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Jargon der Eigentlichkeit

25.05.2011 @ 13:39, ,

Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie ist ein ideologiekritisches Werk Theodor W. Adornos, das 1964 im Suhrkamp Verlag erschien. Adornos Ideologiekritik ist vornehmlich Sprachkritik, die sich, neben einer Kritik der Gesinnung positiver Theologie, vor allem gegen die Sprache Martin Heideggers richtet, der in Sein und Zeit einer uneigentlichen Fremdbestimmung des „Man“ die „Eigentlichkeit“ als existenzielle Modifikation eines authentischen Lebens entgegenstellt.

In Jargon der Eigentlichkeit diskutiert Adorno die ideologischen Funktionen der Sprache. Jargon lässt demnach unter dem Deckmantel von Würde und Anmut der Sprache auch eine „falsche“ Sinngebung zu. Der Tonfall des Gesagten ist das für den Jargon Entscheidende, nicht der Sinn, der auf besonderen Inhalt verzichtet und bloß behauptet wird. Im Jargon dient die Sprache als Werkzeug zur Täuschung. Diese Täuschung geht so weit, dass schön gekleidete Worte ein aufscheinendes Unheil umkehren und als Heil darstellen. Darin ist das Nichts Etwas und erzeugt somit eine sprachliche Verlogenheit.

{{Zitat|Demnach wäre der Charakter des Jargons überaus formal: er sorgt dafür, daß, was er möchte, in weitem Maß ohne Rücksicht auf den Inhalt der Worte gespürt und akzeptiert wird durch ihren Vortrag.|Theodor W. Adorno}}

Ausgabe


* Theodor W. Adorno: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. Neuaufl. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1992, ISBN 3-518-10091-2.

Weblinks


* [http://www.kritiknetz.de/Jargon_der_Eigentlichkeit.pdf Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie]. (PDF-Datei; 499 kB)

Kategorie:Theodor W. Adorno
Kategorie:Kritische Theorie
Kategorie:Philosophisches Werk

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