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Ausdrucksverhalten

20.01.2012 @ 20:02, Jed,

: „Gemütsbewegungen“)]]

Als Ausdrucksverhalten (früher auch Gemütsbewegungen, in jüngerer Zeit gelegentlich Display) werden in der Verhaltensbiologie jene Verhaltensmuster bezeichnet, „die den Charakter eines Auslösers haben und der innerartlichen (gelegentlich auch der zwischenartlichen) Verständigung dienen.“zitiert aus: Grzimeks Tierleben, Sonderband Verhaltensforschung. Kindler Verlag, 1974, S. 622 Diese Verhaltensmuster sind entweder im stammesgeschichtlichen Prozess der (innerartlichen) Ritualisierung entstanden oder haben sich in Auseinandersetzung mit konkurrierenden Arten herausgebildet. Als soziale Signale zeigen sie die Gestimmtheit eines Tieres an und beeinflussen hierdurch das Verhalten von Individuen der gleichen oder einer anderen Art. Das Ausdrucksverhalten eignet sich daher auch, um Befindlichkeiten bei Haustieren situationsabhängig zu bewerten.[http://www.vetline.de/facharchiv/veterinary_public_health/dtw/17507587.htm?PHPSESSID=c9d805459483051ee0b861c0818d05bf vetline.de] „Ausdrucksverhalten zur Beurteilung von Befindlichkeiten bei Pferden“

Formen des Ausdrucksverhaltens


Ausdrucksverhalten umfasst sowohl visuelle Signale (Ausdrucksbewegungen) als auch akustische (zum Beispiel Warnsignale), ferner Berührungen und Elemente der olfaktorischen Kommunikation. Weithin bekannt ist das Aufschlagen der Schwanzfedern zum „Rad“ beim Pfau, aber auch der Gesang der Nachtigall, das Simulieren eines gebrochenen Flügels in Anwesenheit eines Beutegreifers (woraufhin dieser den scheinbar kranken Vogel verfolgt und nicht dessen Junge), das Paarungsnachspiel, die Tanzsprache der Bienen und der wellenförmig aufsteigende und dann wieder abstürzende Flug des männlichen Steinadlers [http://www.eaglesatlakemonroe.com/Golden%20Eagle%20Biology.htm eaglesatlakemonroe.com] kann als Ausdrucksverhalten gedeutet werden.
während des Grinsens]]
„Zweck“ von Ausdrucksverhalten kann beispielsweise sein:
* das Werben um eine Partnerin
* die Einschüchterung von Rivalen
* das Beanspruchen eines Territoriums
* die Einleitung der Kopulation
* das Abschrecken eines Angreifers
* das Mitteilen von Gefahr an Gruppenmitglieder

* das Weglocken eines Angreifers von den Jungen.

Siehe auch


* Emotion
* Demutsgebärde
* Imponierverhalten
* Beschwichtigungssignal (Hund)

* Handicap-Prinzip

Literatur


* Charles Darwin: Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren. Eichborn 2000. ISBN 3821841885 (Kritische Edition der Originalausgabe von 1872 von Paul Ekman)
* Nikolaas Tinbergen: Zur Soziologie der Silbermöwe, Larus a. argentatus Pont. In: „Beiträge zur Fortpflanzungsbiologie der Vögel“, Band 12, 1936, S. 89–96
* Konrad Lorenz: Hier bin ich – wo bist Du? Ethologie der Graugans. München, Zürich: Piper, 1988

* Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Mimik, Körpersprache, Kommunikation und Verständigung. Franckh-Kosmos Verlag 2008. ISBN 344009863X

Weblinks


* [http://www.rudelberater.de/Dingos.pdf rudelberater.de] Beispiele für Ausdrucksverhalten bei Dingos (PDF; 871 kB)
* [http://www.uni-saarland.de/fak5/krause/emo/vorlesun/l1/start.htm uni-saarland.de] Infos zu einer Vorlesung über Emotionen und Ausdrucksverhalten

* [http://www.sueddeutsche.de/wissen/mienenspiel-angst-schaerft-die-sinne-1.196109 sueddeutsche.de] Joachim Marschall: „Mienenspiel: Angst schärft die Sinne.“ Süddeutsche Zeitung vom 17. Juni 2008, S. 16

Einzelnachweise


Kategorie:Kommunikation (Biologie)

Display (zoology)
pt:Parada nupcial

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