Capua
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Capua ist eine süditalienische Stadt mit {{EWZ|IT|061015}} Einwohnern (Stand {{EWD|IT|061015}}) in der Provinz Caserta in der Region Kampanien am Fluss Volturno.
Geschichte
Antike
Für die Geschichte des antiken Capua siehe Santa Maria Capua Vetere.
Mittelalter
Nach der Zerstörung des beim heutigen Santa Maria Capua Vetere gelegenen antiken und frühmittelalterlichen Capua durch die Sarazenen (840) gründeten 856 die Langobarden die Stadt als Capua nova („Neu-Capua“) erneut an einer von der früheren etwas entfernten Stelle in der Nähe des antiken Casilinum. Im 11. Jahrhundert kam Capua in normannischen Besitz. Die Assisen von Capua wurden durch den Stauferkaiser Friedrich II. erlassen und sind ein frühes Beispiel für Erlasse zur Erschaffung eines Beamtenstaates.
Neuzeit
1860 war Capua Mittelpunkt des vergeblichen Widerstands der neapolitanischen Armee gegen Giuseppe Garibaldi. Im Zweiten Weltkrieg wurde Capua durch Luftangriffe stark zerstört.
Verkehr
Capua liegt an der Staatsstraße SS7 Via Appia, an der Autobahn A1 und an der
Bahnstrecke Roma–Cassino–Napoli, die es mit Neapel und Rom verbinden. Rund drei Kilometer nordwestlich der Stadtmitte befindet sich der Flugplatz Capua.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert ist u. a. der Dom Santo Stefano (erbaut 856). In der Stadt gibt es des Weiteren eine römische Brücke, eine mittelalterliche Burg, eine Kathedrale (zum Großteil restauriert) und ein archäologisches Museum. Im Museum findet man eine einmalige Sammlung sog. Matres-Matutae-Statuen, Kultbilder eines regionalen Kultes der vorrömischen Zeit.
Direkt an der römischen Brücke sind auch die eindrucksvollen Reste eines der berühmtesten Bauwerke zu finden, das während der Herrschaftszeit Friedrichs II. von Hohenstaufen entstand: das „Brückentor von Capua“.Alexander Knaak: Prolegomena zu einem Corpuswerk der Architektur Friedrichs II. von Hohenstaufen im Königreich Sizilien 1220–1250, Marburg 2001, S. 58–109. Birgit Wagner: Die Bauten des Stauferkaisers Friedrichs II. Monumente des Heiligen Römischen Reiches. dissertation.de, Berlin 2005, ISBN 3-89825-979-X, S. 225–303 (Auszüge im[http://www.stauferwissen.eu/?s=capua&lang=de Blog der Autorin]).
Das Steinmaterial für diese einst außergewöhnlich eindrucksvolle mittelalterliche Toranlage war zum großen Teil dem gigantischen römischen Amphitheater im nahegelegenen Santa Maria Capua Vetere (wo einst das antike Capua lag) entnommen worden. In den Resten des Brückentors soll in naher Zukunft ein Museum zur Geschichte des Brückentors und der Architektur während der Herrschaftszeit Friedrichs II. von Hohenstaufen eingerichtet werden.Söhne und Töchter der Stadt
* Giovanni Furno (1748–1837), Komponist
* Errico Malatesta (1853–1932), Anarchist
* Giuseppe Martucci (1856–1909), Komponist
Weblinks
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Einzelnachweise
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Kategorie:Ort in KampanienKategorie:Römische Stadt in Italien
Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Italien
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