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M. DuMont Schauberg

26.05.2012 @ 00:51, Ifindit,

{{Infobox Unternehmen
| Name = Mediengruppe
M. DuMont Schauberg
| Logo = 250px|Logo M. DuMont Schauberg
| Unternehmensform = GmbH & Co. KG
| Gründungsdatum = 1620
| Sitz = {{DEU|#}} Köln
| Leitung = Alfred Neven DuMont
Vorsitzender des Aufsichtsrats
| Mitarbeiterzahl = 4192 (2010){{Internetquelle| url = http://www.dumont.de/dumont/de/100801/unternehmen/daten | titel = M. DuMont Schauberg - Unternehmen - Personen/Daten| zugriff= 10. Dezember 2011| autor = M. DuMont Schauberg}}
| Umsatz = 711,3 Mio (2010){{Internetquelle| url = http://www.dumont.de/dumont/de/100802/unternehmen/daten | titel = M. DuMont Schauberg - Unternehmen - Personen/Daten| zugriff= 10. Dezember 2011| autor = M. DuMont Schauberg}}
| Branche = Verlag
| Produkte = Tageszeitungen
| Homepage = http://www.dumont.de/

}}

thumb|Neven-DuMont-Haus in [[Köln-Niehl]]

M. DuMont Schauberg ist eines der größten und ältesten deutschen Verlagshäuser mit Sitz in Köln. Heute wird das Unternehmen in der 12. Generation geführt. Konsolidierende Konzernobergesellschaft ist die M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG (Amtsgericht Köln HR A 753). Die Gruppe erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 707 Millionen Euro (2008: 692 Millionen Euro) und einen Überschuss von rund 500.000 Euro.[http://meedia.de/nc/details-topstory/article/dumont--gewinneinbruch-um-96-prozent_100029948.html?tx_ttnews “Verlag will Sparpotenziale und Synergieeffekte ausloten”], abgerufen am 26. Mai 2012

Geschichte


thumb|Marcus DuMont, Relief am DuMont-Brunnen, Breite Straße, Köln
thumb|Kölner Notgeld von 1921 mit Unterschrift Adenauers und Eindruck „M. Dumont Schauberg, Köln“
74[[:Datei:10 Pfennig Köln 1920 front.jpg|10 Pfennig und Rückseiten
]]

Die Wurzeln der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg liegen in den Anfängen des 17. Jahrhunderts: Die 1626 gegründete Druckerei von Bertram Hildenund seinem Sohn Peter Hilden (†1683)[http://www.zeno.org/Schmidt-1902/A/DuMont-Schauberg,+Familie “DuMont-Schauberg, Familie”], abgerufen am 26. Mai 2012 fortgeführt, ging 1735 in der Druckerei von Gereon Arnold Schauberg auf. Die spätere Kölnische Zeitung wurde bei Schauberg und dessen Erben gedruckt. Am 10. Juni 1805 ging die Druckerei in den Besitz von Marcus Du Mont über.

Der Kölner Stadt-Anzeiger erschien im Jahre 1876 als regionale Ergänzung und Anzeigenblatt zur überregionalen Kölnischen Zeitung und in Konkurrenz zum Generalanzeiger der Stadt Köln, welcher ein Jahr zuvor von Joseph La Ruelle in Köln herausgegeben aber bald nach Erscheinen des Kölner Stadtanzeigers wieder eingestellt wurde. In der Weimarer Republik ließ die Stadt Köln bei DuMont das Notgeld drucken.
{{Quellen}}

Die Rolle und die Verstrickungen des Vorlagshauses in der Nazizeit, insbesondere die des Mitinhabers Kurt Neven DuMonts ist Gegenstand von Kontroversen. Die Familie sah sich stets als Opfer der braunen Machthaber und überzieht heute noch kritisch berichtende Journalisten und Medien, wie den SPIEGEL und den Historiker Ingo Niebel („Profiteure der Arisierung“) mit Prozessen und erwirkt relativierende Klarstellungen.[http://www.bdwi.de/forum/archiv/archiv/527607.html “Böse Taten, keine Täter”], abgerufen am 26. Mai 2012 Die NSDAP-Mitgliedschaft Kurt Neven DuMonts wurde bis zu den Recherchen des Spiegels und Ingo Niebels verheimlicht, ja geleugnet.[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/befleckte-familienehre/2626262.html?p2626262=all “Befleckte Familienehre”], abgerufen am 26. Mai 2012 Das Haus versucht zwar, die eigene Geschichte durch Mitarbeit des Unternehmenshistorikers Manfred Pohl aufzuarbeiten („Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur“). Diese Darstellung wird aber oft als „relativierend“ angesehen.[http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/02/27/a0220 “Im Schatten des Vaters”], abgerufen am 26. Mai 2012

Die Verlagsinhaber arbeiteten schon vor der Machtergreifung Hitlers mit den braunen Machthabern eng zusammen und setzten sich schon vor 1933 vehement für ein Zusammengehen des Bürgertums mit Hitler ein. Nach 1933 zogen Kurt Neven DuMont und das Verlaghaus hohe Gewinne aus der Zusammenarbeit mit den Nazis. Zuerst aus der Übernahme „arisierten“ jüdischer Grundstücke, zudem profitierte das Haus vom deutschen Angiffskrieg. „Die Kölnische gehörte zu den wenigen Zeitungen, die die Propagandaabteilung der Wehrmacht für so linientreu hielten, dass sie sie den Frontsoldaten zukommen ließen.“[http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/02/27/a0220 “Im Schatten des Vaters”], abgerufen am 26. Mai 2012Die Kölnische Zeitung und der Stadtanzeiger konnten, im Gegensatz zu anderen Zeitungen im Deutschen Reich noch bis kurz vor dem Einmarsch der Alliierten erscheinen.[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/befleckte-familienehre/2626262.html?p2626262=all “Befleckte Familienehre”], abgerufen am 26. Mai 2012

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Stadt-Anzeiger nach dem Wiedererscheinen 1949 als führende Kölner Zeitung aus einem harten Wettbewerbskampf mit der 1946 gegründeten, der CDU nahestehenden Kölnischen Rundschau hervor.

1964 kam die Boulevardzeitung Express auf den Markt, die die Monopolstellung der Bild in der Region brechen konnte.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung erfolgte die Übernahme der Mitteldeutschen Zeitung. Das lokale Konkurrenzblatt Kölnische Rundschau wurde 1999 übernommen.

Am 6. Juli 2005 hob das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf das Veto des Bundeskartellamts auf. DuMont Schauberg durfte daraufhin 9,015 Prozent am Verlag des Bonner General-Anzeigers übernehmen.

2006 wurden 50 Prozent der Anteile und eine Stimme der Frankfurter Rundschau von dem Medienbeteiligungsunternehmen Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft der SPD sowie alle Anteile des Bundesanzeiger Verlags übernommen. Am 13. August desselben Jahres wurden 25 Prozent der israelischen Haaretz-Gruppe in Form einer Direktinvestition von 25 Millionen Euro gekauft.

Am 13. Januar 2009 teilte der Verlag mit, dass er die Aktivitäten der Mecom Group in Deutschland übernimmt.Pressemitteilung der M. DuMont Schauberg-Gruppe: [http://www.dumont.de/dumont/de/101663/presse „M. DuMont Schauberg übernimmt Mecom-Aktivitäten“], 13. Januar 2009. Dazu gehörten der Berliner Verlag mit der Berliner Zeitung und die Hamburger Morgenpost. Mecom erzielte nach eigenen Angaben für die gesamten Publikationen einen Verkaufspreis von 152 Millionen Euro.Pressemitteilung der Mecom-Group: [http://www.mecom.co.uk/_assets/documents/091112AnnouncementreGermanydisposal-final.pdf Mecom sells its German operations for €152.0 million], 13. Januar 2009. Im August 2009 warnt der Deutsche Journalisten-Verband wegen der Pressequalität vor weiterer Zusammenlegung von Ressorts und dem Austausch von Artikeln bei Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau und anderen Zeitungen des Verlags. Er erinnert an das Versprechen von Alfred Neven DuMont anlässlich der Übernahme des Berliner Verlags, Unabhängigkeit und Souveränität der einzelnen Titel zu schützen.Zitate vgl. PM djv/Interview/„der journalist“ 9/2009, S. 3.

{{Zitat|Eine Zeitung muss immer vor Ort aus einem Guss gemacht werden. [...] Gegen den Willen einer Redaktion kriegen Sie (eine große Zentrale) vielleicht durchgesetzt, aber der Flurschaden wird riesig.}}

Das Kölner Unternehmen ist der drittgrößte Zeitungsverlag Deutschlands. Der Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg umfasst folgende Mitglieder: Christian DuMont Schütte, Isabella Neven DuMont, Dr. Eberhard Klein und Franz Sommerfeld.[http://www.dumont.de/dumont/de/100800/unternehmen/daten Unternehmensdaten auf dumont.de; abgerufen am 2. August 2011] Alle Anteile befinden sich im Besitz von 19 Gesellschaftern der Familien Neven DuMont und Schütte bzw. DuMont Schütte.

Im April 2010 wurde unter Leitung von Brigitte Fehrle (Chefredaktion) die Dumont Redaktionsgemeinschaft gegründet.

Aufsichtsrat


Der Aufsichtsrat des Unternehmens besteht aus Alfred Neven DuMont (Vorsitzender), Claas Kleyboldt und Peter May.

Zeitungen


thumb|Zeitungsgruppe Köln
Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Express

* Aha – Alles Halle (Gratiszeitung)
* Berliner Kurier (Auflage 2008: 131.415, Anteil: 100 %)
* Berliner Zeitung (Auflage 2008: 172.874, Anteil: 65 %)
* Direkt (ab Oktober 2004; Auflage 2006: rund 10.000; eingestellt am 29. Dezember 2006)
* Express (Auflage 2009: rund 204.000,204.284 (IVW I/2009) Anteil: 100 %)
* Frankfurter Rundschau (seit Juli 2006, Auflage 2008: rund 152.332, Anteil: 50 %)
* General-Anzeiger (Auflage 2008: 82.176, Anteil: 18 %)
* Hamburger Morgenpost (Auflage 2008: 112.066, Anteil: 100 %)
* Kölner Illustrierte (Monatsmagazin) (rund 20.000)
* Kölner Stadt-Anzeiger (Auflage I/2007: rund 350.000 mit Kölnische Rundschau, Anteil: 100 %)
* Kölnische Rundschau
* Live! (Monatsmagazin) (rund 50.000)
* Mitteldeutsche Zeitung (Auflage II/2007: rund 260.000, Anteil: 100 %)

* Naumburger Tageblatt (Auflage 2008: 14.450, Anteil: 24,9 %)

Online-Medien


* Online-Auftritte der Zeitungen Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, EXPRESS, Mitteldeutsche Zeitung und Frankfurter Rundschau
* Netzeitung netzeitung.de
* Online-Anzeigenportal kalaydo.de

* LizzyNet (Online-Community für Mädchen und junge Frauen)

Rundfunk und TV


* center.tv Aachen (Beteiligung)
* center.tv Köln (Beteiligung)
* Berliner Rundfunk 91.4 (Beteiligung)
* Radio Berg
* Radio Bonn/Rhein-Sieg
* Radio Erft
* Radio Euskirchen
* Radio Köln
* Radio Leverkusen
* Radio NRW (Beteiligung)
* Radio Rur

* TV Halle

Tochtergesellschaften


Die DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH ist eine gemeinsame Tochtergesellschaft der vier Abonnementtitel der Mediengruppe M. DuMont Schauberg, die seit April 2010 besteht und personell mit 25 Reportern ausgestattet ist. An ihr sind zu je 25 Prozent die Berliner Zeitung, die Frankfurter Rundschau, der Kölner Stadtanzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung beteiligt. Sie hat ihren Hauptstandort in Berlin und unterhält einen weiteren Standort für die Wirtschaftsberichterstattung in Frankfurt.{{internetquelle|url=http://fachmedien.net/2010/02/dumont-redaktionsgemeinschaft-gmbh-wird-gegruendet/ |titel=DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH wird gegründet |autor=Iris Schröder-Maiwald |datum=01.02.2010|zugriff=2010-12-09}} Sie bietet den beteiligten Tageszeitungen der DuMont-Gruppe täglich Berichte, Analysen und Reportagen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft an und soll die Qualität der Berichterstattung erhöhen.{{internetquelle|url=http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/DuMont-Redaktionsgemeinschaft-nimmt-Betrieb-auf_91767.html |titel=DuMont Redaktionsgemeinschaft nimmt Betrieb auf |datum=26.04.2010|zugriff=2010-12-09}} Die Zentralisierungsmaßnahme kommentierte Uwe Vorkötter, Chefredakteur der Berliner Zeitung, gegenüber den Lesern mit den Worten: „Das Resultat ist mehr Information, mehr Hintergrund, mehr Analyse für Sie.“Uwe Vorkötter: In eigener Sache, in: Berliner Zeitung, 26. April 2010.

Beteiligungen (Auswahl)


thumb|Logo der Haaretz Tageszeitung
* Bundesanzeiger Verlag (Kontrollmehrheit)
* docinsider.de (Web-Arztbewertungsportal)
* DuMont Kalenderverlag
* DuMont Buchverlag
* DuMont Venture
* Frankfurter Rundschau (50 % der Anteile plus eine Stimme)
* General-Anzeiger (Bonn) (18 %)
* Haaretz-Gruppe (25 %, Israel)
* kalaydo.de (Online-Anzeigenportal)
* DERTICKETSERVICE.DE GmbH & Co. KG (Ticketservice, lokal auch unter KölnTicket bekannt)

* MairDuMont (10 %)

Kritik


{{Belege fehlen}}

Der Verlag verfügt in der Kölner Medienlandschaft über eine enorme Meinungsmacht, da – abgesehen von der Lokalausgabe der Bild-Zeitung – alle lokalen Tageszeitungen in Köln im Verlag M. DuMont Schauberg erscheinen. Die Inhalte der Kölnischen Rundschau verantwortet Helmut Heinen, Präsident des Bundes Deutscher Zeitungsverleger.

Zudem ist die Herausgeberfamilie ein fester Bestandteil des Kölner Establishments. Im Zusammenhang damit wird den Publikationen des Verlages vorgeworfen, über städtische Affären und Skandale (zum Beispiel die Vorfälle im Zusammenhang mit der Kölner Messe und dem Immobilienfondsinitiator Josef Esch und der Bank Sal. Oppenheim) nur verhältnismäßig knapp und wenig investigativ zu berichten. Diese Vorwürfe bestreitet der Verlag.

Literatur


* Manfred Pohl: M. DuMont Schauberg. Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur. Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2009.Vgl. Florian Triebel: [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-080 Rezension zu: Pohl, Manfred: M. DuMont Schauberg. Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur. Frankfurt am Main 2009]. In: H-Soz-u-Kult, 2. Februar 2010.

* {{ADB|30|620|621|Schauberg, Gereon Arnold|J. Braun|ADB:Schauberg, Gereon Arnold}}

Weblinks


{{commonscat}}
* [http://www.dumont.de Offizielle Website von M. DuMont Schauberg]

* [http://www.dumontventure.de DuMont Venture]

Einzelnachweise


{{SORTIERUNG:Dumont Schauberg}}
Kategorie:Zeitungsverlag (Deutschland)

Kategorie:Verlag (Köln)

M. DuMont Schauberg
tr:M. DuMont Schauberg

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