Einkommenselastizität
Die Einkommenselastizität () der Nachfrage gibt an, wie stark sich die Nachfrage nach einem Gut relativ ändert, wenn sich das Einkommen eines Haushaltes (relativ) ändert.
Sie ist definiert als prozentuale Änderung der Nachfragemenge pro prozentualer Änderung des Einkommens.:
Beispiel: Wenn sich in Folge einer Einkommenssteigerung von 10 % die Nachfrage nach einem bestimmten Gut um 12 % erhöht, beträgt die Einkommenselastizität dieses Gutes 1,2.
Formale Definition und Einordnung
Formal: Sei die Marshallsche Nachfrage nach einem Gut in Abhängigkeit von den Preisen aller Güter und dem Haushaltseinkommen . Dann gilt für die Einkommenselastizizät :
:
Gewichtet man die Einkommenselastizitäten für ein Gut mit dem Anteil, den das Gut am gesamten Einkommen des Haushalts hat, und summiert diese gewichteten Einkommenselastizitäten über alle Güter, so müssen sie sich zu 1 aufaddieren.Für den Beweis siehe Jehle/Reny 2011, S. 61. Mithin gilt also:
:
Eigenschaften
Üblicherweise ist die Einkommenselastizität positiv, eine Ausnahme bilden inferiore Güter. Bei lebensnotwendigen Gütern ist eine Einkommenselastizität von unter 1 vorstellbar (Engelsches Gesetz), Luxusgüter verfügen nach Definition über eine Einkommenselastizität von über 1.
Literatur
* Geoffrey A. Jehle und Philip J. Reny: Advanced Microeconomic Theory. 3. Aufl. Financial Times/Prentice Hall, Harlow 2011, ISBN 978-0-273-73191-7.
Siehe auch
* Einkommenseffekt
Einzelnachweise
Income elasticity of demand
hu:Jövedelemrugalmasság
nl:Inkomenselasticiteit
pl:Dochodowa elastyczność popytu
pt:Elasticidade procura rendimento
zh:需求的收入弹性
Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Einkommenselastizität der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.