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Neißeaue

22.05.2012 @ 18:45, Pm,

{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Wappen = Wappen neisseaue.png
|Breitengrad = 51.247
|Längengrad = 14.975
|Lageplan = Neißeaue in GR.svg
|Bundesland = Sachsen
|Direktionsbezirk = Dresden
|Landkreis = Görlitz
|Verwaltungsverband= Weißer Schöps/Neiße
|Höhe = 170
|Fläche = 47.29
|PLZ = 02829
|Vorwahl = 035820, 035892 (Kaltwasser), 035825 (Kaltwasser)
|Kfz = GR
|Gemeindeschlüssel = 14626330
|Gliederung = 8 Gemeindeteile
|Adresse = Dorfallee 31
OT Groß Krauscha
02829 Neißeaue
|Adresse-Verband = Straße der Einheit 79
02923 Kodersdorf
|Website = [http://www.neisseaue.de/ www.neisseaue.de]
|Bürgermeister = Ernst Ewald

}}

Neißeaue ist die östlichste Gemeinde Deutschlands. Sie liegt im sächsischen Landkreis Görlitz zwischen der Kleinstadt Rothenburg/O.L. und der Kreisstadt Görlitz an der Grenze zu Polen. Die Gemeinde mit Sitz im Ortsteil Groß Krauscha gehört zum Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße.

Geographie

miniatur|links|Östlichster Punkt Deutschlands zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf

Geographische Lage

Neißeaue liegt im äußersten Osten des Landkreises in einem waldreichen Gebiet im Neißetal. Sie befindet sich etwa 10 km nördlich von Görlitz und 10 km südöstlich von Niesky. In den heutigen Grenzen Deutschlands liegen Zentendorf, Deschka und Zodel als einzige Orte (etwa 2 km) östlich des 15. Längengrades. Da dieser eine Zeitdifferenz von genau + 1 Std. zum Nullmeridian in Greenwich markiert, entspricht eigentlich nur hier die wahre Ortszeit der Mitteleuropäischen Zeit.

Zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf (östlichste Ortschaft Deutschlands) befindet sich in einer Flussschleife der Neiße der östlichste (15° 2' 20") Punkt Deutschlands.

Umgebende Gemeinden sind die Stadt Rothenburg/O.L. im Norden, Horka im Nordwesten, Kodersdorf im Westen, Schöpstal im Südwesten und die Stadt Görlitz im Süden. Auf polnischer Neißeseite grenzt nur die Stadt- und Landgemeinde Pieńsk (Penzig) an.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Neißeaue wurde zum 1. Juli 1995 als eine politisch-wirtschaftliche Verwaltungseinheit neu gebildet. Ihre Vorgängergemeinden waren Groß Krauscha (mit Neu Krauscha), Kaltwasser (mit Klein Krauscha) und Zodel.[http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung,templateId=renderPrint.psml StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995] Emmerichswalde wurde dabei als eigener Ortsteil aus dem Ortsteil Groß Krauscha herausgelöst. Zum 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde Deschka (mit Zentendorf) eingegliedert.Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt

Im Dezember 2008 waren die Einwohnerzahlen wie folgt verteilt:Angabe des Einwohnermeldeamtes des Verwaltungsverbandes Weißer Schöps/Neiße; Stand 31. Dezember 2008

{| class="prettytable"
! Ortsteil || Einwohner
|-
| Deschka ||align=right| 303
|-
| Emmerichswalde ||align=right| 11
|-
| Groß Krauscha ||align=right| 350
|-
| Kaltwasser ||align=right| 247
|-
| Klein Krauscha ||align=right| 94
|-
| Neu Krauscha ||align=right| 118
|-
| Zentendorf ||align=right| 167
|-
| Zodel ||align=right| 590
|-
! Gesamt ||align=right| 1880

|}

Geschichte

Der größte Ortsteil ist Zodel, er wurde um 1325 als Zcodel urkundlich erwähnt. Groß Krauscha wurde bereits rund zehn Jahre früher um 1315 als (de) Crushin urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Kaltwasser wurde 1385 als Kaldin Wasser und Klein Krauscha wurde als Cruschow 1408 urkundlich erwähnt.

Von 1377 bis 1396 gehörte die Region zum Herzogtum Lausitz und von 1635 bis zum Jahr 1815 zum Kurfürstentum Sachsen (seit 1806 Königreich Sachsen). Infolge des Wiener Kongresses kamen die Orte an Preußen und wurden 1816 der Provinz Schlesien zugeordnet. Dabei verlief die Grenze zwischen den Landkreisen Rothenburg und Görlitz durch die heutige Gemeinde; Kaltwasser und Klein Krauscha gehörten zum Rothenburger, die restlichen Orte zum Görlitzer Kreis.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten die Orte von 1945 bis 1952 wieder zum Land Sachsen. Durch die Verwaltungsreform von 1952 kamen Kaltwasser und Klein Krauscha zum Kreis Niesky, die restlichen Orte zum Kreis Görlitz (beide Bezirk Dresden). Seit 1990 gehören die Orte wieder zu sächsischen Landkreisen, mit der Gründung des Niederschlesischen Oberlausitzkreises am 1. August 1994 waren sie erstmals in einem gemeinsamen Landkreis.

Gemeindepartnerschaft


Neißeaue unterhält eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Pieńsk, die sich am gegenüberliegenden Neißeufer befindet. Diese Partnerschaft nahm ihren Anfang, als im Jahr 1992 eine gemeinsame Kläranlage geplant und 1994 schließlich in Pieńsk gebaut wurde. Im August 2000 wurde diese Partnerschaft mittels eines Partnerschaftsvertrags gefestigt, mit dem auch die kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärkt werden soll. Beim jährlichen Brückenfest verbindet eine Brücke dabei ein Wochenende lang beide Gemeinden.{{internetquelle |url=http://www.neisseaue.de/?page=gemeinde/index_gemeinde&gemeinde=gemeinde/partnerschaft |titel=Gemeinde Neißeaue – Partnerschaften |zugriff=1. August 2008}}

Sehenswürdigkeiten


*Kulturinsel Einsiedel bei Zentendorf
*Gotische Evangelische Kirche in Zodel
*Traugott-Gerber-Museum
*Vogelpark Deschka
*Wurzelpark

*Östlichster Punkt Deutschlands zwischen Deschka und Zentendorf

Verkehr


Die Bundesautobahn 4 verläuft einige Kilometer südlich der Gemeinde, von der sie über die Anschlussstellen Kodersdorf oder Görlitz (ca. 6 km) zu erreichen ist. Entlang der Neiße verläuft die Staatsstraße 84S 12785, die von Bad Muskau über Rothenburg/O.L. nach Görlitz führt. Die Bahnstrecke Berlin–Görlitz führt durch die Gemeinde.

Persönlichkeiten


Der Mediziner und Botaniker Traugott Gerber wurde im Januar 1710 in Zodel geboren. Nach ihm wurde die Gerbera benannt.

Quellen und weiterführende Literatur

Literatur

* {{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises |Verlag=Lusatia Verlag |Ort=Bautzen |Jahr=2006 |ISBN=978-3-929091-96-0 |Seiten=328–332}}

Fußnoten


Weblinks


{{Commonscat}}
* [http://www.neisseaue.de Gemeinde Neißeaue]

* {{HOV}}

{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Görlitz}}

{{Normdaten|TYP=g|GND=7720866-3}}

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Kategorie:Ort in der Oberlausitz

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hsb:Nysowa łućina
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