Ismaning
{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Wappen = Ismaningergemeindewappen120.jpg
|Breitengrad = 48/13/35/N
|Längengrad = 11/40/21/E
|Lageplan = Ismaning in M.svg
|Bundesland = Bayern
|Regierungsbezirk = Oberbayern
|Landkreis = München
|Höhe = 490
|Fläche = 40.19
|PLZ = 85737
|PLZ-alt = 8045
|Vorwahl = 089
|Kfz = M
|Gemeindeschlüssel = 09184130
|LOCODE = DE IMG
|Adresse = Schlossstraße 2
85737 Ismaning
|Website = [http://www.ismaning.de/ www.ismaning.de]
|Bürgermeister = Michael Sedlmair
|Partei = FWG
}}
Ismaning (alt: Yserrain) ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises München, Regierungsbezirk Oberbayern.
Der Ort liegt etwa sieben Kilometer nordöstlich von München auf dem rechten Hochufer der Isar. Die ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde ist seit Mitte der 1990er Jahre als bedeutender Medienstandort bekannt. Nordöstlich des Ortes befindet sich seit 1932 ein Großsender des Bayerischen Rundfunks. Im Süden befindet sich der Medienpark mit Sport1, dem Gong-Verlag und dem privaten Radiosender Antenne Bayern.
Gemeindegliederung
Die Siedlungsfläche konzentriert sich weitgehend auf den Hauptort Ismaning, der selbst nicht in benannte Ortsteile untergliedert ist. Einziger definierter Ortsteil der Gemeinde Ismaning im übrigen Gemeindegebiet ist die Siedlung Fischerhäuser, die rund fünf Kilometer nördlich des Hauptorts liegt.
Nachbargemeinden
Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Gemeinden Eching, Hallbergmoos und an den Hallbergmooser Ortsteil Erching (alle drei Landkreis Freising), im Osten an die Gemeinden Moosinning und Finsing (beide Landkreis Erding), im Süden an die Gemeinden Aschheim und Unterföhring (beide Landkreis München) und im Westen an die Stadt Garching b.München (ebenfalls Landkreis München) sowie an die Stadt München.
Ismaning ist Mitglied der Nordallianz, einem informellen Zusammenschluss von 8 Kommunen im Norden Münchens.
Wappen
Das von Otto Hupp entworfene Wappen der Gemeinde Ismaning stammt aus dem Jahr 1929 und steht für die über Jahrhunderte währenden Bindungen zu der Stadt Freising. Im oberen Teil des Schildes ist ein Mohr mit roter Krone zu sehen, der ursprünglich aus dem Wappen des Hochstiftes Freising stammt. Bischof Otto von Freising soll sich das Recht, einen Mohren im Wappen zu tragen, mit seiner Teilnahme am Zweiten Kreuzzug verdient haben. Im unteren Teil des Schildes stehen nebeneinander drei silberne Rauten (Wecken genannt). Sie stammen aus dem Familienwappen des Fürstbischofs Johann Franz Eckher, dem Erbauer von Schloss Ismaning.
Geschichte
thumb|left|Kupferstich von Michael Wening in 106Topographia Bavariae107 um 1700.
* 6./7. Jahrhundert: erste bajuwarische Besiedelung
* 809: erste urkundliche Erwähnung bezüglich einer Rechtsstreitschlichtung durch Bischof Atto
* 1319: Verkauf der Ortschaften Ismaning, Unterföhring, Oberföhring, Englschalking und Daglfing an das Freisinger Hochstift durch den Herzog von Bayern und späteren deutschen Kaiser Ludwig dem Bayern gegen „hundert March lotrings silber“. Damit entsteht die „Grafschaft auf dem Yserrain“ als geschlossenes Herrschaftsgebiet der Freisinger Bischöfe.
* 1530: übernimmt Bischof Philipp von Freising von den Haushaimern, einem Freisinger Domherrengeschlecht, deren Ismaninger Landsitz und erbaut ein Renaissanceschloss mit vier Türmen. Aus der „Grafschaft Yserrain“ wird die „Reichsgrafschaft Ismaning“.
* 1632: fallen im Dreißigjährigen Krieg schwedische Truppen plündernd und brandschatzend in Ismaning ein. Mehr als die Hälfte der Bewohner stirbt in der darauffolgenden Zeit an der Pest.
* 1678–1685: Bau der barocken Johanniskirche.
* 1716–1724: Barocke Umgestaltung des Ismaninger Schlosses unter Fürstbischof Johann Franz Eckher, unter entscheidender Mitwirkung von Johann Baptist Zimmermann.
* 1802–1803 beendet die Säkularisation die fast 500jährige Ära der Freisinger Fürstbischöfe; das Hochstift Freising wird aufgelöst, Ismaning kommt damit zum Kurfürstentum Bayern. Das Schloss und seine Einrichtung werden teilweise zerstört.
* 1816 übernehmen der Stiefsohn Napoleons, Eugène de Beauharnais, und seine Gattin Auguste Amalie, Tochter des bayerischen Königs Maximilian I., das Ismaninger Schloss und lassen es durch Leo von Klenze klassizistisch umgestalten.
* 1851 stirbt Auguste Amalie. Das Schloss wechselt mehrmals die Besitzer.
* 1899–1919: Das Ismaninger Schloss ist Eigentum der Stadt München.
* 1932: Inbetriebnahme des Senders Ismaning.
* 1983: der schon längst außer Betrieb befindliche hölzerne Sendeturm in Ismaning, der letzte seiner Art in Deutschland, wird wegen Baufälligkeit abgerissen.
Politik
In der Kommunalpolitik war Ismaning langjährig durch Bürgermeister Erich Zeitler (SPD) geprägt, der erstmals 1952 in das Amt gewählt wurde und 1990 als dienstältester Bürgermeister Bayerns nach 38 Dienstjahren in den Ruhestand trat. Nachfolger ist seither Michael Sedlmaier (Freie Wähler). Bürgermeister oder Gemeindevorsteher von Ismaning waren bisher:
* 1818: Franz Schweinhamer
* 1833–1838: Johann Sellmayr
* 1839–1841: Andrä Jungbeck
* 1842–1844: Koloman Stor
* 1845–1853: G. Schweinhammer
* 1854–1876: Nikolaus Zacherl
* 1877–1881: Josef Dax
* 1882–1887: Michael Reisinger
* 1888–1896: Anton Reisinger
* 1896–1906: Johann Sellmayr
* 1906–1919: Georg Kraus
* 1919–1922: Josef Reisinger
* 1922–1933: Benno Hartl
* 1933–1945: Korbinian Huber
* 1945–1946: Kaspar Deimel
* 1946–1952: Andreas Schweiger (CSU)
* 1952–1990: Erich Zeitler (SPD)
* seit 1990: Michael Sedlmair (Freie Wähler)
Gemeinderat
Seit der jüngsten Kommunalwahl weist der 24 Mitglieder umfassende Gemeinderat von Ismaning folgende Sitzverteilung auf:
* Freie Wähler 11 Sitze
* SPD 6 Sitze
* CSU 5 Sitze
* Grüne 2 Sitze
Unter den Mitgliedern des Ismaninger Gemeinderats ist der Rechtswissenschaftler Bruno Rimmelspacher.
Landtagswahlen
Ismaning ist bei Landtagswahlen dem Stimmkreis München-Land Nord (122) zugeordnet. Bei den jüngsten beiden Landtagswahlen in den Jahren 2003 und 2008 erhielt die CSU die meisten Gesamtstimmen in Ismaning, blieb aber im Stimmanteil deutlich hinter dem Durchschnitt im Stimmkreis München-Land Nord und dem Landesdurchschnitt zurück. Überdurchschnittlich schnitten die Freien Wähler ab, die kommunal den langjährigen Bürgermeister stellen.
{| class="wikitable"
|-
! Landtagswahl
21. September 2003!! Ismaning !! ggü.
Stimmkreis !! ggü.
Bayern
|-
|Wahlbeteiligung || 63,4 %|| +2,0 %P|| +6,3 %P
|-
|CSU || 48,7 %|| -6,2 %P|| -12,0 %P
|-
|SPD || 22,6 %|| -1,6 %P|| +3,0 %P
|-
|FW || 14,3 %|| +10,4 %P|| +10,3 %P
|-
|Grüne || 9,1 %|| -0,8 %P|| +1,4 %P
|-
|FDP || 2,5 %|| -1,2 %P|| -0,1 %P
|}
{| class="wikitable"
|-
! Landtagswahl
28. September 2008 !! Ismaning !! ggü.
Stimmkreis !! ggü.
Bayern
|-
|Wahlbeteiligung || 63,6 %|| +1,2 %P|| +5,7 %P
|-
|CSU || 32,0 %|| -4,5 %P|| -11,4 %P
|-
|SPD || 19,0 %|| -4,6 %P|| +0,4 %P
|-
|FW || 23,5 %|| +14,7 %P|| +13,3 %P
|-
|Grüne || 10,6 %|| -0,4 %P|| +1,2 %P
|-
|FDP || 8,3 %|| -4,1 %P|| +0,3 %P
|}
Bundestagswahlen
Ismaning ist bei Bundestagswahlen dem Wahlkreis München-Land zugeordnet (im Jahr 2005 Wahlkreisnummer 223, im Jahr 2009 gebietsidentisch Wahlkreisnummer 222). Bei den jüngsten Bundestagswahlen 2005 und 2009 lag beim Anteil der Zweitstimmen in Ismaning die CSU leicht unter dem Landesdurchschnitt in Bayern, FDP und Grüne lagen darüber. Die Wahlbeteiligung liegt in Ismaning regelmäßig deutlich über dem Landesdurchschnitt.
{| class="wikitable"
|-
! Bundestagswahl
18. September 2005 !! Ismaning !! ggü.
Wahlkreis !! ggü.
Bayern
|-
|Wahlbeteiligung || 83,1 %|| -0,4 %P|| +5,2 %P
|-
|CSU || 45,6 %|| +0,2 %P|| -3,6 %P
|-
|SPD || 26,3 %|| +2,3 %P|| +0,8 %P
|-
|FDP || 11,9 %|| -2,7 %P|| +2,4 %P
|-
|Grüne || 10,2 %|| -0,5 %P|| +2,3 %P
|-
|Linke || 2,8 %|| +0,2 %P|| -0,6 %P
|}
{| class="wikitable"
|-
! Bundestagswahl
27. September 2009 !! Ismaning !! ggü.
Wahlkreis !! ggü.
Bayern
|-
|Wahlbeteiligung || 79,7 %|| +0,6 %P|| +8,1 %P
|-
|CSU || 40,8 %|| +1,0 %P|| -1,7 %P
|-
|SPD || 16,9 %|| +0,2 %P|| +0,1 %P
|-
|FDP || 16,8 %|| -2,9 %P|| +2,1 %P
|-
|Grüne || 13,2 %|| +0,5 %P|| +2,4 %P
|-
|Linke || 4,8 %|| +0,3 %P|| -1,7 %P
|}
Wirtschaft
thumb|right|Ein Hotel am Seebach in der historischen Ortsmitte von Ismaning
Die Gemeinde war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts von Landwirtschaft und Kleingewerbe geprägt, einzige industrieähnliche Arbeitgeber waren um 1900 eine Papierfabrik am Seebach sowie zwei Ziegeleien und zwei Krautfabriken. Um 1960 war der keramische Produktionsbetrieb Agrob das größte Unternehmen am Ort. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung war ab den 1980er Jahren durch die Nähe zur Großstadt München und damit durch die Ansiedlung von Unternehmens aus dem Dienstleistungssegment bestimmt: Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ging zwischen 1979 und 2007 von 115 auf 82 zurück, die heute rund 12.500 Arbeitsplätze im Gemeindegebiet sind zu mehr als zwei Dritteln dem Dienstleistungssektor zuzurechnen. Das ehemalige Agrob-Gelände wurde nach der Produktionseinstellung im Jahr 1990 zu einem Medienzentrum (Home Shopping Europe, Antenne Bayern, Sport 1, Gong Verlag), zeitweilig war Ismaning auch Sitz der Kirchmedia und der deutschen Apple-Niederlassung.
Für eine Gemeinde ohne klassische Fremdenverkehrsausrichtung weist Ismaning eine ungewöhnlich hohe Zahl von Beherbergungsbetrieben und Gästeübernachtungen auf. Dies erklärt sich aus der Lage auf halbem Weg zwischen Landeshauptstadt und Flughafen, der mit der S-Bahn umsteigefrei in weniger als 20 Minuten zu erreichen ist. Im Jahr 2001 wurde ein örtlicher Rekordwert von mehr als 200.000 Übernachtungen gezählt, im Jahr 2009 erzielten die zehn Hotels in Ismaning rund 165.000 Übernachtungen. Die Aufenthaltsdauer pro Gast liegt kontinuierlich bei durchschnittlich rund zwei Tagen.
Das BMW-Testgelände am Speichersee wird ebenfalls häufig mit Ismaning assoziiert, liegt tatsächlich aber auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Aschheim.
Verkehr
thumb|Alter Bahnhofsvorplatz
Durch seine Lage im Norden Münchens ist Ismaning gut erschlossen. Die Münchner Innenstadt ist somit ebenso gut zu erreichen wie die Autobahn und der Flughafen. Ismaning liegt an der A 99, B 471, B 388 und der Staatsstraße 2053 (Unterföhring–München).
Die S-Bahn-Linie S8 verbindet Ismaning im 20-Minuten-Takt mit jeweils etwa 20 Minuten Fahrzeit mit München und dem Flughafen. Die S-Bahn verläuft im Ortskern von Ismaning in einem Tunnel, der Bahnhof befindet sich dementsprechend ebenfalls im Untergrund. Der Bau erfolgte im Zuge der S-Bahn-Verlängerung zum neuen Münchner Flughafen. Auf dem Tunnel wurde größtenteils eine Grünanlage errichtet.
Außerdem verfügt Ismaning über recht gute Busverbindungen zur Studentenstadt (Bus 231), zur Messe-München (Bus 228), nach Garching (Bus 230) und nach Erding (Bus 531).
Einwohnerentwicklung
Ismaning war bis in die 1970er Jahre die einwohnerstärkste Gemeinde im nördlichen Landkreis München, wurde dann aber wegen selbstgesetzter Wachstumszurückhaltung durch Unterschleißheim und Garching übertroffen. Trotzdem hat sich die Einwohnerzahl zwischen 1970 und 2010 nahezu verdoppelt.
{| border="1" cellspacing="0"
| valign="top" |
{|
! style="background:#efefef;" | Jahr
! style="background:#efefef;" | Einwohner
|-
| 1900 || align="right" | 1.951
|-
| 1910 || align="right" | 2.359
|-
| 1919 || align="right" | 2.402
|-
| 1946 || align="right" | 4.460
|-
| 1950 || align="right" | 4.795
|-
| 1960 || align="right" | 5.860
|-
| 1970 || align="right" | 8.038
|}
| valign="top" |
{|
! style="background:#efefef;" | Jahr
! style="background:#efefef;" | Einwohner
|-
| 1980 || align="right" | 12.511
|-
| 1990 || align="right" | 13.527
|-
| 2000 || align="right" | 14.270
|-
| 2003 || align="right" | 14.638
|-
| 2004 || align="right" | 14.887
|-
| 2005 || align="right" | 15.056
|-
| 2006 || align="right" | 15.224
|}
|}
Die Siedlungsschwerpunkte lagen ab den 1930er Jahren westlich, ab den 1950er Jahren nördlich des Kerndorfs. Weil hier Siedlungsgrenzen erreicht wurden – im Westen durch das Landschaftsschutzgebiet Isarauen – verlagerte sich die Ausweisung neuer Wohnflächen in jüngerer Zeit in das östliche Ortsgebiet zwischen Bahnlinie und der Umgehungsstraße B 471.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
thumb|200px|right|Kriegerdenkmal.
{{Hauptartikel| Liste der Baudenkmäler in Ismaning}}
Als Ausnahme unter den benachbarten Gemeinden des Münchener Umlands, die als Straßendörfer entstanden sind und wegen der jeweiligen Hauptdurchgangsstraße kein wahrnehmbares Ortszentrum entwickelten (Unterföhring, Aschheim) oder dies erst in moderner Zeit planerisch schufen (Garching), verfügt Ismaning abseits der Durchgangsstraße über eine historisch gewachsene dörfliche Mitte, in der zahlreiche Funktionsgebäude im räumlichen Zusammenhang angesiedelt sind.
Geprägt wird dieses Zentrum von der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist. Sie liegt zwischen dem nördlich gelegenen Schloss Ismaning (mit Schlosspark und ehemaligen Ökonomiegebäuden) und den südlich angrenzenden Schulhäusern mit Turnhallengebäude, die gemeinsam mit der evangelischen Kirche den großflächigen Schulhof umschließen. Kirchen und Schulgebäude sind bis auf die sogenannte „Alte Mädchenschule“ –heute Sitz der Musikschule – moderne Bauten. Neben der Kirche liegen am Ortsbach Seebach der denkmalgeschützte Gasthof zur Mühle mit Biergarten und altem Baumbestand sowie das Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz und der Pfarrhof, beide ebenfalls in der Bayerischen Denkmalliste aufgeführt.
Weitere denkmalgeschützte oder bekannte Bauwerke und Einrichtungen im Gemeindegebiet sind zum Beispiel der 1913 erbaute Wasserturm, der Großsender des Bayerischen Rundfunks für UKW und Mittelwelle rund zwei Kilometer nordöstlich von Ismaning, das Allianz Zentrum für Technik mit seinem hauseigenen „Museum der Missgeschicke“ [http://www.heise.de/newsticker/meldung/98250 Museum der Missgeschicke] sowie einige historische Gedenksäulen, so der Bildstock für die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 25. August 1918, die Pestsäule oder der Gedenkstein für die Opfer des Floßunglücks vom 21. Mai 1907.
Das Hauptgebäude des Schlosses ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung, in ehemaligen Ökonomie- und Nebengebäuden sind Museen bzw. Galerien untergebracht: Das Kallmann-Museum am Platz und im Stil einer ehemaligen Orangerie, das Schlossmuseum mit seiner ortshistorischen Ausstellung sowie der Schlosspavillon für wechselnde Kunstausstellungen. Für größere kulturelle Veranstaltungen wird der in den 1980er Jahren nahe der Ortsmitte erbaute „Bürgersaal“ genutzt, ein kommunales Kulturzentrum mit Gemeindebibliothek und Volkshochschule wurde in der denkmalgeschützten Seidl-Mühle nördlich des Dorfkerns eingerichtet.
Bildungseinrichtungen
In Ismaning gab es im Schuljahr 2009/2010 vier Kindergärten, drei Volksschulen (Hauptschule an der Freisinger Straße, Grundschule am Kirchplatz und die 1995 errichtete Grundschule Camerloherstraße) mit rund 760 Schülern und 50 Lehrkräften, eine Freie Waldorfschule mit 440 Schülern und 34 Lehrkräften sowie eine Realschule mit rund 650 Schülern und 40 Lehrkräften. Die Gemeinde ist Mitglied im Schulzweckverband für das Werner-Heisenberg-Gymnasium im benachbarten Garching.
Historisch ist Schulunterricht in Ismaning erstmals für 1610 dokumentiert, ein erstes reines Schulhauses entstand aber erst 1835 durch Umbau des Benefiziatenhauses südlich der Kirche. Diese erste Schule wurde 1875 um ein Stockwerk erhöht, 1904 um ein weiteres Stockwerk. Bis 1957 diente das Gebäude als Knabenschulhaus, dann wurde es abgerissen, um an gleicher Stelle ein neues Mädchenschulhauses mit acht Klassenzimmern zu errichten. Es wurde 1967 um sechs zusätzliche Klassenzimmer erweitert und ist heute die Grundschule am Kirchplatz. Ursprünglich war die Mädchenschule ab 1886 mit zwei Zimmern im Schwesternhaus neben der Kirche betrieben worden, ein erstes eigenes Mädchenschulhaus wurde 1912 erbaut (heute Musikschule).Die Knabenschule war 1957 nach dem Abriss des Gebäudes am Kirchplatz in einen Neubau an der Freisinger Straße gezogen, dessen acht Klassenzimmer 1967 durch einen Erweiterungsbau mit neun Klassenzimmern ergänzt wurden. Heute ist dieser Schulkomplex die Hauptschule an der Freisinger Straße in unmittelbarer Nähe der 1977 erbauten Staatlichen Realschule Ismaning.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
* Otto Braun (* 28. September 1900; † 15. August 1974), Schriftsteller
* Erich Greipl (* 2. September 1940), Handelsmanager
Literatur
* Therese Risinger: Ismaning – Geschichte eines Dorfes. Ismaning 2004, eine ausführlich recherchierte Dokumentation dieses Ortes.
Quellen
Weblinks
{{commonscat|Ismaning|Ismaning}}
* [http://www.ismaning.de/ Offizielle Website der Gemeinde Ismaning]
* {{HdBG GKZ|09184130}}
* {{LStDV GKZ|09184130}}
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis München}}
Kategorie:Ort im Landkreis Münchenbar:Ismaning
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