Jörn Ipsen
Jörn Ipsen (* 17. Juni 1944) ist ein deutscher Staats- und Verwaltungsrechtler. Er ist ordentlicher Professor an der Universität Osnabrück (seit 1981) und seit der Gründung 1989 Direktor des Instituts für Kommunalrecht. Er ist Präsident des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs. Seit 2011 ist er Mitglied des Hochschulrates der Medizinischen Hochschule Hannover.
Leben und Wirken
Ipsen studierte nach dem Abitur (1964) und der Absolvierung des Wehrdienstes Rechtswissenschaften an den Universitäten München und Göttingen (1966–1970) als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Nach dem ersten Staatsexamen 1970 arbeitete er an einer durch die Studienstiftung geförderten Dissertation mit dem Titel „Richterrecht und Verfassung“, mit der er 1974 an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen zum Dr. iur. promoviert wurde. Nach dem Referendariat wurde er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen. Von 1978 bis 1980 folgte ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1980 wurde er mit der Habilitationsschrift „Rechtsfolgen der Verfassungswidrigkeit von Norm und Einzelakt“ für die Fächer „Öffentliches Recht und Juristische Methodenlehre“ habilitiert.
Nach Lehrstuhlvertretungen in Tübingen und Göttingen nahm Ipsen 1981 einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht an der Universität Osnabrück an. 1987 lehnte er einen Ruf an die Universität Marburg ab. Von 1990 bis 1992 war Ipsen Mitglied der Aufbaukommission der Juristischen Fakultät der Universität Greifswald, von 1991 bis 1992 Mitglied der Evaluationskommission der Universität Jena.
Professor Ipsen war in den Jahren 1989 bzw. 1990 sowie von 2003 bis 2005 Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück.
In den Jahren 2000 und 2001 war Ipsen stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer. Am 1. Oktober 2002 wurde er zum stellvertretenden Mitglied des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs ernannt, dem er seit Mai 2006 als Mitglied angehört. Am 7. Dezember 2006 wählte ihn der Niedersächsische Landtag einstimmig zum Präsidenten des Gerichts. Dieses Amt übernahm er am 1. Februar 2007 von Manfred-Carl Schinkel. Für die Zeit vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2015 ist Ipsen zum Mitglied des Hochschulrates der Medizinischen Hochschule Hannover bestellt worden.Medizinische Hochschule Hannover: [http://www.mh-hannover.de/hochschulrat.html Hochschulrat]
In der Forschung widmet sich Ipsen in erster Linie dem Staats- und Verwaltungsrecht.
Jörn Ipsen ist verheiratet mit Dr. phil. Dorothea Ipsen und hat zwei Kinder. Er ist der Bruder des Völkerrechtlers Knut Ipsen.
Veröffentlichungen (Auszug)
* Kommentar zur Niedersächsischen Verfassung. 2011.* Kommentar zum Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz. 2011.
* Niedersächsisches Kommunalrecht. 4. Auflage 2011.
* Staatsrecht I – Staatsorganisationsrecht. 23. Auflage 2011.
* Staatsrecht II – Grundrechte. 14. Auflage 2011.
* Allgemeines Verwaltungsrecht. 7. Auflage 2011.
* Niedersächsisches Polizei- und Ordnungsrecht. 4. Auflage 2010.
* Der Staat der Mitte. Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. 2009.
* Kommentar zum Parteiengesetz. 2008.
Weblinks
* {{DNB-Portal|131352229}}
* [http://www.joernipsen.de/ Website von Jörn Ipsen]
Einzelnachweise
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Kategorie:Rechtswissenschaftler (21. Jahrhundert)
Kategorie:Richter (Landesverfassungsgericht)
Kategorie:Hochschullehrer (Universität Osnabrück)
Kategorie:Deutscher
Kategorie:Geboren 1944
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|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtswissenschaftler
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