Deutsche Welle
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miniatur|Haupt-Funkhaus der Deutschen Welle in Bonn ([[Schürmann-Bau)]]
Die Deutsche Welle ist der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD. Die deutschen Standorte befinden sich in Bonn und Berlin. „Die Welle“ sendet werbefrei in verschiedenen Sprachen. Zur Deutschen Welle gehören das Hörfunkprogramm DW Radio, das TV-Programm DW-TV, ein Internetangebot in 30 Sprachen unter dem Namen DW.de, sowie die DW-Akademie. Wegen ihres Auftrags, das Ausland zu bedienen, sendete die Deutsche Welle in Deutschland selbst nie über Ultrakurzwellen (UKW), konnte aber – bis zum weitgehenden Aufgeben der Sender – über die viel weiter reichenden Mittel- und Kurzwellen weltweit empfangen werden.In einigen wenigen urbanen Regionen wie Kabul (90,5 MHz), Kiew (105,0 MHz) oder Priština (88,6 MHz) wird das Programm auch über UKW lokal wieder ausgestrahlt.
Die Deutsche Welle sieht sich in der Tradition des ersten deutschen Auslandsrundfunks, des Weltrundfunksenders der Weimarer Republik. Der Weltrundfunksender wurde 1933 von den Nationalsozialisten für Propagandazwecke in den Deutschen Kurzwellensender umfunktioniert.„Die Deutsche Welle, die seit 1953 wieder Kurzwellensendungen aus Deutschland ausstrahlt, knüpft in ihrer Arbeit bewußt an den Weltrundfunksender der Weimarer Zeit an. Die Aufgabe ist im Grunde die gleiche geblieben: ein wahrheitsgetreues Bild des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens zu spiegeln, Brücke zu den Landsleuten draußen in der Welt zu sein.“ Aus dem Vorwort des Intendanten Walter Steigner, aus: Mit 8 kW rund um die Welt. Deutscher Weltrundfunk in der Weimarer Zeit. Geschichte des Kurzwellenrundfunks in Deutschland 1929–1932 Deutsche Welle. Köln. Verlag Haude u. Spener. Berlin 1969. Häufig wird die Deutsche Welle mit dem Deutschlandfunk verwechselt, welcher jedoch einen grundsätzlich anderen Auftrag erfüllt und primär das Inland bedient. In den Anfängen des deutschen Rundfunks der 1920er Jahre gab es die Deutsche Welle GmbH, welche mit der hier beschriebenen Sendeanstalt nichts zu tun hat.miniatur|Logo der Deutschen Welle
miniatur|Logo der Deutschen Welle bis 5. Februar 2012
miniatur|Logo von DW Radio bis 5. Februar 2012
miniatur|Logo von DW-TV bis 5. Februar 2012
miniatur|Fernsehreporterin der Deutschen Welle in [[Dresden]]
miniatur|50 Jahre DW - [[Briefmarken-Jahrgang 2003 der Bundesrepublik Deutschland|Briefmarke von 2003]]
miniatur|Deutsche Welle Köln, Arabische Rundfunkredaktion (1960)
Aufgaben
Die Aufgabe der DW ist es gemäß § 4 Deutsche-Welle-Gesetz, Deutschland als europäisch gewachsene Kulturnation und freiheitlich verfassten demokratischen Rechtsstaat verständlich zu machen – und insgesamt das Verständnis und den Austausch der Kulturen und Völker fördern.Deutsche Welle Gesetz Damit ist sie einer der Träger der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland.
Im Detail sind ihre Aufgaben im Deutsche-Welle-Gesetz geregelt. Die Planung ihrer Aufgaben übernimmt die DW selbst für einen Zeitraum von jeweils vier Jahren. Diese Aufgabenplanung leitet sie der Bundesregierung zu. Unter Einbeziehung des Rundfunkrates und des Bundestages entscheidet die DW dann über diese Aufgabenplanung und begründet sie. Durch diese Regelung ist die DW als staatsunabhängiger Sender dem freien Journalismus verpflichtet.
Rechtsform
Die Rundfunkanstalt des Bundesrechts DW ist eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts. Als solche untersteht sie der Aufsicht durch die Bundesregierung. Zur Wahrung der Pressefreiheit der DW ist allerdings eine Fachaufsicht ausgeschlossen; die Bundesregierung übt nur eine Rechtsaufsicht aus.§§ 61, 61 des [http://bundesrecht.juris.de/dwg/BJNR309410997.html#BJNR309410997BJNG006501310 Deutsche-Welle-Gesetzes]
Finanzierung
Auch wenn die DW wie die übrigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist, erhält sie keine Rundfunkgebühren. Die Finanzierung der DW wird maßgeblich mit einem Zuschuss aus Steuergeldern aus dem Bundeshaushalt sichergestellt. Die Deutsche Welle erhält ihren Zuschuss über den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der seinerseits im Bundeshaushalt dem Einzelplan der Bundeskanzlerin und des Bundeskanzleramts zugeordnet ist.[http://www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2010/pdf/epl04.pdf Bundeshaushaltsplan 2010, Einzelplan 04: Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt] Daneben ist es der Deutschen Welle erlaubt, sonstige Einnahmen zu erzielen, etwa aus Werbung und Sponsoring (in der Diktion des Deutsche-Welle-Gesetzes „Sponsern“).
Geschichte
Die 1950er bis 1980er Jahre
miniatur|hochkant|Ehemaliges Gebäude der Deutschen Welle in Köln
Die Deutsche Welle ging am 3. Mai 1953 mit deutschsprachigem Hörfunk auf Kurzwelle erstmals auf Sendung. Die Grußadresse „an die lieben Landsleute in aller Welt“ wurde vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gesprochen. Wenige Wochen später, am 11. Juni 1953, wurde zwischen den Mitgliedern der ARD der Vertrag über die Einrichtung des gemeinsamen Kurzwellenprogramms „Deutsche Welle“ unterzeichnet. Die Verantwortung für das Programm lag zunächst beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), später beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, so dass dessen jeweiliger Intendant auch für die „Deutsche Welle“ verantwortlich war. Bereits ein Jahr später startete die Deutsche Welle Radiosendungen auf Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch.
Im Jahr 1960 wurde die „Deutsche Welle“ per Bundesgesetz eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Das am 26. Oktober 1960 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts vom 29. November 1960 legte fest, dass die Deutsche Welle als Kurzwellensender Rundfunksendungen für das Ausland und der mit diesem Gesetz ebenfalls gegründete Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes am 16. Dezember 1960 galten die beiden neuen Anstalten nach § 33 als errichtet. Der Auftrag der ARD an den WDR, die „Deutsche Welle“ als Gemeinschaftseinrichtung zu betreiben, erlosch. Die DW mit Sitz in Köln trat jedoch am 7. Juni 1962 der ARD bei, so dass die ursprüngliche Verbindung der ARD mit der DW wieder hergestellt wurde.
1962 wurde das Hörfunkprogramm erweitert. Seitdem sendete die Deutsche Welle zusätzlich auf Persisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Serbisch und Kroatisch. 1963 folgen Kisuaheli und Haussa für Afrika, Indonesisch sowie Bulgarisch, Rumänisch und Slowenisch. Im gleichen Jahr verschickte die DW auch erstmals Filmkopien für das Fernsehen. Ab 1964 sendete die DW auch auf Griechisch, Italienisch, Hindi und Urdu, ab 1970 auf Paschtu und Dari.
1974 begannen in Köln die Bauarbeiten an dem von der Planungsgruppe Stieldorf entworfenen neuen Funkhaus Am Raderberggürtel für die DW und DLF, die Einweihung fand 1980 statt.
1990er Jahre
miniatur|Sitz der Deutschen Welle in Berlin (Gesundbrunnen, [[Voltastraße 6)]]
Am 1. April 1992 startete die Deutsche Welle mit dem deutsch- und englischsprachigen Fernsehprogramm DW-TV aus Berlin in das aktive Fernsehzeitalter. Die Programme werden über Satellit ausgestrahlt und in den Folgejahren weiter ausgebaut. Inzwischen wird auch auf Spanisch und Arabisch gesendet. In DW-TV ging das wenige Jahre zuvor gestartete RIAS-TV auf. 1992 begann die DW auch mit Sendungen auf Albanisch.
Im Vorfeld der neuen Rundfunkstruktur des Bundes, die 1994 zur Auflösung des Deutschlandfunks (DLF) als eigenständige Rundfunkanstalt bzw. dessen Überführung in die Sendeanstalt DeutschlandRadio führte, übernahm die Deutsche Welle 1993 einige Fremdsprachensendungen des DLF. Ein Jahr später startete die DW unter „www.dwelle.de“ ihre Webpräsenz und war damit die erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland, die im World Wide Web vertreten war.
Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurde der Sendebetrieb von Radio Berlin International (RBI), dem Auslandsdienst der DDR, eingestellt. Einige Mitarbeiter von RBI fanden fortan bei der Deutschen Welle Arbeit, und auch Teile der Sendetechnik, inklusive der Sendeanlage in Nauen und deren Frequenzen, wurden übernommen.
Die DW leidet unter massiven finanziellen und personellen Kürzungen. Binnen fünf Jahren wurde der Haushalt bis 2004 um ca. 75 Millionen Euro zurückgefahren. Die Zahl der Stellen ist seit 1994 von 2200 auf 1200 reduziert worden. Die seit Herbst 2005 amtierende Bundesregierung hat in dem vom Bundestag beschlossenen Haushalt 2006 allerdings wieder eine Erhöhung des Etats durchgesetzt. Ende der 1990er Jahre stellte die DW zahlreiche Redaktionen ein. 1998 beendete sie ihr Angebot auf Dänisch, Norwegisch, Niederländisch, Italienisch und Sanskrit. Ende 1999 folgten Japanisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. Was die spanische Redaktion betrifft, wurde nur der Hörfunk eingestellt. Als Grund für die Kürzungen gab die DW die mangelnde Nachfrage in den Zielländern an. Insbesondere die zweite Kürzungsrunde war aber auch den Mittelkürzungen des Bundes (s. o.) geschuldet.
Seit 2000
Im Jahr 2000 starteten Programme in ukrainischer Sprache, und 2001 begann die DW mit der Ausstrahlung des Fernsehprogramms „German TV“, das zunächst nur in Nordamerika über Pay-TV-Plattformen vermarktet und ab 2002 als Vollprogramm ausgestrahlt wurde. Allerdings konnten gerade deshalb nicht genügend Zuschauer gewonnen werden, so dass der Sender Anfang 2006 seinen Betrieb einstellte. Auf dem ehemaligen „German TV“-Programmplatz wird seitdem in Nordamerika das Fernsehprogramm DW-TV verbreitet.
miniatur|Studio in der Zentrale der Deutschen Welle in BonnAnlässlich des 50. Jubiläums des Senders im Jahre 2003 (Festakt war am 27. Juni) zog die Deutsche Welle von Köln nach Bonn in den Schürmann-Bau im Bundesviertel um. Ein Grund war die Asbestbelastung in den Räumen des alten Funkhauses. Die Umzugskosten wurden im Geschäftsbericht 2002 mit mehr als 15 Millionen Euro veranschlagt. Hier werden nunmehr die Hörfunksendungen produziert. Die Fernsehsendungen der Deutschen Welle kommen aus Berlin.
Seit 2004 vergibt die Deutsche Welle durch eine internationale Jury die Weblog-Awards The BOBs.
Mehrmals wurde der Transponder von DW-TV auf Hotbird absichtlich gestört, zuletzt vom 10. bis zum 13. Februar 2010 anlässlich des 31. Jahrestages der Islamischen Revolution. Nach Aussagen des Satellitenbetreibers Eutelsat konnte man den Störsender eindeutig in der Umgebung des Iran lokalisieren.[http://www.dw.de/dw/article/0,,5238579,00.html Deutsche Welle: Ausstrahlung wieder vom Iran gestört ]
2006 beschäftigte der Sender 1444 Mitarbeiter.[http://www.ard.de/intern/mitglieder/dw/-/id=54726/xkja81/index.html Deutsche Welle auf Ard.de] 2011 gab es je etwa 1500 festangestellte und freie Mitarbeiter.[http://www.dradio.de/kulturnachrichten/2011040718/6/ Bundestag verabschiedet Aufgabenplanung der Deutschen Welle bis 2013]. Kulturnachrichten. DeutschlandRadio Kultur. 7. April 2011. Abgerufen am 7. April 2011.
Am 7. April 2011 beschloss der Deutsche Bundestag eine neue Aufgabenplanung für den Sender. Die Sparten Radio, Fernsehen und Online sollen bis 2013 zusammengelegt werden.Deutsche Welle: [http://www.dw.de/dw/article/0,,6529090,00.html Veränderungen bei der Ausstrahlung linearer Radioprogramme]. Pressemitteilung. 18. Mai 2011. Abgerufen am 18. Mai 2011. Das Radioprogramm soll weiter reduziert werden. Die Inhalte sollen vorrangig über das Fernsehen und über das Internet vermittelt werden. Bereits im Vorfeld war die Rede von einer nur noch einstündigen Sendeschleife, die noch verbleiben solle. Die Ausstrahlung auf Kurzwelle in Europa bleibe noch bis zum Auslaufen der Sendermiet-Verträge bestehen.Kai Ludwig: [http://www.addx.org/textarchiv/11-03-15.pdf Deutsches DW-Programm wird drastisch gekürzt]. In: Radio Kurier 3/2011. S. 15. Abgerufen am 11. Mai 2011. In der Aussprache wurde von der Linkspartei, die als einzige gegen den Entwurf gestimmt hatte, insbesondere kritisiert, dass sich der Sender bei der Programmgestaltung mit dem Auswärtigen Amt, dem Verteidigungsministerium sowie dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit abstimmen solle.Deutscher Bundestag: [http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/34043701_kw14_de_deutsche_welle/index.html Mehrheit für Reform der Deutschen Welle]. 7. April 2011. Abgerufen am 7. April 2011. Der Deutsche Journalisten Verband bemängelt, dass gerade in zensierten Medienmärkten Informationsseiten im Internet leichter als Radioprogramme „restlos einzuschränken“ sind.Deutscher Journalistenverband: [http://www.djv.de/SingleNews.20+M5bda901617e.0.html Gefahr für die Deutsche Welle]. Pressemitteilung. 7. April 2011 Der Deutsche Kulturrat wies bei Einstellung der Kurzwellenausstrahlung Ende Oktober 2011 darauf hin, dass kein anderer Frequenzbereich eine so große Reichweite wie die Kurzwelle aufweise und „so autonom von Deutschland aus in die Welt strahlen“ könne: „Auch das Internet ist keine sichere Alternative zur Kurzwelle, da es durch Eingriffe in den Empfängerländern zensiert, behindert und sogar vollkommen abgeschaltet werden kann. Gerade in einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche, nicht nur im arabischen Raum, ist es fahrlässig auf ein solches autonomes Übertragungsmedium wie die Kurzwelle für die Ausstrahlung des deutschsprachigen Programms zu verzichten.“Deutscher Kulturrat: [http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2144&rubrik=2 Verzicht der Deutschen Welle auf Kurzwelle ist fahrlässig. Der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik stellt Übertragung via Kurzwelle ein]. 25. Oktober 2011. Abgerufen am 4. November 2011.
Am 6. Februar 2012 unterzog sich die Deutsche Welle einem kompletten Relaunch und stellt seitdem in Ansagen die Abkürzung DW stärker als zuvor in den Vordergrund. Zeitgleich wurde das neue Online-Angebot unter der Domain www.dw.de neu aufgesetzt.[http://www.dw.de/dw/article/0,,15714267,00.html DW introduces new website and TV program]
Intendanten
* 12. Oktober 1961 bis 29. Februar 1968: Hans Otto Wesemann
* 1. März 1968 bis 29. Februar 1980: Walter Steigner
* 1. März 1980 bis 8. Dezember 1980: Conrad Ahlers
* 19. Dezember 1980 bis 30. Juni 1981: Heinz Fellhauer
* 1. Juli 1981 bis 30. Juni 1987: Klaus Schütz
* 1. Juli 1987 bis 30. Juni 1989: Heinz Fellhauer
* 1. Juli 1989 bis 31. März 2001: Dieter Weirich
* 1. April 2001 bis 30. September 2001: Reinhard Hartstein, kommissarisch als Stellvertretender Intendant
* seit 1. Oktober 2001: Erik Bettermann
Sendeanlagen
Die DW strahlte seit Anfang 2007 ihre Programme im Kurzwellenbereich von dem Standort Woofferton in England durch den Provider VT Communications aus. Die bisherigen Sender in Deutschland – die Kurzwellensendeanlage Wertachtal, die im Eigentum der Media Broadcast sind – werden nicht mehr verwendet. Der letzte Standort in Deutschland, von dem die DW sendete, war die Großfunkstelle Nauen von Media Broadcast. Das Kurzwellenzentrum Jülich wurde schon vor mehreren Jahren aufgegeben.
Die DW betrieb mehrere Relaisstationen, darunter in Trincomalee – Sri Lanka, Kigali – Ruanda sowie in Sines – Portugal. Von der Kurzwellenrelais in Sines wurden unter anderem auf 3995 kHz-Sendungen im DRM-Modus ausgestrahlt. Sender im LW-, MW- und UKW-Bereich wurden für die Verbreitung von Programmen der Deutschen Welle in Deutschland nicht eingesetzt. Hingegen wurden an manchen ausländischen Standorten der DW, wie der 1996 stillgelegten Relaisstation Cyclops in Malta, auch Mittelwellensender eingesetzt. Ebenfalls nicht mehr verwendet wird die Relaisstation in Antigua in der Karibik, da die DW die Kurzwellensendungen für Nord- und Südamerika eingestellt hat.
In Europa war zumeist ausreichender bis guter Empfang des deutschsprachigen Programms auf der Kurzwellenfrequenz 6075 kHz (49-Meter-Band) möglich.
Die Ausstrahlung des linearen Radioprogramms über Kurzwelle sowie per Livestream und über Satellit wurde am 29. Oktober 2011 eingestellt. Es verbleiben Angebote als Audio-on-Demand über die Website der Anstalt.[http://www.dw.de/dw/article/0,,6649271,00.html Abschied vom Deutschen Programm: die letzte Sendung]. In: dw.de. 29. Oktober 2011. Abgerufen am 29. Oktober 2011: „Eine Ära geht zu Ende, eine Neue beginnt: Heute ist der letzte Sendetag des Deutschen Programms. Die Deutsche Welle geht neue Wege. Für unsere Hörerinnen und Hörer und uns heißt das zugleich Abschied nehmen. … Das Internet hat die Medienwelt revolutioniert, auch die DW will die Möglichkeiten für sich nutzen und setzt auf Multimedia.“ Einige afrikanische Dienste werden vorläufig bis 2013 weiter auf Kurzwelle ausgestrahlt.Wolfgang Büschel, in: Glenn Hauser. [http://www.w4uvh.net/dxld1143.txt DX Listening Digest. Nr. 11-43]. 26. Oktober 2011 (englisch). Abgerufen am 4. November 2011: „DWL ceased German language service worldwide TOTALLY, after 58 years in service since 1953 at former NDR Norden Osterloog TX site. Some few African services will be kept on air til about 2013 ? - I guess.“
Die DW bestätigt Empfangsberichte mit QSL-Karten.
Siehe auch
* BBC & DW – Zusammenarbeit mit der BBC
Literatur
* Dieter Dörr, Stephanie Schiedermair: Die Deutsche Welle. Die Funktion, der Auftrag, die Aufgaben und die Finanzierung heute. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2003, ISBN 3-631-51685-1
* Hristina Krasteva: Die Macher der „Visitenkarte Deutschlands“ Deutsche Welle: Eine qualitative Studie zum Selbstverständnis von DW-Journalisten. Ludwig-Maximilians-Universität, München 2007 ([http://epub.ub.uni-muenchen.de/archive/00001987/ Volltext])
* Peter Niepalla: Die Deutsche Welle als Medium und Faktor der internationalen Kommunikation. Institut für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln, Köln 2007, ISBN 978-3-938933-26-8 ([http://rundfunkoek.uni-koeln.de/institut/publikationen/arbeitspapiere/ap224.php Volltext])
* Fritz Pleitgen: Kooperation zwischen den Landesrundfunkanstalten der ARD, dem ZDF und der Deutschen Welle. Institut für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln, Köln 2006, ISBN 3-938933-19-4; ([http://rundfunkoek.uni-koeln.de/institut/publikationen/arbeitspapiere/ap218.php Volltext])
* Dirk Klapperich: ‘A thorn in my side’: die Osteuropa-Redaktion der Deutschen Welle von der KSZE-Schlussakte bis zur Kooperation mit Radio Moskau (1975 bis 1990). m press Martin Meidenbauer, München 2007, ISBN 978-3-89975-651-7
* Gabriele Rolfes: Die Deutsche Welle – ein politisches Neutrum im Weimarer Staat? Lang, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-631-44537-7
* Frank Capellan: Für Deutschland und Europa : der Deutschlandfunk : Rundfunkanstalt mit besonderem Auftrag, 1961-1989. K.G. Saur, München 1993, ISBN 3-598-21576-2
* Norbert Nail: Nachrichten aus Köln, London, Moskau und Prag. Untersuchungen zum Sprachgebrauch deutschsprachiger Auslandssendungen. Marburg 1981 (Marburger Studien zur Germanistik 1). ISBN 3-7708-0709-X
Weblinks
{{Commonscat|Deutsche Welle}}
* [http://www.dw.de/ Offizielle Webpräsenz]
* [http://www.gesetze-im-internet.de/dwg/index.html Deutsche-Welle-Gesetz]
* [http://www.dw.de/dw/article/0,2144,821343,00.html Geschichte der Deutschen Welle (Selbstdarstellung)]
* [http://www.heise.de/newsticker/meldung/37851 50 Jahre DW] auf Heise News.
* [http://www.dw.de/dw/0,,9097,00.html From Deutsche Welle to DW]
Einzelnachweise
[http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1960k/para1_4.html Zeittafel] zu den Kabinettsprotokollen der Bundesregierung 1960 des Bundesarchivs
[http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous2909411712503&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F1960%2FNr.%2061%20vom%2002.12.1960%2Fbgbl160s0862.pdf Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts vom 29. November 1960] im Bundesgesetzblatt vom 2. Dezember 1960 (BGBl. I S. 862; PDF, 729 kB)
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