Autobahn (Deutschland)
miniatur|Bis 1974 Endpunkt der [[Bundesautobahn 1#Geschichte|Autobahn Hamburg-Lübeck am Horner Kreisel in Hamburg-Horn. Bis in die 1950er-Jahre stand dort „Reichsautobahn“. Seit 1982 beginnt hier die A 24]]
miniatur|[[Bundesautobahn 20|A 20 bei Langsdorf]]miniatur|Ausfahrt der [[Bundesautobahn 66|A 66 bei Frankfurt (Main)]]
miniatur| Bundesautobahn 1951
Deutsche Autobahnen sind in der Regel für den Schnellverkehr geeignet, frei von plangleichen Kreuzungen, haben getrennte Fahrbahnen für den Richtungsverkehr mit jeweils mehreren Fahrstreifen und sind mit besonderen Anschlussstellen für die Zu- und Ausfahrten ausgestattet.
Deutschland hat eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt und mit mehr als 12.819 Kilometern (Stand: 2011) nach dem Interstate Highway System (75.376 km) in den USA und dem National Trunk Highway System (45.400 km) der Volksrepublik China das drittlängste.Laut Bundesministerium für Verkehr, Bau und StadtentwicklungAktuelle Daten: [http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/de_jb16_jahrtab36.asp Bundesamt für Statistik]
Autobahnen in Deutschland sind in der Regel Bundesautobahnen (Abk.: BAB) nach dem Bundesfernstraßengesetz (FStrG); es können jedoch auch andere Straßen, die einen geeigneten Ausbauzustand besitzen, als Autobahnen beschildert sein. Umgekehrt sind nicht alle Bundesautobahnen auch als Autobahn beschildert. Autobahnen im Sinne der Straßenverkehrsordnung werden durch das Verkehrszeichen 330 gekennzeichnet. Sie dürfen nur von Kraftfahrzeugen befahren werden, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h überschreitet ({{§|18|stvo|juris}} Abs. 1 Satz 1 StVO).
Geschichte
Die Bezeichnung „Autobahn“ wurde erstmals von Robert Otzen im Jahr 1929 geprägt. Otzen war Vorsitzender des Autobahnprojekts HaFraBa (Autobahnprojekt Hamburg–Frankfurt am Main–Basel). Bis dahin sprach man von „Nur-Autostraße“. Die erste Autobahn der Welt war die AVUS im Berliner Grunewald, die 1921 eröffnet wurde. Die erste längere Autobahn der Welt wurde 1923 in Italien eröffnet (heutige A9 von Mailand nach Como).
Der Begriff „Autobahn“ tauchte zum ersten Mal 1932 auf und bezeichnete die Vorstellung einer kreuzungsfreien Schnellstraße ohne Gegenverkehr. Eine Fachzeitschrift zur HaFraBa hatte sich damals in Analogie zur Eisenbahn in „Autobahn“ umbenannt. Die erste Autobahn in diesem Sinne in Deutschland, die zwei Städte verband, wurde 1932 zwischen Köln und Bonn von Konrad Adenauer eröffnet; die kreuzungsfreie Strecke war 20 Kilometer lang. Heute trägt sie die Bezeichnung A 555. Die Straße war bereits für Fahrzeuggeschwindigkeiten von 120 km/h konzipiert, obwohl die damaligen Fahrzeuge meist nur eine deutlich geringere Geschwindigkeit erreichen konnten.
Am 23. September 1933, (wenige Tage vor der Eröffnung eines Teilabschnittes der heutigen A 3 bei Opladen, der bereits 1931 begonnen worden war [http://www.wabweb.net/verkehr/frames/abhistDf.htm Zur Geschichte der Autobahn.]) wurde im Nationalsozialismus mit dem Ausbau der Reichsautobahnen begonnen, was durch die Propaganda besonders herausgestellt wurde. Die Verantwortung für den Bau der Reichsautobahnen oblag dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Fritz Todt, dem Landschaftsarchitekten Alwin Seifert und dem Architekten Paul Bonatz. Auf den ersten Autobahnabschnitten musste auf Druck Hitlers die Deutsche Reichsbahn einen Omnibus-Schnellverkehr einrichten, darunter gehörte die Strecke Frankfurt/Main-Darmstadt-Mannheim. Daraus entwickelte sich der spätere Bahnbusverkehr der Deutschen Bundesbahn. Während des Zweiten Weltkrieges, ab Herbst 1943, durften Autobahnen wegen des geringen Fahrzeugverkehrs auch von Radfahrern benutzt werden.
Mit der Einführung von Schutzplanken, allgemein auch Leitplanken genannt, wurde an den westdeutschen Autobahnen Anfang der 1960er Jahre begonnen.
Bundesautobahnen
100px|left|[[Straßenverkehrs-Ordnung (Deutschland)|StVO-Zeichen Nr. 330 – Autobahn]]
miniatur|Baustelle auf der [[Bundesautobahn 9|A 9]]
miniatur|Nothaltebucht an der [[Bundesautobahn 61|A 61]]
Bundesautobahnen sind Bundesfernstraßen, die laut {{§|1|fstrg|juris}} Bundesfernstraßengesetz (FStrG) „nur für den Schnellverkehr mit Kraftfahrzeugen bestimmt und so angelegt sind, dass sie frei von höhengleichen Kreuzungen und für Zu- und Abfahrt mit besonderen Anschlussstellen ausgestattet sind. Sie sollen getrennte Fahrbahnen für den Richtungsverkehr haben.“
Ihre Eigenschaft als Bundesautobahn erhält eine Straße durch den formalen Akt der Widmung. Dadurch gibt es Strecken, die eine Bundesautobahn sind, ohne den notwendigen Ausbauzustand zu besitzen (beispielsweise bei Strecken, bei denen bisher nur eine Richtungsfahrbahn fertiggestellt werden konnte) und die daher vorübergehend wie eine Bundesstraße, oft jedoch mit dem Zeichen 331 auch als Kraftfahrstraße, beschildert wurden.
: → Siehe auch::* Liste der Autobahnen, die keine Bundesautobahnen sind
:* Liste der Bundesautobahnen, die keine Autobahnen sind
Tempolimit
Auf Autobahnen in Deutschland gilt kein allgemeines Tempolimit für PKW und Motorräder, jedoch eine empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Dies bedeutet, dass diese Geschwindigkeit auch bei normalen Verkehrsverhältnissen nicht überschritten werden sollte. Die Überschreitung der Richtgeschwindigkeit ist, sofern kein Verkehrszeichen die Geschwindigkeit beschränkt, keine Straftat oder Ordnungswidrigkeit; jedoch kann bei einem Unfall eine Mithaftung aufgrund einer erhöhten Betriebsgefahr angerechnet werden. Die Richtgeschwindigkeit gilt für mehr als die Hälfte des deutschen Autobahnnetzes, ungefähr ein Drittel hat eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung, der Rest ein je nach Verkehrs- und Wettersituation wechselndes Limit. Für Lastkraftwagen und Busse bestehen Tempolimits (80 bzw. 100 km/h bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen).
Auf manchen Teilstücken kommt es jedoch auch vor, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn bei 130 km/h liegt (angezeigt durch entsprechende Tempolimitschilder nach jeder Auffahrt). Das 130-km/h-Schild ist in Deutschland das Schild mit der höchsten Geschwindigkeitsbegrenzung, das verwendet wird. Vorübergehend wird auf der A 2 in Höhe Braunschweig ein Modellversuch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h und entsprechender Beschilderung durchgeführt.
Im Bundesland Bremen gilt seit dem 9. April 2008 – einmalig in einem deutschen Bundesland – ein generelles Tempolimit von 120 km/h.Pressestelle des Senats der Freien Hansestadt Bremen: [http://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?id=18847 Bremen führt als erstes deutsches Bundesland generelles Tempolimit auf Autobahnen ein]. 9. April 2008 Von den insgesamt rund 60 km Autobahnstrecke in Bremen ist allerdings nur ein etwa sechs Kilometer langes Teilstück der A 27 tatsächlich von der Änderung betroffen, da für die restlichen Streckenabschnitte bereits vorher Geschwindigkeitsbegrenzungen galten.Die Welt: [http://www.welt.de/wirtschaft/article1887805/Bremen_heizt_Diskussion_ueber_Tempolimit_an.html Maximal 120 km/h: Bremen heizt Diskussion über Tempolimit an]. 10. April 2008
Immer wieder gibt es öffentliche Debatten über die Einführung eines bundesweiten Tempolimits auf Autobahnen. Befürworter geben als Argumente u.a. geringere Unfallzahlen, Verringerung der Lärmbelästigung sowie den Umweltschutz an. Gegner widersprechen dieser Argumentation und führen u.a. ökonomische Nachteile sowie eine Einschränkung der individuellen Freiheit als Argumente gegen ein Tempolimit an.
Organisation
Für Bundesautobahnen existiert seit 1. Januar 1975 das heutige Nummerierungssystem.Liste in: Baedeker, Deutschland, Die Bundesrepublik, 14. Auflage, Stuttgart 1975. Ein früheres, 1971 im „Bedarfsplan Bundesfernstraßen 1971–1985“ festgehaltenes System, in dem die einstelligen Nummern den von Berlin ausgehenden Strecken zugeordnet waren, hatte sich nicht durchsetzen können.Anlage zum „Gesetz über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985“, Bundesgesetzblatt 1971, Teil I, Seite 873, siehe auch [http://www.autobahn-online.de/altenummerierung.html Nummerierung des deutschen Autobahnnetzes nach West-Modell vor 1974 (unvollständig)] Bundesautobahnen, die in nord-südlicher Richtung verlaufen, werden in Deutschland mit ungeraden Ziffern, Autobahnen in ost-westlicher Richtung werden gerade nummeriert. Die einziffrigen Autobahnen (A 1–A 9) durchziehen Deutschland großräumig oder grenzüberschreitend. Die zweiziffrigen Nummerierungen sind einzelnen Gebieten zugeordnet; sie beginnen mit der A 10, dem Berliner Ring, und enden mit der A 99, dem Autobahnring München:
* A 10 und höhere verlaufen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern* A 20 und höhere in Norddeutschland
* A 30 und höhere in Niedersachsen, Ostwestfalen-Lippe sowie zu einem geringen Teil in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt
* A 40 und höhere im Rhein-Ruhr- bis Rhein-Main-Gebiet
* A 50 und höhere vom Niederrheingebiet bis Köln
* A 60 und höhere in Rheinland-Pfalz, Saarland und Südhessen
* A 70 und höhere in Franken, in Sachsen und Thüringen
* A 80 und höhere in Baden-Württemberg
* A 90 und höhere in Altbayern und im Bodenseeraum.
Regionale Autobahnen, die beispielsweise zwei größere Autobahnen verbinden oder Zubringerautobahnen sind, haben eine dreistellige Nummerierung mit analoger erster Ziffer, also etwa einer „3“ im Großraum Hannover. Hierbei ist beispielsweise die A 395 der (bei Benennung) fünfte Abzweig der A 39, die „kleine“ A 395 ist also ein Ableger der A 39.Im Ergebnis entsprechen die Autobahnnummern sehr oft den (alten 4-stelligen) Postleitzahlen eines der beiden Endpunkte.
Die auf der Beschilderung ausgewiesene Nummer kann – vor allem provisorisch – von der in der Widmung vergebenen Nummer abweichen; auf diese Weise sind auch andere Autobahnen, wie die A 995, in die Nummerierung einbezogen.
Die Beschilderung der Fahrtziele richtet sich bei deutschen Autobahnen nach den im Autobahnverzeichnis der Bundesanstalt für Straßenwesen aufgeführten Endstellen der einzelnen Autobahnteilabschnitte. Aus diesem Grunde werden viele große Städte, an denen eine Autobahn vorbeiführt, oft erst kurz vor der Ausfahrt auf der Beschilderung erwähnt, was besonders ausländische Kraftfahrer verwirrt.
Bundesautobahnen unterliegen als Bundesfernstraßen der Zuständigkeit des Bundes; anders als bei Bundesstraßen gibt es jedoch keine direkten Ortsdurchfahrten.
Maut
→ Hauptartikel: Maut
miniatur|100px|Zeichen 390: Mautpflicht nach dem ABMG
Auf Autobahnen, die Bundesautobahnen sind, wird für LKW schon seit den 1990er Jahren eine Maut mittels Vignette (ähnlich wie beispielsweise in Österreich oder der Schweiz für PKW) erhoben. Seit dem 31. August 2003 gilt auf deutschen Bundesautobahnen eine streckenabhängige Maut für Lastkraftwagen über zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Ausgenommen von der Mautpflicht sind unter anderem Kraftomnibusse, Land- und Forstwirtschaftliche Maschinen und die Feuerwehr. Zur Mauterhebung ist in Deutschland ein GPS-, also satellitengestütztes System aufgebaut worden. Da das neu entwickelte Abrechnungssystem Toll Collect jedoch zum Starttermin noch nicht einsatzbereit war, wurde zunächst noch keine Maut erhoben. Nach einigem politischen und vertragsrechtlichen Tauziehen konnte am 1. Januar 2005 eine zunächst technisch eingeschränkte Version in Betrieb genommen werden.
Strecken, die nicht mit dem Zeichen 330 als Autobahn beschildert sind, werden hierbei mit dem Zeichen 390 gekennzeichnet. Auf Autobahnen, die keine Bundesautobahnen sind, wird keine Maut erhoben. Diese Strecken sind in der Mauttabelle mit einer kostenpflichtigen Länge von „0,0 km“ ausgewiesen. Eine PKW-Maut auf deutschen Autobahnen gibt es bisher nicht. Der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hatte 2005 noch einmal bekräftigt, dass eine solche Maut auch nicht in Planung sei. Der neue Verkehrsminister Peter Ramsauer hatte die PKW-Maut wieder ins Gespräch gebracht, kurz darauf aber ebenfalls geäußert, dass keine PKW-Maut geplant sei.
Vom Staat erhobene Gebühren müssen in der Bundesrepublik Deutschland wieder dem Sachgebiet, in dem sie erhoben worden sind, zugute kommen, in diesem Fall der Instandhaltung und dem Neubau von Verkehrsinfrastruktur. Sie fließen – abzüglich der Betreibergebühren für Toll Collect – an die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft mbH. Die Maut-Gebühren werden im Rahmen von „Public Private Partnership“-Projekten im Gegenzug für Straßenbau- und erhaltung bei einigen Strecken (derzeit vier Autobahnabschnitte, geplant sind weitere sieben[http://www.zeit.de/2010/29/DOS-Autobahn Roland Kirbach: Deutschlands gefährlichste Straße. In: Die Zeit Nr. 29 vom 15. Juli 2010, S. 13-15]) auch an private Unternehmen gezahlt.
Weiterhin sind einige neue Verkehrsprojekte teilweise privat realisiert worden, die zwar nicht direkt im Autobahnnetz liegen, aber daran anschließen: Der Warnowtunnel in der Verlängerung der A 19 in Rostock und der Herrentunnel an der A 226 in Lübeck. Dort wird gemäß dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetz (Modell F) die Maut nicht nur für LKW, sondern auch für PKW erhoben. Sehr bald nach der Eröffnung hat sich gezeigt, dass die erwarteten Einnahmen nicht realisiert werden konnten, weil erheblich weniger Verkehr floss als prognostiziert. Daraufhin wurde der Zeitraum, in dem der Betreiber Maut erheben kann, beim Warnowtunnel von 30 auf 50 Jahre verlängert, im Fall des Herrentunnels wurde die Maut insbesondere für PKW erhöht. Anhand dieser Projekte wird überlegt, eine Maut für einige Neubau-Strecken einzuführen; andererseits wird in Frage gestellt, ob dieses Finanzierungsmodell tragfähig ist. Derzeit (2007) wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet zu einer privaten Mitfinanzierung der vom Hamburger Senat geplanten Hafenquerspange, einer Autobahn, die durch den Hafen und die Elbinsel Wilhelmsburg verlaufend die Autobahnen A 1 und A 7 verbinden soll.
Verkehrsstärke
Die am stärksten befahrene Autobahn Deutschlands ist die A 100 in Berlin, gefolgt von der A 3 im Bereich des Kölner Rings und der A 8 östlich von Stuttgart.
Insgesamt verzeichnen 20 Autobahnen abschnittsweise über 100.000 Fahrzeuge pro Tag.
{| class="wikitable"|-
! Autobahn
! meistbefahrener Abschnitt
! Verkehrsdichte
|-
| A 100
| Dreieck Funkturm – Kurfürstendamm (Berlin)
| 186.100
|-
| A 3
| Köln-Dellbrück – Kreuz Köln-Ost (Nordrhein-Westfalen)
| 157.100
|-
| A 8
| Dreieck Leonberg – Leonberg Ost (Baden-Württemberg)
| 147.600
|-
| A 9
| Kreuz München-Nord – Garching-Süd (Bayern)
| 146.200
|-
| A 5
| Frankfurt-Niederrad – Frankfurter Kreuz (Hessen)
| 145.900
|-
| A 7
| Dreieck Hamburg-Nordwest – Hamburg-Stellingen (Hamburg)
| 134.300
|-
| A 66
| Frankfurt-Höchst – Eschborner Dreieck (Hessen)
| 133.200
|-
| A 81
| Ludwigsburg-Nord – Ludwigsburg-Süd (Baden-Württemberg)
| 129.300
|-
| A 2
| Hannover-Herrenhausen – Dreieck Hannover-West (Niedersachsen)
| 129.000
|-
| A 99
| Aschheim/Ismaning – Kirchheim bei München (Bayern)
| 121.200
|-
| A 4
| Kreuz Köln-Süd – Köln-Poll (Nordrhein-Westfalen)
| 120.500
|-
| A 1
| Kreuz Leverkusen-West – Köln-Niehl (Nordrhein-Westfalen)
| 119.400
|-
| A 57
| Köln-Bickendorf – Köln-Longerich (Nordrhein-Westfalen)
| 118.500
|-
| A 40
| Dreieck Essen-Ost – Essen-Frillendorf (Nordrhein-Westfalen)
| 117.200
|-
| A 661
| Offenbach-Kaiserlei – Frankfurt-Ost (Hessen)
| 116.800
|-
| A 59
| Dreieck Sankt Augustin-West – Dreieck Bonn-Nordost (Nordrhein-Westfalen)
| 115.900
|-
| A 111
| Flughafen Tegel – Heckerdamm (Berlin)
| 114.700
|-
| A 52
| Dreieck Breitscheid – Kreuz Breitscheid (Nordrhein-Westfalen)
| 111.700
|-
| A 46
| Kreuz Hilden – Hilden (Nordrhein-Westfalen)
| 111.600
|-
| A 565
| Bonn-Beuel-Nord – Bonn-Auerberg (Nordrhein-Westfalen)
| 106.500
|}
Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen [http://www.bast.de/cln_033/nn_42248/DE/Statistik/Verkehrsdaten-Downloads/2010/zaehlung-2010-BAB-strassen,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/zaehlung-2010-BAB-strassen.pdf Manuelle Straßenverkehrszählung 2010 des BVM].'' 11. November 2011
Netzentwicklung
{| class="wikitable"! Jahr
| 1950 || 1955 || 1960 || 1965 || 1970 || 1975 || 1980 || 1985 || 1990 || 1995 || 1996 || 1997 || 1998 || 1999
|-
! Länge in km
| 2.128 || 2.187 || 2.551 || 3.204 || 4.110 || 5.742 || 7.292 || 8.198 || 8.822 || 11.143 || 11.190 || 11.246 || 11.309 || 11.427
|}
{| class="wikitable"! Jahr
| 2000 || 2001 || 2002 || 2003 || 2004 || 2005 || 2006 || 2007 || 2008 || 2009 || 2010 || 2011
|-
! Länge in km
| 11.515 || 11.712 || 11.786 || 12.037 || 12.044 || 12.174 || 12.363 || 12.531 || 12.594 || 12.718 || 12.813 || 12.819
|}
miniatur|500 Meter vor einer Autobahnausfahrt werden derartige Schilder verwendet. Hier bei [[Ilmenau-Ost an der A 71 steht es bereits 650 Meter vorher, da dazwischen eine Brücke liegt.]]
ZahlenangabenAktuelle Daten: [http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/de_jb16_jahrtab36.asp Bundesamt für Statistik][http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/087/1708700.pdf Unterrichtung durch die Bundesregierung: Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2010], Drucksache 17/8700 vom 20. Februar 2012, S.181–182
* 1990 und früher: nur alte Bundesländer,
* 1995 und später: alte und neue Bundesländer.
Davon waren am 1. Januar 2005 laut des Straßenbauberichtes 2005 des Bundesministeriums für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung 2590 km sechs- oder mehrstreifig, was einem Anteil von 21,3 % entspricht.
Es muss jedoch beachtet werden, dass besonders in den achtziger Jahren einige Autobahnen zu Bundesstraßen abgestuft wurden ohne bauliche Veränderungen, zum Beispiel die Bundesautobahn 680, die zur B 26 wurde. Daher kann die Netzentwicklung teilweise nicht gleich gesetzt werden mit der Entstehung neuer Autobahnstrecken.
Straßenbeläge
Die deutschen Autobahnen wurden ursprünglich vorwiegend mit einer Betonfahrbahn versehen, aber auch Pflasterabschnitte waren zu finden. Heute sind vorwiegend Asphaltdecken vorhanden, die im Mittel alle 15 Jahre erneuert werden müssen. Aufgrund der höheren Belastbarkeit und längeren Konzessionszeit von ca. 30 Jahren wird wieder verstärkt Beton verwendet.
Eine Betonautobahn neuerer Bauart ist z. B. die 37 Kilometer sechsstreifige Teilstrecke A 8 zwischen dem Autobahnkreuz Augsburg-West und dem Autobahndreieck München-Eschenried. Für das Pionierprojekt wurden ca. 130.000 Tonnen Zement verbaut. Durch die Waschbetonstruktur weist die Oberfläche zudem eine bessere Griffigkeit auf und Fahrgeräusche werden reduziert.HeidelbergCement: [http://www.heidelbergcement.com/de/de/country/presse/fachpi2008/20080325_1.htm Autobahnbau in Deutschland: Pionierarbeit mit 3P]. 25. März 2008
Trivia
miniatur|Besonderheit auf der A 81: Autobahnausfahrt nach links
In Deutschland gibt es einige Ausfahrten „nach links“. Eine solche befindet sich zum einem auf der A 81 bei Gärtringen (Anschlussstelle 27) in Baden-Württemberg und war ursprünglich als Autobahnkreuz geplantA 81: Bild der Autobahnausfahrt Gärtringen. Zwei andere befinden sich in Berlin: auf der A 100 Ausfahrt Siemensdamm (Anschlussstelle 5) und auf der A 111 Ausfahrt Eichborndamm (Anschlussstelle 8) im Tunnel Flughafen Tegel. Die genannten Links-Ausfahrten sind in nördlicher Fahrtrichtung erreichbar. Eine weitere Linksausfahrt befindet sich seit März 2007 auf der A 46 im umgebauten Autobahndreieck Neuss-West in Nordrhein-Westfalen.A 46: [http://www.autobahnatlas-online.de/Bildergalerie/A46NeussWest.htm Bilder vom Autobahndreieck Neuss-West]
An der Anschlussstelle (AS) Pirmasens-Winzeln (A 8/A 62) gibt es in Fahrtrichtung Pirmasens eine Linksausfahrt und Linkseinfahrt. Dort war für die ursprünglich geplante Weiterführung der A 8 nach Karlsruhe ein AB-Dreieck vorbereitet, das dann für die Landesstraße L 600 genutzt wurde.
Auf einem Abschnitt der A 4 bei Eisenach, seit der Nordverlegung der Autobahn im Jahre 2010 abgestuft zu einem Teil der Bundesstraßen 19 und 84, befindet sich auf dem Standstreifen eine ummauerte Treppe aus den 1930er Jahren.A 4: [http://www.autobahn-online.de/images/eisenach.jpg Bild der ummauerten Treppe] Durch die kriegsverursachte Zweiteilung der heutigen A 4 (Aachen – Köln – Olpe bzw. Bad Hersfeld – Erfurt – Chemnitz – Dresden – Bautzen) geht die zu DDR-Zeiten vom Hermsdorfer Kreuz bis zur innerdeutschen Grenze ausgedehnte Kilometrierung mit Nullpunkt bei Dresden plötzlich über in die ältere Kilometrierung, die, vom Autobahndreieck Potsdam am Berliner Ring beginnend, über das Hermsdorfer Kreuz westlich weiterlief und auf hessischem Gebiet unverändert Richtung Kirchheimer Dreieck fortgesetzt wird.
Am Autobahnabschnitt Strecke 46 wurde von 1937 bis 1939 gebaut, er ist jedoch nie fertiggestellt worden. Die A 7 verläuft heute auf einer anderen Streckenführung.
Die heutige A 72 wurde zwischen Pirk und Hof noch in den 1930er Jahren begonnen. Die Einstellung der Arbeiten erfolgte später kriegsbedingt, so auch bei der halbfertigen Elstertalbrücke. Über die geplante Strecke verlief nach dem Krieg der „Eiserne Vorhang“, sodass die letzten 15 km erst zirka 55 Jahre später fertiggestellt und freigegeben werden konnten. Über die Zeit hatten die Anwohner des Ortes Pirk einen Blick auf Pfeiler und Bögen einer halbfertigen Brücke.
Auf der A 60 bei Mainz (zwischen den Ausfahrten MZ-Weisenau und MZ-Großberg) gab es zeitweise Ampeln auf der Autobahn. Diese waren in Schilderbrücken eingelassen und dienten dazu, den Verkehr auf der A 60 immer dann anzuhalten, wenn in einem direkt an der Autobahn liegenden Steinbruch Sprengungen durchgeführt wurden. Diese Ampeln wurden auf vorgelagerten Schilderbrücken angekündigt. Im Fall einer Sprengung wurde die Autobahn dann aber zusätzlich zu den Ampeln mit einem querstehenden Polizeiwagen gesperrt. Ähnliches passiert heute noch an der A 71.
Einige Autobahnabschnitte wurden während der Zeit des Kalten Krieges als Behelfsflugplätze vorgesehen. Diese Bereiche hätten im Notfall innerhalb kurzer Zeit in provisorische Militärflugplätze umgebaut werden können.
Ebenfalls durch den Kalten Krieg bedingt, tragen mehrere Parkplätze und eine Raststätte im alten Bundesgebiet Namen, die mit der umgehenden Topografie nichts zu tun haben, sondern auf Orte in den ehemaligen deutschen Ostgebieten verweisen: an der A 3 die Raststätte „Landsberg an der Warthe“ im Westerwald und der Parkplatz „Tilsit“ zwischen Leverkusen und Köln, am westfälischen Abschnitt der A 2 die Parkplätze „Kolberg“ und „Stettin“, an der A 7 bei Northeim der Parkplatz „Schlochau“, an der A 27 zwischen Verden und Walsrode der Parkplatz „Preußisch Eylau“.
Rastplätze und Autohöfe
→ Hauptartikel: Autobahnraststätte
→ Hauptartikel: Autohof
Auf längeren Fahrten haben Fahrer die Möglichkeit eine Pause einzulegen. Entlang des gesamten Autobahnnetzes sind daher Autobahnraststätten und Autohöfe zu finden.
Siehe auch
* Flughafenautobahn
* Liste der Bundesautobahnen in Deutschland
* Liste der Autobahnen, die keine Bundesautobahnen sind
* Liste der Bundesautobahnen, die keine Autobahnen sind
Literatur
* Andreas Busch: Die Geschichte des Autobahnbaus in Deutschland bis 1945, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002, ISBN 3-936030-40-5.
* Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): 50 Jahre Straßenwesen in der Bundesrepublik Deutschland. 1949–1999, Ein Rückblick., Typo-Druck und Verlagsgesellschaft mbH, Bonn 2000, ISBN 3-00-007506-2.
Weblinks
{{Commonscat|Bundesautobahn}}
* [http://www.autobahnatlas-online.de/ Detaillierte Streckenbeschreibungen der deutschen Autobahnen – einschließlich verworfener Planungen]
* [http://www.autobahn-online.de/ Informationen zu den Autobahnen in Deutschland]
* [http://www.autobahngeschichte.de/ AGAB – Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte e. V.]
* [http://www.stern.de/politik/historie/index.html?id=540560 Reichsautobahn: Auf der Straße des „Führers“], Artikel aus der Stern-Serie Besiegt, befreit, besetzt – Deutschland 1945–48, 19. Mai 2005
* [http://www.gettingaroundgermany.info/autobahn.htm The Autobahn], detaillierte Darstellung auf der Website Brian’s Guide to Getting Around Germany
* [http://map.ioer.de/website/autobahn/index.htm Entwicklung und Raumwirkung des deutschen Autobahnnetzes]
Einzelnachweise
{{Rechtshinweis}}
!Kategorie:Straßenverkehrsordnungsrecht (Deutschland)
cs:Dálnice v Německu
da:Tyske motorveje
el:Κατάλογος των αυτοκινητοδρόμων της Γερμανίας
German autobahns
es:Autopistas de Alemania
fa:شبکه اتوبانهای آلمان
id:Autobahn di Jerman
it:Autobahn (autostrada)
ja:アウトバーン
ko:아우토반
nl:Autobahn (Duitsland)
pl:Autostrady w Niemczech
ru:Автомагистрали Германии
sv:Motorvägar i Tyskland
tr:Almanya'daki otoyollar
vi:Autobahn
zh:德國高速公路
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