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Friedrich von Duhn

04.05.2012 @ 11:35, GedawyBot,

thumb|260px |Friedrich von Duhn

Friedrich Carl von Duhn (* 17. April 1851 in Lübeck; † 5. Februar 1930 in Heidelberg) war ein deutscher klassischer Archäologe.

Familie und Herkunft


Friedrich von Duhn stammte aus einer alten Schiffer- und Kaufmannsfamilie.Otto-Wilhelm von Vacano: von Duhn, Friedrich Carl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd. 4, S. 180 Sein Vater Carl Alexander von Duhn (1815–1904) war Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg, seine Mutter war Anna Margaretha Heineken (1821–1901); der Großvater Johann Hermann von Duhn († 1837) war Senator der Hansestadt Lübeck.

Akademische Laufbahn


Schon der Vater, der bei Jacob Grimm und Karl Otfried Müller studiert hatte, hatte Neigungen zur Altertumswissenschaft gezeigt. Friedrich von Duhn studierte dieses Fach seit 1870 an der Universität Bonn bei Hermann Usener, Reinhard Kekulé und Franz Bücheler. 1874 wurde er mit der Dissertation De Menelai itinere Aegyptio Odysseae carminis IV. episodio quaestiones criticae promoviert und reiste anschließend durch Italien, Sizilien und Griechenland. 1879 wurde er zum Privatdozenten an der Universität Göttingen ernannt, wechselte aber schon 1880 nach Heidelberg, von wo er einen Ruf als ordentlicher Professor der Archäologie erhalten hatte. Hier lehrte und forschte er bis zu seiner Emeritierung 1920 und darüber hinaus.

Friedrich von Duhn gehörte zu den Unterzeichnern des 'Manifest der 93', worin 93 prominente Deutsche 1914 den 'Aufruf an die Kultur Welt' unterzeichneten, der die Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg verneinte.

Von Duhn war auswärtiges Mitglied der Königlichen Akademie dei Lincei in Rom.

Forschungsverdienste


Von Duhn beschäftigte sich zeitlebens mit römischen Basreliefs und anderen Überresten. Großen Verdienst erwarb er, als er als erster erkannte, dass römische Fragmente Teile der Ara Pacis zuzuordnen waren. Der Altar versucht Frieden und Wohlstand als Ergebnis der Pax Romana (lateinisch „Römischer Frieden“) darzustellen. Die Ara Pacis ist zugleich das erste Denkmal einer öffentlichen politischen Selbstdarstellung eines römischen Herrschers.
Seine Aufarbeitung der zahlreichen Funde der Region lieferten die Arbeitsgrundlage für die Forschung des 20. Jahrhunderts. Für Max Eberts Reallexikon der Vorgeschichte (1924 ff.) lieferte er alle Italien betreffenden Artikel.

Die archäologischen Sammlungen der Heidelberger Universität und hierbei insbesondere die Sammlung antiker Kleinkunst - sowohl bei den Originalen als auch bei den Abgüssen - erfuhren während der vier Jahrzehnte, die Friedrich von Duhn das Archäologische Institut leitete und der Sammlung vorstand (1880-1920) den größten Zuwachs ihrer Geschichte. Er war es, der durch Neuerwerbungen die Heidelberger Sammlung antiker Kleinkunst zu einer der bedeutendsten Lehrsammlungen an deutschen Universitäten ausgebaut hat. Die Abguss-Sammlung, mittlerweile auf fast 500 Exponate angewachsen, wurde durch ihn 1887 erstmals durch einen Katalog erschlossen, der bis 1913 in sechs aktualisierten Auflagen erschien.

Bedeutende Schüler

Zu seinen bedeutenden Schülern zählten Rudolf Pagenstecher, Friedrich Pfister, Carl Schuchhardt, Bernhard Schweitzer, Ernst Wahle, Wilhelm Weber, Otto Weinreich und Robert Zahn.

Letzte Ruhe


Friedrich von Duhn fand seine letzte Ruhe auf dem Bergfriedhof (Heidelberg) in der Abteilung O. Die Grabstätte wird von einem Findling geschmückt. "Ursprünglich stand auf dem Grab eine antikisierende Reliefstele. Die Stele aus Paros-Marmor zeigte die Darstellung eines Mädchens mit zwei Tauben. Diese für die erste Frau Duhns, Florence Wolffson, errichtete Stele (geschaffen von Constantin Daub, einem mit Duhn befreundeten Bildhauer in Rom) war die Kopie eines 1875 auf Paros gefundenen antiken Werks aus der Mitte des 5. Jh.s v. Chr., das man früher für eine Schöpfung des großen griechischem Bildhauers Phidias hielt. Bedauerlicher Weise ist die originale Stele in den 1960er Jahren irrtümlicherweise abgeräumt worden und abhanden gekommen, das vorzufindende Grabmal ist ein von der Friedhofsverwaltung gestellter Ersatzstein." Zitiert aus Der Heidelberger Bergfriedhof im Wandel der Zeit. Autor: Leena Ruuskanen.

Literatur


* {{NDB|4|180||Duhn, Friedrich von|Otto Wilhelm von Vacano}}

Weblinks


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* http://www.dictionaryofarthistorians.org/duhnf.htm

Einzelnachweise


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|ALTERNATIVNAMEN=Duhn, Friedrich Carl von (vollständiger Name)
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher klassischer Archäologe
|GEBURTSDATUM=17. April 1851
|GEBURTSORT=Lübeck
|STERBEDATUM=5. Februar 1930
|STERBEORT=Heidelberg

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el:Φρίντριχ φον Ντουν
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