Navigation


Monarchie

25.05.2012 @ 20:48, Wheeke,

{{Weiterleitungshinweis|Monarch|Siehe auch: Monarch (Begriffsklärung).}}
{{Regierungssysteme der Welt}}
thumb|upright=1.5|Monarchien

Der Begriff Monarchie stammt von griechisch {{polytonisch|μοναρχία}} monarchía ab, das sich aus den Wörtern μόνος monos „ein“ und {{polytonisch|ἀρχεῖν}} archein „herrschen“ zusammensetzt, und bedeutet „Alleinherrschaft“. Er bezeichnet eine Staats- bzw. Herrschaftsform, bei der ein Monarch oder eine Monarchin das Amt des Staatsoberhauptes innehat (und bildet somit das Gegenstück zum modernen Republikbegriff). Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach Form der Monarchie variieren: Dieses Spektrum reicht von fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie). Die entartete, illegitime und despotische Form der Monarchie ist die Tyrannis. Zusätzlich wird zwischen Erb- und Wahlmonarchie unterschieden: In der erstgenannten Form wird der Herrscher durch Erbfolge, in der zweitgenannten durch eine Wahl meist auf Lebenszeit bestimmt. In Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich (sehr verbreitet in antiken Reichen, z. B. im alten Ägypten oder im Römischen Reich, aber auch in neuerer Zeit, z. B. im Kaiserreich China oder bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan).

Die die Monarchie rechtfertigende Staatstheorie beziehungsweise -ideologie ist der Monarchismus oder auch Royalismus. Ein Anhänger der Monarchie wird als Monarchist oder Royalist bezeichnet, ein Gegner als Republikaner, Monarchomach, oder auch Antimonarchist.

Geschichtliche Entwicklung


{{Lückenhaft}}

Die Art von Monarchie, welche sich durch den Bezug auf eine Gottheit legitimiert, kann bis in das alte Ägypten zurückgeführt werden, wo der Pharao als Gott verehrt wurde. Ähnliches gilt für das kaiserliche System im alten China, das den Herrscher unter anderem als „Sohn des Himmels“ ({{zh|c=天子|p=tiānzi}}) bezeichnete, in seiner Herrschaft ein „Mandat des Himmels“ ({{zh|kurz=|c=天命|p=tiānmìng}}) erblickte und ihm dadurch absolute Macht verlieh.

Zur gelegentlich vorkommenden parallelen Herrschaft mehrerer Monarchen, siehe Dyarchie. Siehe zur Geschichte auch König.

Wahl- und Erbmonarchie


Die Wahlmonarchie (mit oft eingeschränktem Kandidaten- und Wählerkreis) scheint historisch älter als die Erbmonarchie zu sein, die die Bürgerkriegsgefahr bei der Erbfolge erfolgreich verringerte. Das Königreich Polen und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation waren bis zu ihrem Ende Wahlmonarchien, im Jahre 2010 waren es folgende drei Länder: der Vatikan, Malaysia und die Vereinigten Arabische Emirate.

In Europa war bis zur Christianisierung meist eine Form der Wahlmonarchie zu finden. Sowohl germanische als auch keltische Stämme wählten ihre „Häuptlinge“, welche jedoch in der Regel mächtigen und einflussreichen Familienclans entstammten. Dennoch galt für diese keine automatische Erbfolge wie in einer Erbmonarchie. Bei Tod oder bei Verlust des Königsheils wurde ein neuer Anführer durch verschiedene Rituale (Thing, Schilderhebung) gewählt oder proklamiert. In der sächsischen Ordnung wurde nur für die Zeit eines Krieges, eines Feld- oder Beutezuges ein Herzog gewählt, der nach Ende dieses Krieges wieder zum einfachen Freien wurde. Eine andere Herrschaft wurde von den freien Bauernkriegern abgelehnt.

Diese vorfeudalistische Ordnung, die teilweise demokratische Züge hatte, fand ihr Ende mit der Christianisierung. Als im Römischen Reich Kaiser Konstantin der Große mit dem Toleranzedikt von Mailand im Jahr 313 das Christentum den anderen Religionen gleichstellte, begann eine Allianz zwischen den kirchlichen Institutionen und der staatlichen Autorität. Die damalige Kirche legitimierte die absolute Herrschaft und die Erbfolge mit der Ideologie der Herrschaft von Gottes Gnaden. Im Gegenzug sicherte sie sich selbst dadurch eine privilegierte Stellung und Partizipation an der Macht, die sie in den meisten Ländern bis in die Zeit der Französischen Revolution behielt.

Europa wurde im Mittelalter zunehmend von Erbmonarchien beherrscht: Der Monarch stand an der Spitze eines Gefüges regional mehr oder weniger homogener Herrschaftsgebiete, die als Lehen an Gefolgsleute vergeben wurden. Dieses Feudalsystem bildete die Grundlage der Verwaltung und des Militärwesens in den beherrschten Gebieten, litt jedoch am zunehmenden Anspruch der Lehnsnehmer, selbst in Erbfolge über ihre Gebiete zu verfügen und aus diesen wiederum an Gefolgsleute Lehen zu vergeben. Bis zum Aufziehen früher Formen des modernen Staats verliert der römisch-deutsche oder polnische Monarch daher faktisch immer weiter an Macht an den so gebildeten feudalen Adel; während die französische oder preußische Monarchie ihn entmachtete und eine absolutistische Monarchie durchsetzen konnte.

Formen der Monarchie


700px|center

Mit dem Entstehen des modernen Staats bilden sich im Europa der Neuzeit drei Formen der Monarchie heraus:

Absolute Monarchie


{{Hauptartikel|Absolutismus}}

In dieser Form besitzt der Monarch dem Anspruch nach die alleinige Staatsgewalt; der Adel verliert seine Position im Feudalsystem im Austausch gegen Privilegien im Staats- und Militärwesen. Der Monarch ist „legibus absolutus“ (lateinisch für „von den Gesetzen losgelöst“), das bedeutet, dass er den Gesetzen, die er selbst erlässt, nicht untersteht. Das bekannteste Beispiel für den Anspruch auf absolute Herrschaft des Monarchen ist der Sonnenkönig Ludwig XIV., dessen Selbstverständnis {{"-fr|L’État, c’est moi|Übersetzung=Der Staat, das bin ich}} als geradezu prototypisch für diese Entwicklung angesehen werden kann. Der absolute Machtanspruch ist auf Dauer jedoch nicht gegen den Adel und das aufstrebende Bürgertum durchzusetzen; dort, wo die absolute Monarchie überlebt, nimmt sie Elemente der Republik oder Demokratie an. Trotz Schwierigkeiten in der Abgrenzung des Begriffes können heute (2011) Brunei, die Vatikanstadt, Saudi-Arabien, Swasiland und eventuell noch andere arabische Monarchien am Persischen Golf als derzeit existierende absolute Monarchien gelten. In Nepal musste der bis dahin absolut regierende König im Frühjahr 2006 seine weitgehende Entmachtung hinnehmen.[http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/7158670.stm BBC: Nepal monarchy abolished] Im Mai 2008 wurde in Nepal die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen.http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&storyID=2008-05-29T050409Z_01_WEI918237_RTRDEOC_0_NEPAL-REPUBLIK.xml Reuters:Nepal stimmt für Ende der Monarchie In Bhutan wurde die absolute Monarchie am 18. Juli 2008[http://www.telegraphindia.com/1080719/jsp/foreign/story_9569850.jsp Ausrufung der konstitutionellen Monarchie] durch eine Verfassung in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt. Die entartete, despotische und selbstherrliche Form der absoluten Monarchie wird auch als Tyrannis bezeichnet.

Konstitutionelle Monarchie


thumb|300px|Konstitutionelle Monarchie (Schema)

{{Hauptartikel|Konstitutionelle Monarchie}}

In einer konstitutionellen Monarchie ist die Macht des Monarchen nicht mehr absolut, also uneingeschränkt, sondern von der Verfassung geregelt, die Regierung wird aber weiterhin vom Monarchen und nicht von einer Volksvertretung gelenkt. Ein Beispiel dafür ist das deutsche Kaiserreich (1871–1918). Das Fürstentum Liechtenstein hingegen ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage, in der die Regierung vom liechtensteinischen Landtag bestimmt und lediglich vom Fürsten ernannt wird. Das Fürstentum Liechtenstein stellt so eine Mischform zwischen parlamentarischer und konstitutioneller Monarchie dar. Der britische Monarch besitzt zwar theoretisch die Befugnisse eines konstitutionellen Monarchen, übt diese aber aufgrund eines jahrhundertelangen Gewohnheitsrechts nicht mehr aus, so dass er de facto ein parlamentarischer Monarch ist. Denselben Fall bietet das Königreich Norwegen. Auch in Luxemburg hat der Großherzog von seinem Recht, das Parlament aufzulösen, bisher noch keinen Gebrauch gemacht.

thumb|300px|Parlamentarische Monarchie (Schema)

Parlamentarische Monarchie


Bei der parlamentarischen Monarchie hat der Monarch im Gegensatz zur konstitutionellen Monarchie nicht die Möglichkeit, die Regierung abzusetzen und übt in der Regel wenig Einfluss auf die Staatsgeschäfte aus, da diese vom Parlament und der Regierung geführt werden (siehe Parlamentarismus). Daher kommen dem Monarchen zumeist nur noch repräsentative Aufgaben zu. In Europa ist diese Staatsform in Luxemburg, Belgien, Dänemark, im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Spanien anzutreffen, außerhalb Europas zum Beispiel in Japan, Australien und Kanada. Parlamentarische Monarchien besitzen immer auch ein Parlamentarisches Regierungssystem.

Liste der gegenwärtigen Monarchien


Anerkannte, unabhängige Staaten


Die folgende Liste umfasst 44 Monarchien, davon 43 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sowie der Vatikan (offiziell vertritt der Heilige Stuhl den Vatikan als Völkerrechtssubjekt in diplomatischen Beziehungen). Folglich sind etwa 23,3% der anerkannten unabhängigen Staaten Monarchien. Die Liste der unabhängigen souveränen Monarchien umfasst derzeit folgende Staaten:

{| border="2" cellpadding="4" cellspacing="0" style="margin: 1em 1em 1em 0; border: 1px #aaa solid; border-collapse: collapse; font-size: 95%;"
|-
!colspan="2"|Land
! rowspan=1 valign="top" |
Monarchie
! rowspan=1 solid black;" valign="top" |
Monarch
! rowspan=1 solid black;" valign="top" |
Aktuell
! rowspan=1 solid black;" valign="top" |
Anmerkungen
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|1 Kaiserreich
|-
|border|31px
|Japan
|Parlamentarisch
|Kaiser
|Akihito
|Der japanische Kaiser hat keinerlei politische Macht inne. Er nimmt rein repräsentative Aufgaben wahr. Japan ist auch die älteste noch existierende Monarchie der Welt. Die japanischen Kaiser werden Tennō ({{lang|ja-Hani|天皇}}, japanisch für „Himmlischer Herrscher“) genannt.
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|33 Königreiche
|-
|31px
|Antigua und BarbudaCommonwealth-Königreiche (Monarchien, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist und jeweils von einem Generalgouverneur vertreten wird).''
|rowspan="3"|Parlamentarisch-konstitutionell
|rowspan="3"|Königin
|rowspan="3"|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Australien
|—
|-
|31px
|Bahamas
|—
|-
|border|31px
|Bahrain
|Konstitutionell
|König
|Hamad ibn Isa Al Chalifa
|Bis 2002 Emirat, seitdem Königreich. Nach den im Jahr 2000 begonnenen demokratischen Reformen heute konstitutionelle Monarchie.
|-
|31px
|Barbados
|Parlamentarisch-konstitutionell
|Königin
|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Belgien
|Parlamentarisch
|König
|Albert II.
|—
|-
|31px
|Belize
|Parlamentarisch-konstitutionell
|Königin
|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Bhutan
|Konstitutionell
|König
|Jigme Khesar Namgyel Wangchuck
|Buddhistische absolute Monarchie von 1907 bis 18. Juli 2008, seitdem konstitutionelle Monarchie. Die Könige von Bhutan werden Druk Gyalpo (Dzongkha für „Drachenkönig“) genannt.
|-
|31px
|Dänemark
|rowspan="3"|Parlamentarisch
|rowspan="3"|Königin
|Margrethe II.
|Der dänische Monarch ist gleichzeitig auch Oberhaupt Grönlands und der Färöer. Seit 1953 steht die Thronfolge auch Frauen offen.
|-
|31px
|Grenada
|rowspan="2"|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Jamaika
|—
|-
|31px
|Jordanien
|rowspan="2"|Konstitutionell
|rowspan="2"|König
|Abdullah II.
|1921 vom Vereinigten Königreich etabliert.
|-
|31px
|Kambodscha
|Norodom Sihamoni
|Seit der neuen Verfassung von 1993 wieder Monarchie.
|-
|31px
|Kanada
|Parlamentarisch-konstitutionell
|rowspan="2"|Königin
|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Königreich der Niederlande
|rowspan="3"|Parlamentarisch
|Beatrix I.
|Teilt sich auf in die Niederlande mit ihren 12 Provinzen und 3 besonderen Gemeinden (BES-Inseln) sowie die autonomen Landesteile Aruba, Curaçao und Sint Maarten.
|-
|31px
|Lesotho
|rowspan="3"|König
|Letsie III.
|Bis 1965 „Oberster Häuptling“. Der König hat keine exekutiven oder legislativen Aufgaben.
|-
|31px
|Malaysia
|Abdul Halim Mu'adzam Shah
|Wahlmonarchie. Malaysia besteht aus dreizehn Bundesstaaten, darunter neun Sultanate (siehe dazu Abschnitt „Subnationale Monarchien“). Der König wird alle fünf Jahre von den neun Sultanen des Landes aus ihrem Kreis nach Rotationsprinzip gewählt. Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet Yang di-Pertuan Agong, auf deutsch „Oberster Herrscher“.
|-
|31px
|Marokko
|Konstitutionell
|Mohammed VI.
|—
|-
|31px
|Neuseeland
|Parlamentarisch-konstitutionell
|Königin
|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Norwegen
|Parlamentarisch-konstitutionell
|König
|Harald V.
|Besteht seit 872, mehrmals in Personalunion. Selbstständiges Königreich seit 1905. Seit 1990 steht die Thronfolge auch Frauen offen.
|-
|31px
|Papua-Neuguinea
|rowspan="2"|Parlamentarisch-konstitutionell
|rowspan="2"|Königin
|rowspan="2"|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Salomonen
|—
|-
|31px
|Saudi-Arabien
|Absolut
|rowspan="3"|König
|ʿAbd Allah ibn ʿAbd al-ʿAziz
|Islamische Monarchie. Seit 1932 vereinigt.
|-
|31px
|Schweden
|rowspan="2"|Parlamentarisch
|Carl XVI. Gustaf
|Seit 1979 steht die Thronfolge auch Frauen offen.
|-
|31px
|Spanien
|Juan Carlos I.
|1947 unter der Franco-Diktatur wieder zum Königreich erklärt, de facto seit 1975.
|-
|31px
|St. Kitts und Nevis
|rowspan="3"|Parlamentarisch-konstitutionell
|rowspan="3"|Königin
|rowspan="3"|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|St. Lucia
|—
|-
|31px
|St. Vincent und die Grenadinen
|—
|-
|31px
|Swasiland
|Absolut
|rowspan="3"|König
|Mswati III.
|Demokratisierungsprozess läuft.
|-
|31px
|Thailand
|rowspan="2"|Konstitutionell
|Bhumibol Adulyadej (Rama IX.)
|Buddhistische Monarchie.
|-
|31px
|Tonga
|Tupou VI.
|Der traditionell polynesische Königstitel „Tu'i tongo“ wurde 1865 vor Beginn des britischen Protektorats durch einen westlichen ersetzt.
|-
|31px
|Tuvalu
|rowspan="2"|Parlamentarisch-konstitutionell
|rowspan="2"|Königin
|rowspan="2"|Elisabeth II.
|—
|-
|31px
|Vereinigtes Königreich
|Der britische Monarch ist gleichzeitig auch Oberhaupt folgender Kronbesitzungen (und damit direkt der Krone unterstellt) oder Überseegebiete (ehemalige Kronkolonien): Guernsey, Jersey, Isle of Man, Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Kaimaninseln, Falklandinseln, Gibraltar, Montserrat, Pitcairninseln, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln und die Turks- und Caicosinseln.
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|1 Großherzogtum
|-
|31px
|Luxemburg
|Parlamentarisch
|Großherzog
|Henri I.
|Bis 1890 von den niederländischen Monarchen regiert.
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|3 Fürstentümer
|-
|rowspan="2"|31px
|rowspan="2"|Andorra
|rowspan="2"|Parlamentarisch-konstitutionell
|rowspan="2"|Kofürsten
|Bischof Joan Enric Vives i Sicília
|rowspan="2"|Andorra ist eine Dyarchie, da es zwei gleichberechtigte Staatsoberhäupter hat, nämlich den amtierenden Bischof von Urgell und den aktuellen französischen Staatspräsidenten.
|-
|François Hollande
|-
|31px
|Liechtenstein
|rowspan="2"|Konstitutionell
|rowspan="2"|Fürst
|Hans Adam II.
|—
|-
|border|31px
|Monaco
|Albert II.
|—
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|2 Sultanate
|-
|31px
|Brunei
|rowspan="2"|Absolut
|rowspan="2"|Sultan
|Hassanal Bolkiah
|Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet „Sultan und Yang Di-Pertuan“, auf Deutsch „Oberster Herrscher“.
|-
|border|31px
|Oman
|Qabus ibn Said
|—
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|3 Emirate (Scheichtümer)
|-
|border|31px
|Katar
|Absolut
|rowspan="2"|Emir
|Hamad bin Chalifa Al Thani
|—
|-
|31px
|Kuwait
|Konstitutionell
|Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah
|Bis 1991 absolute Monarchie, zwischen 1991 und 1996 Bildung eines Parlaments.
|-
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|Föderal-konstitutionell
|Staatspräsident
|Chalifa bin Zayid Al Nahyan
|Wahlmonarchie, bestehend aus 7 Emiraten (siehe dazu Abschnitt „Subnationale Monarchien“). Formell kann jeder der sieben Emire des Bundes zum Bundesoberhaupt gewählt werden, traditionell wird aber immer der aktuelle Emir von Abu Dhabi gewählt.
|- bgcolor="#DADADA"
!colspan="6"|1 souveräne territoriale Basis des Heiligen Stuhls
|-
|border|31px
|Vatikanstadt
|Absolut
|Papst
|Benedikt XVI.
|Letzte absolute Monarchie Europas und einzige christliche Theokratie der Welt. Der Papst wird von wahlberechtigten Kardinälen im Konklave gewählt und ist als Bischof von Rom und Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ex officio Monarch der Vatikanstadt.

|}

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gibt es keine souveränen Grafschaften und Freiherrschaften mehr. Fußnoten zur Liste:

Subnationale Monarchien


Abgesehen von den oben aufgeführten Ländern gibt es folgende kleine Monarchien, die jeweils innerhalb eines international anerkannten unabhängigen Staates liegen.

{| class="prettytable sortable" style="Font-Size:100%"
|-----bgcolor="#D0D0D0"
! !align="center" width="60" | Land
!align="center"| Monarch
!align="center"| Aktuell
! !align="center"| Oberhoheit
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Abu Dhabi
|Emir
|Chalifa bin Zayid Al Nahyan
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Adschman
|Emir
|Humaid bin Raschid an-Nu'aimi
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Alo
|König („Tu'i“)
|Petelo Vikena
|31px
|Frankreich
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Ankole
|„Omugabe“
|Ntare VI.
|31px
|Uganda
|-bgcolor="#EAEAEA"
| |Anufu
|„Soma“
|Na Bema
|31px
|Togo
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Aschanti
|König („Asantehene“)
|Otumfuo Tutu II.
|31px
|Ghana
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Bafokeng
|König („Kgosi“)
|Leruo Molotlegi
|31px
|Südafrika
|-bgcolor="#EAEAEA"
| |Bafut
|„Fon
|Abumbi II.
|31px
|Kamerun
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Buganda
|König („Kabaka“)
|Ronald Muwenda Mutebi II.
|31px
|Uganda
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Bunyoro
|„Omukama“
|Iguru I.
|31px
|Uganda
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Busoga
|„Kyabazinga“
|Henry Wako Muloki
|31px
|Uganda
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Dubai
|Emir
|Muhammad ibn Raschid Al Maktum
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Ewe
|König
|Céphas Bansah
|31px
|Ghana
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Fudschaira
|Emir
|Hamad ibn Muhammad asch-Scharqi
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Johor
|Sultan
|Mahmud Iskandar Al-Haj
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Kedah
|Sultan
|Tuanku Abdul Halim
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Kelantan
|Sultan
|Ismail Petra
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
| |Kotokolien
|Häuptling („Uro Eso“)
|Yusuf Ayeva
|31px
|Togo
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Māori-Reich
|König
|Tuheitia Paki
|31px
|Neuseeland
|-bgcolor="#EAEAEA"
|18px
|diverse
|König, Kaptein,
Traditioneller Führer
|Liste der traditionellen Führer in Namibia
|31px
|Namibia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Negeri Sembilan
|Sultan
|Mizan Zainal Abidin
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Pahang
|„Yang di-Pertuan Besar“
|Tuanku Jaafar
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Perak
|Sultan
|Azlan Shah
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Perlis
|Radscha
|Tuanku Syed Sirajuddin
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Ra’s al-Chaima
|Emir
|Saqr ibn Muhammad al-Qasimi
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Schardscha
|Emir
|Sheikh bin Mohamed Al-Qasimi
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Selangor
|Sultan
|Sharafuddin Idris Shah
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Sigave
|König, Häuptling („Tu'i“)
|Visesio Moeliku
|31px
|Frankreich
|-bgcolor="#EAEAEA"
| |Tenkodogo
|„Naaba“
|Tigre I.
|31px
|Burkina Faso
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Terengganu
|Sultan
|Mizan Zainal Abidin
|31px
|Malaysia
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Toro
|„Omukama“
|Rukidi IV.
|31px
|Uganda
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Umm al-Qaiwain
|Emir
|Raschid ibn Ahmad al-Mu'alla
|31px
|Vereinigte Arabische Emirate
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Uvea
|König („Tu'i“)
|Kapeliele Faupala
|31px
|Frankreich
|-bgcolor="#EAEAEA"
| |Wogodogo
|„Naaba“
|Baongo II.
|31px
|Burkina Faso
|-bgcolor="#EAEAEA"
|31px
|Zululand
|König
|Goodwill Zwelethini kaBhekuzulu
|31px
|Südafrika

|}

Siehe auch


* Monarchismus in Deutschland
* Republik
* Liste der Herrscherlisten
* Thronprätendent
* Tyrannis
* Autokratie

* Despotie

Weblinks


{{Wikiquote|Monarchie}}

{{Wiktionary|Monarchie}}

Literatur


* Horst Dreitzel: Monarchiebegriffe in der Fürstengesellschaft. Semantik und Theorie der Einherrschaft in Deutschland von der Reformation bis zum Vormärz. 2 Bände. Böhlau, Köln u. a. 1991, ISBN 3-412-22788-9
* Hartmut Fähndrich (Hrsg.): Vererbte Macht. Monarchien und Dynastien in der arabischen Welt. Campus, Frankfurt am Main und New York 2005, ISBN 3-593-37733-0
* Tobias Friske: Staatsform Monarchie. Was unterscheidet eine Monarchie heute noch von einer Republik?. Magisterarbeit (überarbeitete Fassung), Universität Freiburg 2007 ([http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3325/ Volltext])
* Pierre Miquel: Europas letzte Könige. Die Monarchie im 20. Jahrhundert. DVA, Stuttgart 1994, ISBN 3-421-06692-2 (zuletzt: Albatros, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-96149-1)
* Tobias Opelland: Die europäische Monarchie. Ihre Entstehung, Entwicklung und Zukunft. Merus, Hamburg 2007, ISBN 978-3-939519-52-2

* Gisela Riescher/Alexander Thumfart, Monarchien, Nomos, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3827-7

{{Normdaten|SWD=4040034-7}}


Kategorie:Antike Verfassungstheorie
Kategorie:Monarchische Staatsform

Kategorie:Herrschaftsform

{{Link FA|sw}}

af:Monargie
als:Monarchie
an:Monarquía
ar:ملكية
arz:ملكيه
az:Monarxiya
ba:Монархия
bar:Monarchie
bat-smg:Muonarkėjė
be:Манархія
be-x-old:Манархія
bg:Монархия
bn:রাজতন্ত্র
bo:རྒྱལ་སྲིད།
br:Rouantelezh
bs:Monarhija
ca:Monarquia
crh:Monarhiya
cs:Monarchie
cv:Монархи
cy:Brenhiniaeth
da:Monarki
el:Μοναρχία
Monarchy
eo:Monarkio
es:Monarquía
et:Monarhia
eu:Monarkia
fa:پادشاهی
fi:Monarkia
fiu-vro:Monarhia
fo:Kongsveldi
Monarchie
fy:Monargy
ga:Monarcacht
gl:Monarquía
hak:Kiûn-chú-chṳ
he:מונרכיה
hi:राजतन्त्र
hif:Rajshahi
hr:Monarhija
hu:Monarchia
hy:Միապետություն
ia:Monarchia
id:Monarki
io:Monarkio
is:Konungsríki
it:Monarchia
ja:君主制
jv:Monarki
ka:მონარქია
kk:Монархия
ko:군주제
krc:Монархия
kv:Монархия
la:Monarchia
lad:Monarkiya
lb:Monarchie
lt:Monarchija
lv:Monarhija
mk:Монархија
ml:രാജവാഴ്ച
mn:Хаант засаг
ms:Pemerintahan beraja
mwl:Monarquie
nah:Centēpacholiztli
nds:Monarkie
nds-nl:Monaarchie
nl:Monarchie
nn:Monarki
no:Monarki
oc:Monarquia
pfl:Monarchie
pl:Monarchia
pnb:بادشآئی
pt:Monarquia
qu:Qhapaq suyu
ro:Monarhie
ru:Монархия
rue:Монархія
sah:Монархия
sc:Monarchia
scn:Munarchìa
sh:Monarhija
simple:Monarchy
sk:Monarchia
sl:Monarhija
sq:Monarkia
sr:Монархија
ss:Bukhosi
sv:Monarki
sw:Ufalme
ta:முடியாட்சி
th:ราชาธิปไตย
tl:Monarkiya
tr:Monarşi
tt:Монархия
uk:Монархія
uz:Monarxiya
vec:Monarchìa
vi:Chế độ quân chủ
vls:Monarchie
war:Monarkyá
xal:Хаани йосн
yi:קעניגרייך
yo:Àdájọba
zh:君主制
zh-min-nan:Kun-ông-chè-tō͘

weiter

Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Monarchie der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.