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Google Bücher

17.05.2012 @ 15:08, Superhappyboy,

{{Infobox Website
| Name = Google Bücher
| Logo = Logo
| url = [http://books.google.de books.google.de]
| Kommerziell = Ja
| Beschreibung = Online-Buchsuche
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| Eigentümer = Google Inc.
| Urheber =
| Erschienen = April 2005
| Jahreseinnahmen =
| Slogan =
| AlexaRank =

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Google Bücher (auch Google Buchsuche; englisch Google Books) ist eine Dienstleistung des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. mit dem Ziel, das in Büchern gespeicherte Wissen der Welt vorwiegend durch Digitalisierung für die Volltextsuche verfügbar zu machen.

Beschreibung


Google Bücher speist sich aus zwei Quellen:
* Google Print im engeren Sinn, dem – nicht weiter kontroversen – Kooperationsprojekt mit Verlagen, und

* Google Library, bei dem Bücher großer akademischer Bibliotheken auch ohne vorherige Zustimmung der Rechteinhaber massenweise gescannt werden, was juristisch umstritten war und ist {{Internetquelle | url=http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/google-books-gericht-2 | titel=Google-Books: US-Gericht bremst Googles Bücherpläne | autor= | hrsg=zeit online | datum=2011-03-23 | zugriff=2012-05-17}}.

Geschichte


Im Oktober 2004 stellte sich Google Print auf der Frankfurter Buchmesse vor (Pressekonferenz mit den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page) {{Internetquelle | url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Gruender-stellen-in-Frankfurt-Google-Print-vor-107663.html | titel=Google-Gründer stellen in Frankfurt Google Print vor | autor= | hrsg=heise online | datum=2004-10-08 | zugriff=2012-05-17}}. Im Dezember 2004 begannen Suchergebnisse aus gescannten Büchern in den Ergebnislisten der englischen Suchoberfläche Google.com zu erscheinen.

Google hat sich vorgenomen 15 Millionen Bücher bis 2015 zu scannen{{Internetquelle | url=http://www.zeit.de/digital/2009-10/google-book-settlement-vergleich | titel=Google-Books: Richter setzt Streitparteien unter Druck | autor= | hrsg=zeit Online | datum=2010-04-09 | zugriff=2012-05-17}}. Das entspricht etwa 4,5 Milliarden Seiten.

Seit April 2005 existiert eine eigene Suche für die Inhalte des Programms. Im Oktober 2005 präsentierte man zur Frankfurter Buchmesse deutsche und anderssprachige Benutzungsoberflächen.

Am 4. November 2005 wurde die Suchseite, nunmehr mit einer erweiterten Suche versehen (Abfrage nach Zeiträumen nun möglich), offiziell vorgestellt. Am 17. November 2005 kündigte Google die Umbenennung des Dienstes im unternehmenseigenen Weblog an.{{Internetquelle | url=http://googleblog.blogspot.com/2005/11/judging-book-search-by-its-cover.html | titel=Judging Book Search by its cover | autor=Jen Grant | hrsg=Official Google Blog | datum=2005-11-17 | zugriff=2012-05-17}} Seit diesem Zeitpunkt werden Anfragen von print.google.com nach books.google.com weitergeleitet.

Im September 2008 kündigte Google an, gemeinsam mit nordamerikanischen Zeitungsverlagen Zeitungen zu digitalisieren. Die digitalisierte Version soll durchsuchbar sein, mit dem Webbrowser navigierbar und erscheinen wie in der Printausgabe mitsamt den Fotografien, Schlagzeilen und Werbeanzeigen.Punit Soni: [http://googleblog.blogspot.com/2008/09/bringing-history-online-one-newspaper.html Bringing history online, one newspaper at a time]. googleblog.blogspot.com 8. September 2008

Inzwischen gibt es bei einer Reihe von Büchern eine Kooperation mit Internet Archive. Dort gibt es Ausgaben in verschiedenen Formaten, für das PDF wird auf Google verwiesen (wo es für Werke nach 1864 für Nicht-US-Nutzer dann nicht verfügbar ist, siehe Kontroversen).

Kooperation mit den Verlagen


Google erhält von den Verlagen Bücher oder bekommt PDF-Dateien zugesandt. Die Bücher werden gescannt und durch OCR als E-Texte in den Index aufgenommen. Nutzer können jeweils nur vergleichsweise wenige Seiten des einzelnen Buchs einsehen. Nach einigen Seiten können nur (kostenfrei) registrierte Nutzer eine Anzahl weiterer Seiten einsehen. Eine Reihe von Seiten ist von vornherein für den Zugriff gesperrt. Nach Erschöpfung des Tageskontingents können keine weiteren Seiten betrachtet werden. Frei zugänglich sind in der Regel das Inhaltsverzeichnis, nicht selten auch das Register.

Google versucht die Inhalte durch eine Art Kopierschutz (sogenanntes „Digital Rights Management“ rsp. Digitale Rechtevergabe) zu schützen. Dass dies jedoch nicht immer vollständig angewandt wird, kann man an verschiedenen Fachbüchern problemlos nachvollziehen. So steht von dem Buch „Active Directory für Windows Server 2008“ von Addison-Wesley, ISBN 978-3-8273-2740-6, an manchen Tagen fast der gesamte Inhalt des Buches offen im Internet Angeschaute Seiten lassen sich nach dem Anzeigen im Internet-Browser mittels bestimmter Methoden dann sogar aus dessen Browser-Cache herauslesen und können mit entsprechenden Tools dann zu einer PDF-Datei zusammengeführt werden.

Kooperation mit Bibliotheken


Google scannt seit etwa 2005 den kompletten Bestand der Bibliothek der University of Michigan (über 7 Millionen Bände) sowie große Teile der US-Universitätsbibliotheken der Harvard University und der Stanford University, der New York Public Library sowie in Europa der Bodleian Library der Oxford University. Auch die Bibliotheken der University of Virginia, der University of Wisconsin-Madison, der Princeton University, der University of California und der University of Texas at Austin beteiligen sich.

Ende 2006 traten zwei weitere Institutionen dem Verbund der Bibliotheken bei, die Bücher bei Google digitalisieren lassen: Die Nationalbibliothek von Katalonien (Biblioteca de Catalunya) in Barcelona und die Bibliothek der Universidad Complutense Madrid.

Am 6. März 2007 gab die Bayerische Staatsbibliothek in München bekannt, als erste deutsche Bibliothek mit dem Projekt zu kooperieren. Es sollen nun etwa eine Million urheberrechtsfreier Werke aus den historischen Beständen und aus Spezialsammlungen digitalisiert werden.{{Internetquelle|autor=Jens Redmer|url=http://booksearch.blogspot.com/2007/03/bavarian-state-library-becomes-largest.html|titel=The Bavarian State Library becomes largest non-English library partner|werk=Inside Google Book Search|datum=6. März 2007|zugriff=11. März 2007}}

Ausgenommen von dem Digitalisierungsprojekt sind nur die Handschriften- und Inkunabelbestände sowie seltene und besonders wertvolle historische Drucke.{{Internetquelle | url=http://www.bsb-muenchen.de/fileadmin/imageswww/pdf-dateien/bibliotheksmagazin/BM2008-1.pdf | titel=DER „BSB-GOOGLE-DEAL“ | titelerg=Eine Million Bücher der Bayerischen Staatsbibliothek online | autor=Klaus Ceynowa | hrsg= | werk=BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München Nr. 1/2008| seiten=4-8 | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2012-05-17 | sprache= | format=PDF | kommentar= | zitat= | offline=}}

Im Juli 2008 gab die Bibliothèque Municipale de Lyon als erste französische Bibliothek bekannt, ihre Bücher digitalisieren zu lassen.[http://derstandard.at/?url=/?id=3413041 Google digitalisiert Stadtbibliothek von Lyon], derstandard.at, 13. Juli 2008

Am 15. Juni 2010 gab die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) bekannt, dass Google ihren urheberrechtsfreien Buchbestand digitalisiert. Die Kosten für die Digitalisierung der rund 400.000 Bücher betragen etwa 30 Mio. Euro und werden von Google getragen. ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger bezeichnete dieses Vorhaben als eines der größten Public Private Partnership in der österreichischen Kulturlandschaft. 400.000 Bände vom 16. bis ins 19. Jahrhundert (mit Ausnahme jener Bücher, bei denen konservatorische Bedenken dagegen sprechen) sollen dabei im Volltext erfasst werden – rund 120 Millionen Buchseiten sind danach online und kostenlos abrufbar.{{Internetquelle|autor=APA|url=http://www.oesterreich-bibliotheken.at/aktuelles_mehr.php?id=147|titel=Google digitalisiert Nationalbibliothek|zugriff=2012-02-13}}

Heftige Kritik von Autoren- und Verlegerseite brachte Google dazu, das Scannen von urheberrechtlich geschützten Büchern bis November 2005 auszusetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten die Rechteinhaber angeben, welche Bücher sie nicht zugänglich gemacht haben möchten (Opt-out-Lösung). Während Google sich auf den fair use des US-Rechts beruft und dabei von renommierten Juristen unterstützt wird, fordern die Verleger und Autorenverbände, dass kein Buch ohne Zustimmung ins Programm eingestellt wird (Opt-in). Im Oktober 2005 wurden in den USA Klagen von Autoren und Verlegern gegen Google eingereicht.

Anwendung in der Forschung


Ein im Dezember 2010 in Science veröffentlichter Aufsatz berichtet über die Möglichkeiten, Google Books zur quantitativen Analyse von Kultur zu nutzen (Culturomics). Den Wissenschaftlern standen für ihre Analysen etwa 4 % aller Bücher, die jemals gedruckt wurden, zur Verfügung. Sie konvertierten die Bücher in eine massive Datenbank der in den Büchern enthaltenen Wörter (N-Gramm). Die Herangehensweise lasse sich für Forschungen auf verschiedenen Gebieten nutzen, wie Lexikographie, Evolution von Grammatik, kollektivem Gedächtnis, Technologieadoption, Ruhm, Zensur, oder historischer Epidemiologie. Das Forscherteam schätzte z. B. auf Basis der Datenbank, dass sich die Größe des englischen Wortschatzes innerhalb des letzten Jahrhunderts fast verdoppelte. In einer anderen Untersuchung wurde der kulturelle Einfluss Freuds mit dem Darwins verglichen. Freud verlor an Einfluss; Darwin überholte Freud im Jahr 2005.[http://dericbownds.net/uploaded_images/Science-2010-Bohannon.pdf John Bohannon: Google Opens Books to New Cultural Studies. Science, Vol. 330, 17. Dezember 2010. S. 1600.][http://www.sciencemag.org/content/331/6014/176.full.pdf Jean-Baptiste Michel, Yuan Kui Shen, Aviva Presser Aiden, Adrian Veres, Matthew K. Gray, The Google Books Team, Joseph P. Pickett, Dale Hoiberg, Dan Clancy, Peter Norvig, Jon Orwant, Steven Pinker, Martin A. Nowak, Erez Lieberman Aiden: Quantitative Analysis of Culture Using Millions of Digitized Books. Science, Vol. 331, 16. Dezember 2010. S. 176-182.]

Kontroversen


{{Belege fehlen}}

miniatur|Scanfehler in einem 2008 in der Bayerischen Staatsbibliothek München von Google gescannten Buch

Probleme der Auswahl der Digitalisate


Ein vehementer Kritiker in Europa ist der ehemalige Direktor der Französischen Nationalbibliothek, Jean-Noël Jeanneney, der mit Gallica ein freies europäisches Digitalisierungsprojekt betreibt. Er befürchtet, dass durch die englischsprachige Ausrichtung des Projekts die europäischen Sprachen ins Hintertreffen geraten könnten und warnt vor der „Google-Arroganz“ und der Dominanz einer Hypermacht.Michael Mönninger: [http://www.zeit.de/2005/32/Google-Bibliothek Die Google-Bibliothek.] in: Die Zeit. Hamburg 2005,32. {{ISSN|0044-2070}} Der Historiker Jeanneney plädiert dafür, dass Europa eine Alternative zum Google-Digitalisierungsprojekt auf die Beine stellt. An Google kritisiert er vor allem die Hegemonie des Englischen und den Kumulationseffekt (bei ihm genannt die „Blickfang-Methode“, üblich ist der Begriff „Ranking“, siehe: PageRank), der dazu führe, dass im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers eine gewollte Konzentration auf die Listenführer stattfinde. Der stärkere Anbieter wird immer noch stärker auf Kosten des Schwächeren. Dadurch werde Google besonders für die Werbung wichtig. Diesem „kapitalistischen“ Google-Prinzip möchte Jeanneney ein Modell entgegensetzen, bei dem der Staat das Sagen in Dingen des kulturellen Gedächtnisses hat. 19 National- und Universitäts-Bibliotheken in Europa haben den Appell der französischen Nationalbibliothek unterzeichnet, um eine drohende geistige und kulturelle Vorherrschaft der USA zu verhindern.

Das Problem, dass Google Books mit seiner Marktdominanz durch seine Selektionspraxis Alternativen verstellt, wird auch in Deutschland gesehen, insbesondere bei der Recherche auf Spezialgebieten wie etwa der Lokalgeschichte oder der Mundartforschung.Peter Bürger: [http://www.heise.de/tp/artikel/36/36105/1.html Grimmiges über Google Books] telepolis, 6. Januar 2012.

Probleme bei den Suchfunktionen


Die Suche erfolgt nicht wie in einem Bibliothekskatalog. Mit der einfachen Suchmaske erfolgt eine Volltextsuche über die Buchinhalte, nur die „Erweiterte Buchsuche“ ähnelt einem Bibliothekskatalog. Wer bestimmte Bücher suchen will, muss die Felder „Titel“ und „Autor“ ausfüllen. Die Buchsuche ist auch in dieser Suchmaske mit Mängeln behaftet. So gibt es keine Normierung der Ansetzung. Es wird nicht zwischen Monographien und Periodika unterschieden. Mehrbändige Werke, verschiedene Auflagen eines Werkes oder die Bände einer Zeitschrift erscheinen in zufälliger Reihenfolge und lassen sich nicht numerisch sortieren. Ob ein bestimmtes digitalisiertes Werk in der Ergebnisliste erscheint, ist von Zufällen abhängig, die der Benutzer nicht durchschauen kann.

Eine Zuordnung von systematischen Sachgruppen und Schlagworten zu den Büchern wie in Bibliothekskatalogen erfolgt nicht. Bücher eines bestimmten Fachgebietes zu selektieren, ist nicht möglich. Google geht davon aus, es genüge für die thematische Suche, alle Wörter in den Büchern zu erfassen. Die Eingabe eines Stichworts kann aber immer nur Ergebnisse in der verwendeten Sprache liefern. Es wird nicht berücksichtigt, dass oft auch sprachübergreifend gesucht wird und dass ein Wort in mehreren Fachgebieten verwendet werden und unterschiedliche Bedeutungen haben kann.Für Beispiele siehe: Bücher suchen mit Google. In: Grüner Anzeiger, 12, November 2009, S. 30!

Probleme bei der Texterkennung


Der Spiegel bemängelte die oft miserable OCR-Qualität und die mangelhaften Metadaten.Malte Herwig: Die entleibte Bibliothek. In: Der Spiegel, 12/2007, S. 186 f.

Obwohl die Digitalisierung vielfach per Hand erfolgt, unterlaufen gravierende Fehler. So werden Klapptafeln fast immer in zugeklapptem Zustand aufgenommen. Häufig fehlen Seiten oder sind unleserlich, nicht selten verdeckt auch ein Finger oder die Hand des zum Umblättern eingesetzten Personals den Text.

Die Texterkennung von google wird teils über das ganze Buch, teils über Teile des Buches, teils über das Inhaltsverzeichnis, teils nur über Teile des Inhaltsverzeichnisses durchgeführt. Sie liefert bei älteren Schrifttypen unbrauchbare Ergebnisse, und zwar bei englischen Texten ebenso wie bei französischen und deutschen. Es gibt Fälle, in denen sogar der Autorenname vom OCR falsch erkannt wurde, so dass das Werk unter dem Autorennamen nicht gefunden werden kann.

2009 kaufte Google den weltweit auf verschiedenen Websites eingesetzten CAPTCHA-Dienst reCAPTCHA, um die automatische Textexerkennung als Nebenprodukt von Menschen überprüfen zu lassen.

Probleme des Copyright


Mitglieder des Konkurrenzprojektes der Open Content Alliance kritisieren das Vorgehen von Google, das keine Rücksicht auf Copyright nehme.

In Deutschland fordern im Heidelberger Appell Schriftsteller, Verlage und Wissenschaftler den Schutz des Urheberrechts gegen seine Aushöhlung. In dem Manifest werden zwei Dinge miteinander verbunden: Die Kritik an der Google-Buch-Digitalisierung mit einer Kritik an Open-Access-Politik im Allgemeinen. Dies hat zu einer Zersplitterung der Kritiker des rasch voranschreitenden Google-Digitalisierungsprojekts geführt. Ein großes Problem sieht der Heidelberger Appell insbesondere im sogenannten Google Book Settlement.

Google Book Settlement


Das Google Book Settlement[http://www.googlebooksettlement.com/ Google Book Settlement], Google ist ein Vergleichsvorschlag, den Google Inc. auf eine Sammelklage US-amerikanischer Verlage und Autoren gegen sie ausgearbeitet hat. Sollte dieser Vergleich vor dem New Yorker Gericht zustande kommen, so betrifft er auch nicht-amerikanische Verlage und Autoren, da Google über das Internet weltweit erreichbar ist. Zudem könnten Autoren gegen die Vergleichsvereinbarungen nach amerikanischem Recht nicht mehr nachträglich prozessieren, sofern sie sich nicht zuvor durch individuellen Einspruch aus der Sammelklage ausgeschlossen haben.[http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EEF520B9AFA4A4EEDB5065A909DA9A9E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html Amerikanische Justiz prüft Googles Vergleich], F.A.Z, 29. April 2009 Michael W. Perry: [http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF8373897EFEA438A9F641CBAE999E0C8~ATpl~Ecommon~Sspezial.html Alles hängt jetzt von Europa ab], F.A.Z., 5. Mai 2009Burkhard Hess: [http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E74446D08BF584F8D8725EB2BD5BDF90B~ATpl~Ecommon~Scontent.html Es wird Zeit, dass die Bundesregierung eingreift], F.A.Z., 7. Mai 2009 Google könnte dann jedes Werk deutschsprachiger Autoren, die keinen Einspruch in den USA eingelegt haben, in digitalisierter Form auf seiner Plattform zur Ansicht stellen, ohne dass hiergegen noch rechtlicher Einspruch der Autoren möglich wäre.

Anfang Mai 2009 wurde das abschließende Anhörungsverfahren für das Google Book Settlement vom 11. Juli 2009 auf den 6. Oktober 2009 vertagt. Die Widerspruchsfrist für Verlage und Autoren („Nicht-Teilnahme-Frist“) wurde vom 5. Mai 2009 bis zum 4. September 2009 verlängert.{{Internetquelle | url=http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2009/11/10/warten-auf-settlement-20.htm | titel=Anhörung zum Google-Vergleich verschoben
Warten auf Settlement 2.0 | zugriff=2012-05-17}}
{{Internetquelle | url=http://www.asja.org/google/ | titel=ASJA Opposes Google Settlement | zugriff=2012-05-17}}

Für den deutschen Buchmarkt hat die VG Wort einen eigenen Regelungsvorschlag ausgearbeitet. VG Wort kritisiert und klagt auf der einen Seite gegen Aspekte dieser möglichen Einigung vor einem amerikanischen Gericht. Auf der anderen Seite arbeitet die VG Wort auch mit Google bei der geplanten Umsetzung der Einigung zusammen.

Am 1. September 2009 kritisierte die Bundesregierung den Einigungsvorschlag. Sie forderte, dass man zumindest eine eigene Klasse für die deutschen Rechteinhaber bilden solle und diese von der pauschalen Einigung ausnehme. Zudem behindere Googles Copyright-Verletzungen und das Verhalten „Erst tun, dann fragen“ Projekte wie die europäische Online-Bibliothek Europeana, die Autorenrechte vorab wahre.{{Internetquelle | url=http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,646397,00.html | titel=Google-Buchsuche Bundesregierung erhebt Einspruch - Spiegel Online | zugriff=2012-05-17}}

In den USA kritisierte etwa die American Society of Journalists and Authors die Einigung als einen internen Handel zugunsten der daran Beteiligten. Auch in der FAZ wird der Verdacht eines sogenannten „Coupon-settlements“ nahegelegt, bei dem selbsternannte Klägeranwälte mit Google eine „Einigung“ aushandeln, um ein üppiges Honorar und eine marktdominierende Stellung für Google zu erreichen.{{Internetquelle | url=http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E74446D08BF584F8D8725EB2BD5BDF90B~ATpl~Ecommon~Scontent.html | titel=Google Book Settlement Es wird Zeit, dass die Bundesregierung eingreift - FAZ | zugriff=2012-05-17}}

Anlässlich einer Expertenanhörung durch die EU-Kommission am 7. September 2009 erklärte Google, auf die Bedenken von Verlegern und Autoren eingehen zu wollen und deren Vertreter an der Beaufsichtigung des Projekts Google Books zu beteiligen. In Europa urheberrechtlich geschützte und lieferbare Bücher sollen nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis gescannt und online zugänglich gemacht werden.[http://www.focus.de/digital/digital-news/google-zugestaendnisse-an-europaeische-verlage_aid_433561.html Zugeständnisse an europäische Verlage?] Focus Online, 7. September 2009 Gleichzeitig kündigte die EU-Kommission an, das Urheberrecht ändern zu wollen, da aufgrund der Gesetzeslage nur die USA von den Vorteilen der Digitalisierung und Online-Vermarktung profitieren würden.[http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommission-will-das-urheberrecht-novellieren;2454036 EU-Kommission will das Urheberrecht novellieren] Handelsblatt, 7. September 2009

Im September 2011 wurde bekannt:

{{Zitat|In a surprise move, authors’ groups slammed their one-time university partners with a lawsuit demanding that the schools’ surrender digital collections and stop working with Google (NSDQ: GOOG). The lawsuit opens a new phase in the fight over digital libraries and comes the same week that Google’s controversial books settlement is expected to die in court.{{Internetquelle | url=http://paidcontent.org/article/419-authors-to-universities-give-up-your-google-books/ | titel=Authors To Universities: Give Up Your Google Books - paidContent | zugriff=2012-05-17}} }}

Andere Projekte


* Die Open Content Alliance u. a. mit Konkurrent Yahoo, dem Internetarchiv und der University of California hat im Rahmen der Open Library in großem Umfang Bücher katalogisiert und digitalisiert, als Open Content und unter strikter Wahrung des Urheberrechts.
* Auch der Konkurrent und mögliche Partner von Google, das Internet-Versandhaus Amazon bietet gescannte Bücher im Volltext an, konzentriert sich jedoch auf aktuell im Handel erhältliche Bücher, und will damit den Verkauf gedruckter Bücher fördern. Mit seiner Suche „Search Inside the Book“[http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/browse/-/14224751 Amazon „Search Inside the Book“] macht Amazon Titelseite, Klappentext, Inhaltsverzeichnis, Register und zwei Seiten vor und hinter einem Suchergebnis verfügbar.
* Die Suchmaschine A9.com, eine Amazon-eigene Suchmaschine, die Microsofts Suchtechnologie mit Amazons „Search Inside the Book“ verknüpft, zeigt auf der Basis eines noch kleinen, englischsprachigen Katalogs, wie sich in eingescannten Büchern, Bildern und Websites übergreifend suchen lässt.
* In Deutschland gibt es zwei große universitäre Digitalisierungszentren: in Göttingen und in München. Bis zum Mai 2006 wurden im Göttinger Digitalisierungszentrum 4.487.815 Seiten in 11.726 Bänden digitalisiert. Rund die Hälfte davon ist frei zugänglich. Das Göttinger Vorzeigeobjekt ist die Digitalisierung der Gutenberg-Bibel. Das Münchener Digitalisierungszentrum hatte im Februar 2010 ca. 184.000 Titel frei zugänglich im Netz bereitgestellt.
* MINERVA
* die Internetprojekte Wikisource und Project Gutenberg
* Gallica
* The European Library, eine europäische Initiative, die den Zugang zu den digitalisierten Werken der Mitgliedsländer verbessern soll.
* Auch große Verlage wie Random House (Bertelsmann) beginnen, ihre Buchbestände zu digitalisieren und für Suchmaschinen auffindbar zu machen. Random House stellte im Februar 2007 Teile seiner Buchbestände (5.000 Titel, weitere sollen folgen) online.Stuart Applebaum: [http://www.randomhouse.biz/media/pdfs/Insight.pdf Insight, newly launched digital search & browsing service to offer 5,000-plus Random House, Inc. U.S. titles] (PDF-Datei; 31 kB), Pressemitteilung, 27. Februar 2007 Mit Insight ermöglicht das Unternehmen seinen Kunden eine festgelegte Anzahl von Seiten pro Titel zu durchsuchen.[http://www.randomhouse.biz/webservices/insight/overview Insight Web Service], Random House
* Seit Oktober 2007 ist mit Zeno.org eine weitere Online-Bibliothek verfügbar.

* Libreka – die deutsche Antwort des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf Google Book Search

Siehe auch


* Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart (Liste von Digitalisaten)

* Vorlage:Google Buch

Literatur


* Jean-Noël Jeanneney: Googles Herausforderung. Für eine europäische Bibliothek. Mit einem neuen Vorwort des Autors zur dt. Ausg. Nachwort Klaus-Dieter Lehmann. Übers. Sonja Finck, Nathalie Mälzer-Semlinger. Stiftung Preuß. Kulturbesitz Berlin. Wagenbach-Verlag, Berlin-Hamburg 2006 (deutsche Ausg.) ISBN 3-8031-2534-0 = Quand Google défie l'Europe. Plaidoyer pour un sursaut Paris: Mille et Une Nuits, 2005 (Origausg.) ISBN 2-84205-912-3 – [http://www.romanistik.info/google-jeanneney.html Rezension auf www.romanistik.info] – [http://www.die-google-gesellschaft.de/blog/2006/03/googles-herausforderung/ Rezension auf Bloogle]
* Heiner Wittmann „Google print“ und die europäischen Reaktionen. Eine digitale Bibliothek der EU als Antwort? In: Dokumente. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog H. 4, 2005, 63 ff.
* Dirk Lewandowski: [http://www.durchdenken.de/lewandowski/doc/suchmaschinen-news11-05.pdf Die Search Engines erobern die Buchwelt] (PDF-Datei; 248 kB). In: Password. Das deutsche Newsletter für Informationsprofis. Hattingen 11/2005, S. 29 {{ISSN|0930-3693}}
* Dirk Lewandowski: [http://www.durchdenken.de/lewandowski/doc/pw102006.pdf Google Buchsuche. Bücher kostenlos zum Download] (PDF-Datei; 71 kB). In: Password. 10/2006, S. 36
* Dirk Lewandowski: [http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:e3P-_supRrkJ:www.bui.haw-hamburg.de/fileadmin/user_upload/lewandowski/password/password12-2008.pdf+Google+Books&hl=de&pid=bl&srcid=ADGEESjeUNM08k645M59SWyle2-3t2qWIpWGkIglqV96tombvO6TRII-Oa4R-AoQTJRV1-efot7lxgEKNK0wCdmvW_RyNKSwszMkAai_ZhnzPIbEBj7bJ5hqRYS6ila5u8J_rF06A1mO&sig=AHIEtbR4igoMgnD3eQQrAJiYDe2fYWCAZg Wie verändert die Einigung mit Verlegern und Autoren die Buchwelt?]. In: Password, Das deutsche Newsletter für Informationsprofis. Hattingen 12/2008, S. 13 {{ISSN|0930-3693}}

* Dominik Brückner: Die Google Buchsuche als Hilfsmittel für die Lexikographie. In: Sprachreport. Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim 3/2009, S. 26–31. {{ISSN|ISSN: 0178-644X}}
* Klaus Weber: [http://www.zis-online.com/dat/artikel/2010_3_428.pdf Drei Jahre Freiheitsstrafe für alle Google-Mitarbeiter? Ein Beitrag zur Praxis des Urheberstrafrechts] (PDF-Datei; 102 kB). In: Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik (ZIS) 2010, S. 220 ff.

* [http://www.digital-scholarship.org/gbsb/gbsb.htm Google Book Search Bibliography], digital-scholarship.org

Weblinks


* [http://books.google.de Google Books]
* [http://ngrams.googlelabs.com/ n-grams bei Google labs]
* [http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Google_Book_Search Tipps und Tricks von Wikisource]
* [http://math.berkeley.edu/~scott/wiki/Google_Print_development_history Daten zur Entwicklung]

* [http://www.escholarlypub.com/digitalkoans/2005/10/25/the-google-print-controversy-a-bibliography/ Bibliografie englischer Publikationen]

Einzelnachweise



Kategorie:Retrodigitalisierung
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