Navigation


Birkhuhn

17.05.2012 @ 11:19, EmausBot,

{{Dieser Artikel|erläutert das Birkhuhn; eine besondere Bedeutung des Birkhahnes in der Heraldik, siehe Birkhahn (Wappentier)}}


{{Taxobox
| Taxon_Name = Birkhuhn
| Taxon_WissName = Lyrurus tetrix
| Taxon_Rang = Art
| Taxon_Autor = Linnaeus, 1758
| Taxon2_Name = Birkhühner
| Taxon2_WissName = Lyrurus
| Taxon2_Rang = Gattung
| Taxon3_Name = Raufußhühner
| Taxon3_WissName = Tetraoninae
| Taxon3_Rang = Unterfamilie
| Taxon4_Name = Fasanenartige
| Taxon4_WissName = Phasianidae
| Taxon4_Rang = Familie
| Taxon5_Name = Hühnervögel
| Taxon5_WissName = Galliformes
| Taxon5_Rang = Ordnung
| Bild = Black Grouse.jpg
| Bildbeschreibung = Birkhuhn und Birkhahn (Lyrurus tetrix)

}}

Das Birkhuhn (Lyrurus tetrix oder auch Tetrao tetrix) ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Innerhalb dieser Familie zählt es zu den Raufußhühnern (engl. Grouse), die nach einer heute überholten Klassifikation früher die eigene Familie Tetraonidae bildeten.

Das Birkhuhn ist ein Brutvogel der borealen und subarktischen Waldzone sowie entsprechender (sub-)alpiner und postglazialer Landschaften von Großbritannien bis nach Ostsibirien.Hans-Günther Bauer, Einhard Bezzel und Wolfgang Fiedler (Hrsg): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Alles über Biologie, Gefährdung und Schutz. Band 1: Nonpasseriformes – Nichtsperlingsvögel, Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-647-2 Der deutsche Bestand lebt insbesondere in den Alpen im Bereich der Baumgrenze. In der Lüneburger Heide liegen die letzten Vorkommen im nordwestdeutschen Tiefland. Kleine Mittelgebirgs-Restbestände gibt es u. a. in der Rhön sowie im Bayrischen Wald und dem sächsischen Erzgebirge. [http://www.bfn.de/natursport/test/SportinfoPHP/infosanzeigen.php?z=Tierart&code=d46 NaturSportInfo vom Bundesamt für Naturschutz] (abgerufen am 11. Februar 2011) Einhard Bezzel: Vögel, Band 2, 1984 BLV, ISBN 3-405-12877-3 Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (2010): Birkhuhn / Tetrao tetrix. - Biologische Vielfalt in Sachsen, Broschüre, 24 S.

Beschreibung


miniatur|Birkhenne
thumb|Birkhahn
Das Birkhuhn zählt mit 45–60 cm Körperlänge zu den mittelgroßen Raufußhühnern. Der Hahn erreicht eine Körperlänge von 55–60 cm. Seine Flügellänge liegt bei 246–291 mm, die Schwanzlänge bei 173–219 mm und das Gewicht zwischen 820 und 1750 g. Die Henne ist mit etwa 45 cm Körperlänge, einer Flügellänge von 214–263 mm, einer Schwanzlänge von 113–131 mm und einem Gewicht zwischen 750 und 1120 g kleiner und leichter.Maße nach Madge, S. 369 sowie Raethel, S. 251, s. Literatur Die Geschlechter unterscheiden sich zudem deutlich in der Gefiederfärbung. Während der Hahn kontrastierend blauschwarz und weiß gefärbt ist, zeigt die Henne bräunlich tarnfarbenes Gefieder.

Beide Geschlechter besitzen weiße Flügelbinden (= Spiegel), die im Flug zu sehen sind. Das Gefieder ist sehr dicht und umfasst auch die Nasenöffnungen und die Füße bis zur Zehenbasis. Der Lauf ist dabei im Winter lang und dicht, im Sommer nur auf der Vorderseite mit kurzen Federn befiedert. Die Iris ist braun. Der kurze und kräftige Schnabel ist hornschwarz und die Füße sind bräunlich.

Männchen


Beim Hahn liegt über dem Auge ein unbefiederter, halbmondförmiger und intensiv roter Fleck, der zur Paarungszeit stark anschwillt, so dass sich die Vorwölbungen („Rosen“) über dem Scheitel fast berühren.Glutz v. Blotzheim, S. 110, s. Literatur Sie sind mit feinen, plättchenartigen Stiften und Warzen bedeckt.Raethel, S. 251, s. Literatur Das Gefieder ist im Prachtkleid überwiegend schwarz und an Hals und Brust am dunkelsten. Kopf, Hals und die hintere Rückenpartie glänzen stahlblau und changieren violett – am Kopf teils eher grünlich. Die übrigen Körperpartien glänzen matter. Die vordere Rückenpartie, das Schultergefieder, die Oberflügel- und die Oberschwanzdecken sind braunschwarz und zeigen lediglich auf dem vorderen Rücken blauschwarze Säume. Zu den schwarzen Partien kontrastieren einige weiße Partien. So die Unterflügeldecken und die Achselfedern, die auch bei angelegtem Flügel als etwa kirschgroßer, weißer Fleck im Schulterbereich sichtbar sind. Zudem sind die basalen zwei Drittel der Armschwingen und die Basen der inneren Handschwingen weiß und bilden eine charakteristische Flügelbinde. Auch die Basen der großen Hand- und Armdecken sowie des Fittichs sind weiß, so dass der zusammengelegte Flügel eine doppelte Binde zeigt. An den schwarzbraunen Handschwingen stechen die weißlichen Schäfte optisch heraus. Besonders beim balzenden Vogel fallen die weißen Unterschwanzdecken auf, die länger sind als die mittleren Steuerfedern. Einige davon tragen einen schwarzen Spitzensaum. Der charakteristische, leierförmig gegabelte Schwanz besteht aus 18 schwarzen Federn mit blauviolettem bis blaugrünen Metallglanz. Die drei, seltener vier äußeren Paare sind sichelförmig nach außen gebogen und in der Länge gestuft, die mittleren kürzer und teils am Ende grauweiß gesäumt.

Im Ruhekleid zwischen Juni und August zeigen sich am Nacken sowie teils auch auf Vorderrücken und Scheitel bräunliche gebänderte oder bekritzelte Federn und weißliche Federn an Kinn und Kehle. Einjährige Hähne zeigen oft noch mehr dieser fleckigen Federn. Zudem haben die Steuerfedern vor dem Spätwinter noch nicht die volle Länge.

Weibchen


Das Gefieder der Henne ist oberseits überwiegend rostbraun gefärbt und durch breite Subterminalbinden schwarzbraun gebändert. Auf dem hinteren Rücken zeigt die schwärzliche Bänderung einen blauen Metallglanz. Vor allem auf dem vorderen Rücken, Bürzel und den meisten Oberflügeldecken sind die Federspitzen teils gräulich aufgehellt und schwarz bekritzelt. Kopfseiten und Kehle sind eher rostbeige und feiner gebändert, die Kropfgegend ist intensiv rostbraun und stark gebändert. Die Federn der übrigen Unterseite zeigen vor allem auf Brust und Bauch weißliche, schwarzbekritzelte Endbinden. Die Bänderung ist auf der Brust offener und verdichtet sich zu den Flanken und den Unterschwanzdecken, die breit weiß gesäumt sind. Die Schwingen tragen einen weißlichen Spitzensaum. Die des Handflügels sind dunkelbraun mit rostroter Sprenkelung, die inneren wie die Armschwingen auf den basalen zwei Dritteln weiß, so dass sie wie beim Hahn eine Flügelbinde bilden. Das dunkelbraune, distale Drittel der Armschwingen ist kräftig gesprenkelt. Die Unterflügeldecken sind weiß. Die schwarzbraunen Steuerfedern sind rostbraun gebändert, grob rostbraun bekritzelt und graubeige gesäumt. Der Schwanz ist leicht gegabelt.

Verbreitung


Das Artareal des Birkhuhns in der eurasischen Paläarktis erstreckt sich fast über die gesamte Wald- und Waldsteppenzone und reicht teilweise bis in die Steppenzone hinein. Das geschlossene Verbreitungsgebiet beginnt im südöstlichen Polen und setzt sich zwischen dem 50. und 70. Breitengrad bis nach Ostsibirien fort. Skandinavien ist mit Ausnahme der Gebirgszüge, der baumfreien Tundra im Norden und Südschweden fast vollständig besiedelt.
Das Areal in Mitteleuropa ist mit Ausnahme des Alpenraums inselartig aufgesplittert. Restvorkommen gibt es u. a. in Deutschland (s. u.), den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Großbritannien (hier v. a. in Schottland, in Teilen Nordenglands und in einem schmalen Streifen bis nach Wales).
Roland Lehmann: Artenschutzprogramm Birkhuhn, 2000. Hrsg.: Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg (MLUR) Franckh, Broschüre, 48 S.

IUCN, s. Weblinks

In Deutschland und in Grenznähe zu Deutschland findet man es noch in einigen Alpenregionen sowie stellenweise in folgenden Mittelgebirgsregionen: Rhön, Hohes Venn, Bayerischer Wald/Böhmerwald, Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Erzgebirge, Isergebirge, Riesengebirge. Ein Vorkommen existiert im Dreiländereck Sachsen-Brandenburg-Polen im Sandheidegebiet des Zschornoer Waldes.

Im Nordwestdeutschen Tiefland, wo das Birkhuhn zu Anfang des 20. Jahrhunderts noch sehr häufig war, sind die Bestände fast überall erloschen. Lediglich in der Naturräumlichen Region Lüneburger Heide bieten verschiedene Gebiete aufgrund ihrer Struktur, Größe und Abgeschiedenheit noch geeignete Lebensräume: Der Truppenübungsplatz Bergen, die Truppenübungsplätze Munster Nord und Süd, das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und die Große Heide bei Unterlüß (in der Südheide) beherbergten 2004 die meisten Birkhühner Niedersachsens. Johannes Prüter, Jann Wübbenhorst Peter Südbeck: Niedersachsens Verantwortung für die Erhaltung des Birkhuhns (Tetrao tetrix) im mitteleuropäischen Tiefland. - Vogelkdl. Ber. Niedersachs. 36: 121–130 (2004).

Lebensräume


thumb|Habitat in der Lüneburger Heide
thumb|Reich an Pflanzenresten: "Gestüber" vom Birkhuhn
Birkhühner sind typische Bewohner der „Kampfzonen“ des Waldes (z. B. an Moorrändern oder im Gebirge). Sie besiedeln eher offene, locker mit Gebüsch und Bäumen durchsetzte Landschaften. Dort stellen sie im Jahreslauf sehr komplexe Ansprüche an den Lebensraum: Für die Balz werden weite, offene und kurzwüchsige bis vegetationslose Flächen (z. B. jungen Heiden) benötigt. Für die Brut sind halboffene Flächen (z. B. verbuschte Heiden) mit einer höheren Krautschicht wichtig. Die Küken finden ihr Futter auf nährstoffreicheren Flächen (z. B. Ackerbrachen). Im Winter liefern Gehölzbestände Nahrung, im Frühling Moore.
Typische Lebensräume sind/waren Moore und Heideflächen, halboffene (Wiesen-) Landschaften im Hügelland und in lichten Kammwäldern der Mittelgebirge. In den Alpen werden die Latschen-, Zwergstrauch-, Matten- und Almwiesenregionen besiedelt.

Manfred Lütkepohl: Vögel. In: Cordes et al.: Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, 1997 Verlag M. Hauschild, ISBN 3-931785-36-X

Ernährung


Die Küken sowie adulte Birkhühner in der Mauser leben von tierischer Kost (Insekten und andere Wirbellose), auch Junghähne im Herbst nehmen Insektennahrung auf. Ansonsten ernähren sich Birkhühner im Jahreslauf von wechselnden Pflanzenarten und -teilen. Im Frühjahr werden vor allem junge Triebe und Knospen sowie Blütenstände von Weiden und einigen Gräsern (Wollgras) gefressen. Im Sommer bieten blütenreiche Wiesen eine abwechslungsreiche Kost. Im Herbst stellen die Beeren von Zwergsträuchern (Krähenbeere, Heidelbeere, Preiselbeere) einen großen Teil der Nahrung, auch Früchte von Eberesche, Mehlbeere und Weißdorn werden aufgenommen. Die Hauptnahrung im Winter stellen Knospen und Triebe von Laub- und Nadelbäumen dar.

Fortpflanzung


thumb|Birkhahn auf einer [[Briefmarken-Jahrgang 1965 der Deutschen Bundespost Berlin|Briefmarke aus dem Jahr 1965]]
thumb |Birkhuhn-Ei (132Lyrurus tetrix tetrix133)
Ab März/April bis in den Juni führen die polygamen Birkhähne ihre Balztänze auf. Diese finden auf traditionell genutzten Balzplätzen statt, die sich durch niedrige Vegetation und freie Sicht auszeichnen. Mehrere Hähne tragen dort ritualisierte Schaukämpfe aus. Bei dieser Gruppenbalz besetzen die ältesten und ranghöchsten Tiere die Zentren der Balzarenen.

Die einzelnen Hähne bewegen sich in kleinen Individual-Territorien mit gesträubten Schwanzfedern und nach vorn geneigtem Körper, dabei geben sie abwechselnd „kullernde“ und zischende Laute von sich. Es werden Drohposen eingenommen, zu Kämpfen kommt es aber nicht.

Die Hennen beobachten diese Vorführungen zunächst von erhöhten Positionen (Sträucher, Bäume) am Rand der Balzarena. Später begeben sie sich an das Balzterritorium des Hahns ihrer Wahl bzw. des stärksten Hahns. Bald nach der Paarung setzen die Hähne ihre Schaukämpfe fort und werben um andere Weibchen. Die Hähne verweilen noch bis in den Juni hinein auf den Balzplätzen. Auch später können noch gelegentlich Balztänze und Paarungen beobachtet werden.

Die Hähne unterscheiden nicht zwischen Birkhennen und ähnlichen Hennen anderer Hühnervögel. Bei gemeinsamen Vorkommen kann es daher zu Fehlpaarungen und Hybridisierungen z. B. mit Auerhühnern und Fasanen kommen. Hybride zwischen Auerhuhn und Birkhuhn werden als Rackelhühner bezeichnet.

Auf das Balzverhalten nehmen jagdliche Bezeichnungen wie "Spielhahn" oder "Schwarzer Ritter" Bezug.

Das Nest wird am Boden als flache Mulde angelegt und oft unter Zwergsträuchern oder Grasbüscheln versteckt. Ab Ende April bis Mai, im Hochgebirge ab Ende Mai, werden in dieses meist 7–10 Eier gelegt. Die Eier sind blassgelb bis braun gefärbt und gelblich bis braun gefleckt. Das Gelege wird ausschließlich von der Henne bebrütet, nach 24–28 Tagen schlüpfen die Küken, nach 15–20 Tagen sind sie flugfähig.

Die Küken sind Nestflüchter und ernähren sich zunächst von tierischem Eiweiß (Insekten, Würmer), ab einem Alter von einigen Wochen nehmen sie pflanzliche Nahrung auf.

Ihr Überleben hängt stark von der Witterung ab, warme und trockene Sommer sind günstig, bei kaltem und niederschlagsreichem Wetter gehen zahlreiche Küken ein.
Im September lösen sich die Familien aus Hennen und Jungvögeln auf. Anschließend beginnt die Herbstbalz, bei der ältere Hähne ihre Ranghöhe demonstrieren und mit den Junghähnen von Balzplatz zu Balzplatz fliegen und dabei große Teile des Lebensraums kennenlernen. Junghennen weisen dagegen einen eher kleinen Aktionsradius auf und bleiben bei den Althennen. Einzelne Jungvögel wandern im Herbst aus der Population ab.

Schutz und Gefährdung


Birkhühner zählen in Deutschland zu den streng geschützten Tierarten. [http://www.wisia.de/FsetWisia1.de.html WISIA Wissenschaftliches Informationssystem für den internationalen Artenschutz]. Recherche vom 14. Februar 2011. Seit 1973 genießen sie laut Jagdgesetz eine ganzjährige Schonzeit.

Sicherung, artgerechte Pflege (Habitatmanagement) und Neuentwicklung von Lebensräumen sind die wichtigsten Beiträge zum Schutz des Birkwilds. Störungen können z. B. durch Besucherlenkung (Wege nicht durch sensible Bereiche, z. B. Balzplätze) und Verbot störender Aktivitäten (z. B. Modellflug) vermieden oder begrenzt werden. Die Auswilderung von Fasanen sollte zur Vermeidung interspezifischer Konkurrenz unterlassen werden. NLWKN (Hrsg.) (2011): Vollzugshinweise zum Schutz von Brutvogelarten in Niedersachsen. – Wertbestimmende Brutvogelarten der Vogelschutzgebiete mit höchster Priorität für Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen – Birkhuhn (Tetrao tetrix). – Niedersächsische Strategie zum Arten- und Biotopschutz, Hannover, 8 S., unveröff.

Durch weitreichende Verluste und Veränderungen der Lebensräume (z. B. Abtorfung oder Trockenlegung von Mooren, Verlust von Heidelandschaften und Freiflächen in Wäldern) wurden die Bestände des Birkhuhns bis auf wenige Reste vernichtet. Diese Vorkommen werden durch zunehmende Isolation oder auch weitere Verkleinerungen der Lebensräume gefährdet. Durch Spaziergänger, freilaufende Hunde, Heißluftballons und tieffliegende Flugzeuge kann es zu erheblichen Störungen kommen.

Im Jahr 2010 wurde der deutsche Bestand auf etwa 2000 Tiere geschätzt, 90 Prozent der deutschen Birkhühner leben in den Alpen im Bereich der Baumgrenze. Das Tieflandsvorkommen in der Lüneburger Heide und damit der niedersächsische Bestand schwankte in den letzten zehn Jahren (Stand 2011) zwischen 160 und 230 Tieren, für Sachsen geht man von einem Bestand von etwa 50 Birkhühnern aus. In der Rhön ist das Aussterben des Bestandes, trotz langjähriger Schutzmaßnahmen, wohl nicht mehr zu verhindern, da der Fortpflanzungserfolg ausbleibt. Eckhard Jedicke: Naturschutz im Biosphärenreservat Rhön - Vorbildlandschaft oder Entwicklungsland In: Jahrbuch Naturschutz in Hessen. Band 12, 2008, S. 33–37.

Rote Liste-Einstufungen (Auswahl):

* Rote Liste Deutschland: 2 (stark gefährdet) Südbeck et al., Rote Liste und Gesamtarten der Brutvögel (Aves) Deutschlands. Naturschutz und Biologische Vielfalt 70: 159–227.
* Rote Liste der Schweiz: NT (Near Threatened = gering gefährdet, Vorwarnliste) [http://www.vogelwarte.ch/home.php?lang=d&cap=voegel&file=detail.php&WArtNummer=1510 vogelwarte.ch, abgerufen am 14. Februar 2011]

* Weltweit bzw. Art insgesamt: LC (Least Concern = nicht gefährdet)

1980 war das Birkhuhn Vogel des Jahres in Deutschland.[http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/1980-dasbirkhuhn/ Vogel des Jahres (Deutschland): 1980]

Unterarten

Verschiedene Autoren beschreiben meist 6-8 Unterarten des Birkhuhns, wobei sich die Auswahl der einzelnen Subspezies in der Regel etwas unterscheidet. http://data.iucn.org/dbtw-wpd/edocs/2007-034.pdf * IUCN: Grouse - Status Survey and Conservation Action Plan 2006-2010 http:// {{Avibase|ID=D4441CD6E9C993EF|ScientificName=Lyrurus tetrix|CommonName=Birkhuhn|Linktext=nein}} Lyrurus tetrix bei Avibase http://data.gbif.org/search/Tetrao+tetrix Global Biodiversity Information Facility http://ibc.lynxeds.com/species/eurasian-black-grouse-tetrao-tetrix

The Internet Bird Collection B. Stegemann (1932): Die geographischen Formen des Birkhuhns (Lyrurus tetrix L.). Journal fũr Ornithologie 80: 342-354.

Als allgemein anerkannt können anscheinend neben der Nominatform L. t. tetrix auch L. t. britannicus, L. t. ussuriensis, L. t. viridanus und L. t. mongolicus gelten.

Unterarten des Birkhuhns, Verbreitung und Merkmale gemäß The Internet Bird Collection und Stegemann 1932: http://ibc.lynxeds.com/species/eurasian-black-grouse-tetrao-tetrix The Internet Bird Collection] B. Stegemann (1932): Die geographischen Formen des Birkhuhns (Lyrurus tetrix L.). Journal fũr Ornithologie 80: 342-354.

Lyrurus tetrix baikalensis (Lorenz, 1911)
:SO Sibirien, vom Baikalsee zum Amur, Mongolei und westliche Mandschurei

:Merkmale: Männchen schillern grünlich, Kopf meist bräunlich, Zeichnung gesprenkelt, Spiegel groß, großwüchsige Tiere

Lyrurus tetrix britannicus (Witherby & Lonnberg, 1913)
:Nördliches und westliches Großbritannien

:Merkmale: Sehr dunkel gefärbt, Männchen mit z. T. Purpurschimmer, Spiegel und weitere weiße Partien des Gefieders gegenüber L. t. tetrix reduziert.

Lyrurus tetrix mongolicus (Lonnberg, 1904)
:Kirgisistan, Tian Shan bis Altai und andere Regionen der westlichen Mongolei

:Merkmale: Männchen schillern rein blau, Weibchen relativ dunkel und fein verwischt gezeichnet, großer Spiegel, großwüchsige Unterart

Lyrurus tetrix tetrix (Linnaeus, 1758)
:Weite Teile des Verbreitungsgebiets, von Skandinavien, Belgien, südfranzösische Alpen ins nordöstliche Sibirien

:Merkmale: siehe oben

Lyrurus tetrix ussuriensis (Kohts, 1911)
:Östliche Mandschurei bis an den Ussuri und vermutlich auch den Amur

:Merkmale: Männchen mit ausgeprägt grünem Metallglanz, sehr großer Spiegel, Weibchen rostbraun, Vögel größer als L. t. tetrix, aber kleiner als L. t. baikalensis

Lyrurus tetrix viridanus (Lorenz, 1891)
:SO Russland und SW Sibirien, zwischen Don und Irtysch

:Merkmale: Männchen mit grünlichblauem Metallglanz, Weibchen hell gefärbt, weißer Spiegel deutlich größer als bei L. t. tetrix, Gefieder teilweise gesprenkelt

Lyrurus tetrix tschusii (Johansen, 1898)

:Südlich Sibirien, vom Irtysch zum Baikalsee, nördlich bis nach Tomsk und Krasnojarsk, im Süden bis zum NW Altai und ins Sajangebirge

Symbolik


thumb|Birkhuhnsymbol im Naturpark Hohes Venn - Eifel

* Als Wappentier erscheint der Birkhahn gelegentlich in seinem ehemaligen Verbreitungsgebiet, so z.B. im Ortswappen von Hohne, Wiesmoor, Hanstedt oder Twist.

* Der Birkhahn ist das Symbol der schwedischen, 1726 gegründeten, Eisen- und Glashütte Orrefors.

* 1940/41 wurde in Bad Tölz und Umgebung aus Einheimischen die 97. Jägerdivision aufgestellt. Als taktisches Abteilungszeichen der Division fand eine Feder des Spielhahns Verwendung, was den Spitznamen Spielhahnjäger veranlasste.

* Das Birkhuhn ist Symbol des Naturparks Hohes Venn-Eifel.

* Das Birkhuhn ist Wappentier des Naturhistorischen Museums in Schleusingen

Einzelnachweise


Literatur


* Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Band 5, Galliformes – Gruiformes. Aula-Verlag, Wiesbaden, 2. Auflage 1994: S. 322–370, ISBN 3-923527-00-4, S. 105–172
* Siegfried Klaus, Hans-Heiner Bergmann, Christian Marti et al.: Die Birkhühner, Die Neue Brehm-Bücherei 397, Wittenberg 1990, ISBN 978-3894323974
* Jann Wübbenhorst und Johannes Prüter: Grundlagen für ein Artenhilfsprogramm „Birkhuhn in Niedersachsen“ Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen Heft 42 (2007). ([http://www.nlwkn.niedersachsen.de/master/C36182894_N5454319_L20_D0_I5231158.html#Summary Inhaltsverzeichnis & Zusammenfassung])
*Heinz-Sigurd Raethel: Hühnervögel der Welt, Verlag J. Neumann-Neudamm GmbH & Co. KG, Melsungen 1988, ISBN 3-7888-0440-8, S. 250–257

* Steve Madge, Phil McGowan: Pheasants, Partridges & Grouse, Helm Identification Guides, Christopher Helm, London 2002, ISBN 0-7136-3966-0, S. 368–369

Weblinks


{{commons|Lyrurus tetrix}}
* {{IUCN
|Year=2008
|ID= 100600293
|ScientificName=Tetrao tetrix
|YearAssessed=2009
|Assessor=BirdLife International
|Download=13. November 2011
}}
* [http://www.bfn.de/natursport/test/SportinfoPHP/infosanzeigen.php?z=Tierart&code=d46 Ausführliche Beschreibung des Birkhuhns vom Bundesamt für Naturschutz]
* [http://www.naturfoto-online.de/birkhuhn-fotos-1.htm Birkhuhn-Fotos] - (Naturfoto-Online)
* [http://www.wietingsmoor.de/birkhuhn.html Das Birkhuhn im Wietingsmoor] - (Landschaftsservice Syke)
* [http://www.jagd.it/hochwild/spielhahn.htm Das Birkwild (Spielhahn)] - (Südtiroler Jagdportal)
* [http://gutenberg.spiegel.de/kobell/wildangr/wild203.htm Der Spielhahn] - (Spiegel-Online / Projekt Gutenberg)
* [http://www.vogelwarte.ch/home.php?lang=d&cap=voegel&file=detail.php&WArtNummer=1510 Eintrag bei der Schweizerischen Vogelwarte]

* {{IBC|ID=eurasian-black-grouse-tetrao-tetrix|Titel=Tetrao tetrix}}

{{Navigationsleiste Vogel des Jahres in Deutschland}}

Kategorie:Fasanenartige
Kategorie:Federwild
Kategorie:Alpenfauna

Kategorie:Vogel des Jahres (Deutschland)

az:Tetrao tetrix
be:Цецярук
be-x-old:Цецярук
bg:Тетрев
br:Skilgog du
ca:Gall de cua forcada
cs:Tetřívek obecný
cv:Ăсан
cy:Grugiar Ddu
da:Urfugl
Black Grouse
eo:Tetro
es:Tetrao tetrix
et:Teder
eu:Lyrurus tetrix
fi:Teeri
fo:Orri
Tétras lyre
ga:Liathchearc
gd:Coileach dubh
hu:Nyírfajd
it:Tetrao tetrix
ja:クロライチョウ
kbd:Тафэмысырджэд
kk:Құр
lt:Tetervinas
ltg:Rubyns
lv:Rubenis
my:ခြေမွေးမဲ့ရစ်နက်
nl:Korhoen
nn:Orrfugl
no:Orrfugl
pl:Cietrzew
pms:Tetrao tetrix
ro:Cocoșul de mesteacăn
ru:Тетерев-косач
sah:Куртуйах
se:Hurri
sk:Tetrov hoľniak
sl:Ruševec
sv:Orre
tr:Kara orman tavuğu
uk:Тетерук
zh:黑琴鸡

weiter

Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Birkhuhn der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.