saale liegen in dieser Reihenfolge folgende Stauseen:
*Bleilochtalsperre
*Talsperre Burgkhammer
*Talsperre Walsburg
*Hohenwartetalsperre
*Talsperre Eichicht

Sie bilden die Saalekaskade, den zweitgrößten Verbund von Wasserkraftwerken in Deutschland.

Laufwasserkraftwerke


miniatur|WKW Paradieswehr in Jena
Sowohl am Rasenmühlenwehr als auch am Paradieswehr in Jena befinden sich Wasserkraftanlagen. Sie wurden 1999/2000 an den
bestehenden Wehren errichtet.

In Halle (Saale) besteht beim Ortsteil Planena eine Wasserkraftanlage, zwei weitere sollen an den Wehren Pulverweiden und Trotha entstehen.

Weitere Laufwasserkraftwerke gibt es in Rudolstadt-Unterpreilipp[http://www.saalekraftwerke.de/index.htm www.saalekraftwerke.de], Uhlstädt, Jena-Burgau, Döbritschen und Camburg sowie in Walsburg, in der alten Pappenfabrik Ziegenrück und im Wasserkraftmuseum Ziegenrück[http://saale-online.de/die-region/staedte-und-gemeinden/ziegenrueck/sehenswertes/museum-fuer-wasserkraftnutzung/ www.saale-online.de].

Nebenflüsse


{| class="wikitable sortable"
|-
! Nebenfluss

! Länge (km)

! Einzugsgebiet
(km²)

! Zuflussmenge
(m³/s)

! Mündung bei

! Mündungsseite

|-
|Lamitz
|align=right|
|align=right|
|align=right|
|Fattigau
|rechts
|-
|Schwesnitz
|align=right|8,3
|align=right|
|align=right|
|Oberkotzau
|rechts
|-
|Südliche Regnitz
|align=right|30
|align=right|
|align=right|
|Hof
|rechts
|-
|Nördliche Regnitz
|align=right|10
|align=right|
|align=right|
|Hof-Unterkotzau
|rechts
|-
|Tannbach
|align=right|6
|align=right|
|align=right|
|Hirschberg
|rechts
|-
|Selbitz
|align=right|37
|align=right|
|align=right|
|Blankenstein bei Bad Lobenstein
|links
|-
|Wisenta
|align=right|55
|align=right|180
|align=right|1,2
|Walsburg bei Schleiz
|rechts
|-
|Loquitz
|align=right|33
|align=right|362
|align=right|3,9
|Kaulsdorf
|links
|-
|Schwarza
|align=right|53
|align=right|500
|align=right|5,5
|Rudolstadt-Schwarza
|links
|-
|Orla
|align=right|35
|align=right|260
|align=right|1,4
|Orlamünde bei Kahla
|rechts
|-
|Roda
|align=right|34
|align=right|
|align=right|
|Jena-Lobeda
|rechts
|-
|Gleise
|align=right|19
|align=right|67
|align=right|
|Golmsdorf bei Jena
|rechts
|-
|Gönnerbach
|align=right|10
|align=right|20
|align=right|
|Neuengönna bei Jena
|links
|-
|Ilm
|align=right|129
|align=right|1050
|align=right|6,0
|Großheringen bei Naumburg
|links
|-
|Unstrut
|align=right|192
|align=right|6300
|align=right|31,0
|Naumburg
|links
|-
|Wethau
|align=right|30
|align=right|
|align=right|
|Naumburg
|rechts
|-
|Rippach
|align=right|27
|align=right|
|align=right|
|Dehlitz
|rechts
|-
|Geisel
|align=right|17
|align=right|
|align=right|
|Merseburg
|links
|-
|Luppe
|align=right|25
|align=right|
|align=right|0,054
|Schkopau
|rechts
|-
|Weiße Elster
|align=right|257
|align=right|5000
|align=right|25,1
|Halle
|rechts
|-
|Götsche
|align=right|15
|align=right|
|align=right|
|Halle
|rechts
|-
|Hechtgraben
|align=right|5
|align=right|
|align=right|
|Halle
|links
|-
|Salza
|align=right|13
|align=right|
|align=right|
|Salzmünde bei Halle
|links
|-
|Schlenze
|align=right|15
|align=right|
|align=right|
|Friedeburg
|links
|-
|Wipper
|align=right|85
|align=right|650
|align=right|2,5
|Bernburg
|links
|-
|Fuhne
|align=right|59
|align=right|
|align=right|
|Bernburg
|rechts
|-
|Bode
|align=right|169
|align=right|3300
|align=right|13,0
|Nienburg
|links
|-
|Taube
|align=right|35
|align=right|
|align=right|
|Barby
|rechts
|-

|}

Orte entlang der Saale


Städte sind kursiv dargestellt

ZellSparneckWeißdorf – Seulbitz – Förbau – Schwarzenbach an der SaaleFattigauOberkotzauHof – Brunnenthal – Saalenstein – Joditz

Landesgrenze Bayern/Thüringen

HirschbergSparnberg – Rudolphstein – BlankenbergBlankensteinHarra – Saaldorf – Saalburg – Poeritzsch – GräfenwarthBurgk – Walsburg – Ziegenrück – Neidenberga – HohenwarteEichichtKaulsdorf – Fischersdorf – Weischwitz – Reschwitz – BreternitzSaalfeldSchwarzaVolkstedtRudolstadt – Catharinau – Kolkwitz – Weißen – UhlstädtRückersdorf – Zeutsch – Niederkrossen – OrlamündeFreienorlaGroßeutersdorfKleineutersdorfKahlaGroßpürschütz – Jägersdorf – Rothenstein – Maua – Jena – Porstendorf – DornburgDorndorf-SteudnitzWichmarCamburg – Tümpling – Großheringen – Kleinheringen

Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt
thumb|Die Saale in [[Bad Kösen]]

Stendorf – SaaleckBad KösenNaumburg – Schellsitz – Schönburg – Eulau – GoseckLeißling – Lobitzsch – Uichteritz – Markweben – Weißenfels – Dehlitz – Schkortleben – Kleinkorbetha – GroßkorbethaOebles-SchlechtewitzWengelsdorfBad Dürrenberg – Kröllwitz – Leuna – Trebnitz – Merseburg – Meuschau – Freiimfelde – Schkopau – Korbetha – Hohenweiden – Rockendorf – HollebenHalleBrachwitz – Schiepzig – Salzmünde – Pfützthal – Döblitz – Zaschwitz – WettinKloschwitz – Rumpin – Dobis – FriedeburgZickeritzRothenburg – Nelben – Gnölbzig – Trebnitz – AlslebenPoplitz – Großwirschleben – PlötzkauGrönaNeubornaBernburgDröbelNienburgWedlitz – Damaschke Plan – Wispitz – CalbeTrabitzGroß Rosenburg – Werkleitz

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke


An der Saale mit ihrem Nebenfluss Unstrut liegt das Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Entlang des Flusses verläuft der Fernradweg Saale-Radweg. Vor allem im Ober- und Mittellauf ist der Radweg radtouristisch anspruchsvoll. Die Via Regia folgt streckenweise dem Lauf der Saale.

miniatur|links|Lithografie aus 182Die malerischen Ufer der Saale 1844–1848183

Mit ihren oft hoch aufragenden Hängen fließt die Saale an Schloss Burgk, der Heidecksburg, der Leuchtenburg, der Kunitzburg (zu Jena), den Dornburger Schlössern, der Burg Saaleck, der Rudelsburg bei Bad Kösen und seiner historistischen Saalebrücke, der Burg Schönburg, Schloss Goseck, dem Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels, der Burg Giebichenstein am Saaledurchbruch in Halle (Saale) und dem Schloss Bernburg vorbei. In Halle (Saale) liegt zudem die Moritzburg am Ufer des Mühlgrabens, einem Seitenarm des Flusses im Stadtgebiet. 1848 erschien das Buch Die malerischen Ufer der Saale 1844–1848, in dem zahlreiche zeitgenössische Lithografien enthalten sind.

Südlich von Halle überspannt die im Bau befindliche Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle die Saale. Die Saale-Elster-Talbrücke wird nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2012 mit einer Länge von über acht Kilometern die längste Brücke Deutschlands sein. Ein ganz besonderes Baudenkmal ist auch die Fußgänger-Hängebrücke bei Klein- und Großeutersdorf, kurz vor Jena. Die sogenannte „Schaukelbrücke“ (erbaut 1908) ist in ihrer Art einmalig in Europa.
miniatur|rechts|Historische Grußkarte aus [[Halle (Saale)|Halle mit Blick von der Burg Giebichenstein auf die Saale]]
Zwischen Saalfeld und Naumburg spielt das Tal der Saale als Verkehrsader eine wichtige Rolle. Hier verlaufen beispielsweise die Bundesstraße 88 und die Eisenbahnstrecke der Saalbahn. Die Thüringer Bahn quert im engen Saaletal allein achtmal mit ihren Eisenbahnbrücken den Fluss.

{{Siehe auch|Liste der Saalebrücken}}

Bedeutung als Verkehrsweg


Die Nutzung der Saale für Güter- oder Personentransporte ist seit 981 urkundlich belegt. Ab der Unstrutmündung ist der Fluss abschnittsweise für kleine Personenschiffe, ab Halle (Saale) durchgehend schiffbar. In Halle-Trotha besteht ein moderner Hafen. Im Rahmen des Wasserstraßenausbaues Elbe/Saale wurde die Gesamtlänge durch Begradigungen in den Jahren 1933 bis 1942 von 427 Kilometer auf rund 413 Kilometer verkürzt. Von km 124,16 bei Bad Dürrenberg bis km 0,00 Mündung in die Elbe (bei km 290,78) ist die Saale eine Bundeswasserstraße[http://www.wsv.de/wasserstrassen/chronik/index.html Verzeichnis E, Lfd. Nr. 51 der Chronik], Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes[http://www.wsv.de/wasserstrassen/gliederung_bundeswasserstrassen/index.html Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes], Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, für die das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg zuständig ist. Von Bad Dürrenberg bis oberhalb des Hafens Halle-Trotha ist die Saale als Wasserstraßenklasse I ausgewiesen, von dort bis zur Elbe der Klasse IV.

Der 1933 begonnene Bau des für die Fluss-Schifffahrt vorgesehenen Elster-Saale-Kanals, der bis nach Leipzig führen sollte, wurde nie vollendet. Seine Bezeichnung geht auf einen Mitte des 19. Jahrhunderts gebauten, von der Elster ausgehenden Kanal von 2,5 km Länge zurück. Das fertiggestellte und 1939 geflutete Teilstück von 11 km Länge in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen heißt seit 1999 amtlich Saale-Leipzig-Kanal (SLK) und zählt zu den Bundeswasserstraßen[http://www.wsv.de/wasserstrassen/gliederung_bundeswasserstrassen/index.html Längen der Hauptschifffahrtswege der Binnenwasserstraßen des Bundes], Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes[http://www.wsv.de/wasserstrassen/chronik/index.html Verzeichnis F der Chronik], Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Ein weiteres, bisher nicht vollendetes Kanalprojekt ist der Mittelkanal bei Merseburg.[http://www.saaleelsterkanal.de/anderekanaele.html#5220079fe91364c04 Website www.saaleelsterkanal.de]

Flussausbau


Nach dem Widerstand von Umweltgruppen ist ein Staustufenbau im Unterlauf der Saale aufgegeben worden, stattdessen ist zurzeit ein Schleusenkanal bei Tornitz, der sogenannte Saalekanal, in Planung.

thumb|245px|left|Karte des geplanten Saalekanals

Kritik am geplanten Flussausbau


{{Siehe auch|Saalekanal}}
Auch der geplante Saalekanal wird von Umweltverbänden, insbesondere dem BUNDhttp://www.elbeinsel.de/[http://www.gruenejugend-lsa.de/baeume Grüne Jugend Sachsen-Anhalt], Teilen der Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Eine Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kommt zu dem Schluss, dass „den veranschlagten Investitionskosten von 72,6 Mio. Euro (…) keine adäquaten Nutzenerwartungen“ gegenüberstehen. Das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle und der Bund der Steuerzahler fordern deswegen das Bauvorhaben zu streichen[http://domfelsen.de/download/stellungnahme-saaleausbau.pdf Stellungnahme des Umweltforschungszentrums Halle-Leipzig vom 22. Mai 2003].

Die veranschlagten Kosten sind von den ursprüngliche erwarteten 72,6 Mio. auf mittlerweile 100 Mio. Euro gestiegen[http://www.elbeinsel.de/echo/echo_2008/echo_08-11-24_torgauer-zeitung.html Torgauer Zeitung am 24. November 2008], weshalb der Saalekanal in den Medien oft kritisiert wurde{{Der Spiegel|ID=27078528|Titel=Stolpes Geisterkanal|Autor=|Jahr=2003|Nr=20|Seiten=}}[http://www.elbeinsel.de/echo/echo_2008/echo_08-07-31_faz.html Vordringlicher Bedarf für ein Nutzloses Projekt. Frankfurter Allgemeine Zeitung am 31. Juli 2008][http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/beton-in-flusslandschaften/ Beton in Flusslandschaften, TAZ am 6. Juni 2008]. Gegen den Ausbau der Elbe und die ökologischen Folgeschäden demonstrieren jedes Jahr tausende Menschen entlang der gesamten Elbe[http://www.elbeinsel.de/info/info_2008/info_08-11-28_fackeln.html Regionales Bündnis gegen die Elbvertiefung], zuletzt am 20. September 2009.

Dagegen argumentiert der Verein zur Hebung der Saalschifffahrt (VHdS) mit Befragungsergebnissen von Unternehmen der Region, die von einem möglichen Transportpotenzial von mehr als zwei Millionen Tonnen pro Jahr ausgehen.

Auch hält der VHdS die bis 2010 durch den Bund für die Elbe geplanten Unterhaltungsmaßnahmen zur Gewährleistung einer Fahrtiefe von Hamburg bis Dresden von 1,60 Metern für den Erfolg des Projektes für dringend erforderlich.

Brücken und Fähren über die Saale


Im schiffbaren Abschnitt der Saale ab Halle befinden sich einige Brücken und Fähren:
*die Röpziger Brücke zwischen Halle (Saale) und Schkopau, Ortsteil Hohenweiden
*die Saale durchfließt Halle zum Teil in mehreren Armen. Die Brücken überspannen auch Nebenarme. Zu den Brücken der Stadt gehören u. a. die Genzmerbrücke, Giebichensteinbrücke, Schieferbrücke, Elisabethbrücke, Magistrale (als Teil der Bundesstraße B 80), Pfälzer Brücke, Klausbrücke, Steinmühlenbrücke und für Fußgänger die Forstwerderbrücke, die Rabeninselbrücke, die Salzgrafenbrücke (Mühlgraben; Nebenarm), die Hafenbahnbrücke, die Schwanenbrücke, die Dreierbrücke und die Peißnitzbrücke
*die Autofähre zwischen Brachwitz (Fährstr.) und Bad Neu Ragoczy (Alte Dorfstr.)
*die Brücke der Bundesautobahn A 143 bei Salzmünde (geplant/im Bau)
*die Fußgänger-/Radwegbrücke nördlich von Salzmünde (nicht mehr vorhanden!)
*die Autofähre an der Landesstraße 156 in Wettin
*die Autofähre an der Landesstraße 155/157 in Rothenburg
*die Brücke der Landesstraße 154 zwischen Nelben und Könnern
*die Brücke der Bahnstrecke Halle–Sandersleben bei Könnern
*die Brücke der B 6 in Alsleben
*die Eisenbahnbrücke Alsleben (stillgelegt)
*die Brücke der A 14 bei Poplitz
*die Fußgänger-/Radwegbrücke in Gröna
*die Personenfähre in Bernburg (Saale) (zwischen Schloss Bernburg und Tierpark, kurz vor der Schleuse)
*die Altstadtbrücke in Bernburg (nur für Fußgänger/Radfahrer)
*die Brücke von Landesstraße 50 (ehemals B 71) und B 185 in Bernburg
*die Brücke der Bahnstrecke Güsten–Köthen in Bernburg
*die Eisenbahnbrücke im Bernburger Industriegebiet
*die Brücke von B 6n bzw. B 185 im Rahmen der Ortsumgehung von Bernburg (im Bau)
*die Rohrbrücke zwischen Bernburg und Latdorf
*die Brücke der Landesstraße 73 in Nienburg
*die Gierseilfähre zwischen Calbe und Gottesgnaden
*die Brücke der Landesstraße 63 in Calbe
*die Brücke der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn in Calbe

*die Autofähre an der Kreisstraße K 1243 in Groß Rosenburg

Schleusen der Saale


Zur Gewährleistung der Schiffbarkeit der Saale gibt es im Unterlauf zahlreiche Schleusen:Bodo Müller: Gewässerkarte Deutschland Nordost, Edition Maritim, Hamburg, 2002, ISBN 3-89225-341-2.
*Calbe, Stromkilometer 20,0
*Bernburg, Stromkilometer 36,1
*Alsleben, Stromkilometer 50,3
*Rothenburg, Stromkilometer 58,7
*Wettin, Stromkilometer 70,4
*Trotha (Halle), Stromkilometer 89,2
*Gimritz (Halle), Stromkilometer 92,6
*Halle (Saale), Stromkilometer 93,6
*Böllberg (Halle), Stromkilometer 95,8
*Planena (Halle), Stromkilometer 104,4
*Meuschau, Stromkilometer 113,5
*Rischmühle, Stromkilometer 115,2
*Bad Dürrenberg, Stromkilometer 126,2
*Herrenmühle (Weißenfels), Stromkilometer 141,0
*Brückenmühle (Weißenfels), Stromkilometer 142,5
*Beuditz (Weißenfels), Stromkilometer 143,2

*Öblitz, Stromkilometer 150,6

Binnenhäfen der Saale


*Hafen Halle (Saale), Ortsteil Trotha
*Sophienhafen Halle (Saale), nicht mehr in Betrieb
*Fahrgastschiffhafen Naumburger Blütengrund / Großjena, Heimathafen der Saale-Unstrut SchifffahrtsGmbH

Siehe auch


*Geologie des Mittleren Saaletales

Literatur


* Ernst-Otto Luthardt, Reinhard Feldrapp: An der Saale. Vom Fichtelgebirge durch Thüringen bis zur Elbe. Würzburg 1990. ISBN 3-8035-1335-9.
* Hansjörg Küster: Die Elbe. Landschaft und Geschichte, Kapitel 14: Die Saale. ISBN 978-3-406-56209-9

* Wolf Thieme, Markus Altmann (Fotos): Mitten ins Herz. Sie entspringt in Bayern, durchquert Thüringen und fließt in Sachsen-Anhalt in die Elbe – die Saale ist ein Fluss, der alles verbindet. Und jedem Spaß macht: dem Sportler, dem Kulturfreund, dem Faulenzer. In: stern Nr. 26 (22. Juni 2006), S. 84–89. ([http://www.stern.de/lifestyle/reise/deutschland/:Deutschland-Mitten-Herz/564540.html Online-Version]).

Weblinks


{{Commonscat}}
*[http://www.blaues-band.de/saale/ Blaues Band – Informationen zur Saale in Thüringen und Sachsen-Anhalt]
*[http://www.vhds.de/ Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt]

*[http://www.diesaale.de/ Saaleinitiative Halle]

Einzelnachweise



Kategorie:Fluss in Europa
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Kategorie:Fluss in Sachsen-Anhalt
Kategorie:Fluss in Thüringen
Kategorie:Fichtelgebirge
Kategorie:Bundeswasserstraße

Kategorie:Gewässer in Halle (Saale)

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ro:Saale
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sq:Saale
sr:Зале
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