Navigation


Annegret Kramp-Karrenbauer

09.05.2012 @ 13:55, Batschkapp,

miniatur|Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Programmdebatte-Veranstaltung der CDU Saar am 4. Dezember 2010

Annegret Kramp-Karrenbauer geb. Kramp (* 9. August 1962 in Völklingen)[http://www.saarland-lexikon.de/index.php5/Annegret_Kramp-Karrenbauer Artikel über Annegret Kramp-Karrenbauer im Saarland-Lexikon][http://www.bundesrat.de/nn_42268/SharedDocs/Personen/DE/laender/sl/Kramp-Karrenbauer-Annegret.html Organe und Mitglieder des Bundesrates][http://www.cdu-saar.de/content/persons/13494.htm Homepage der CDU Saar] ist eine deutsche Politikerin. Sie ist seit August 2011 Ministerpräsidentin des Saarlandes, seit Juni 2011 Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Saar und seit November 2010 Mitglied im CDU-Bundespräsidium.

Herkunft und Ausbildung


Kramp-Karrenbauer wuchs in konservativ-katholisch geprägten Familienverhältnissen auf und legte 1982 ihr Abitur am Völklinger Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium ab. Ab 1984 studierte sie Politik- und Rechtswissenschaften in Trier und Saarbrücken. Nach ihrem Abschluss 1990 als Magistra Artium war sie von 1991 bis 1998 Grundsatz- und Planungsreferentin der CDU Saar und im Anschluss 1999 persönliche Referentin des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion und späteren Ministerpräsidenten des Saarlandes, Peter Müller. Von 2000 bis 2007 war Kramp-Karrenbauer saarländische Ministerin für Inneres, Familie, Frauen und Sport, danach bis 2009 Ministerin für Bildung, Familien, Frauen und Kultur. Von 2009 bis 2011 war sie saarländische Ministerin für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport.

CDU-Politikerin


Kramp-Karrenbauer trat 1981 in die CDU ein, wo sie von 1985 bis 1988 zum Landesvorstand der Jungen Union Saar (unter anderem als stellvertretende Landesvorsitzende) gehörte. Seit 1984 ist Kramp-Karrenbauer Mitglied im Stadtrat in Püttlingen. Ein Jahr später übernahm sie den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes Püttlingen. Von 1989 bis 1994 war Kramp-Karrenbauer Beigeordnete der Stadt Püttlingen. Am 1. März 1998 rückte sie für Klaus Töpfer in den Bundestag nach, schied jedoch bereits mit der konstituierenden Sitzung des 14. Deutschen Bundestages am 26. Oktober 1998 wieder aus dem Parlament aus. Seit September 1999 ist sie Mitglied im saarländischen Landtag. Von 1999 bis 2000 hatte sie das Amt der parlamentarischen Geschäftsführerin ihrer Fraktion inne.

Von 2000 bis 2004 war sie Ministerin für Inneres und Sport im Saarland - mit Ende dreißig war sie damit die erste deutsche Innenministerin in der Geschichte Deutschlands. Von 2004 an war sie Ministerin für Inneres, Familie, Frauen und Sport im Saarland. Nach einer Kabinettsumbildung übernahm sie am 3. September 2007 als Nachfolgerin von Jürgen Schreier das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur. Im Rahmen der Bildung der Jamaika-Koalition im Saarland wurde sie am 10. November 2009 Landesministerin für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport im Kabinett von Ministerpräsident Peter Müller. Seit 1999 nimmt sie zudem das Amt der Landesvorsitzenden der Frauen-Union-Saar wahr. 2001 wurde Kramp-Karrenbauer zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Frauen Union gewählt. Am 16. November 2010 rückte sie beim CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe in das Bundespräsidium der Partei auf. Am 28. Mai 2011 wurde Kramp-Karrenbauer mit einer Mehrheit von 97,02 % zur neuen Landesvorsitzenden der CDU Saar gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und trat die Nachfolge von Peter Müller an, der den Landesverband zuvor 16 Jahre lang geführt hatte.

Öffentliche Ämter


Die Kultusministerkonferenz (KMK) wählte Annegret Kramp-Karrenbauer turnusgemäß für 2008 zu ihrer Präsidentin. Seit Juli 2011 ist Kramp-Karrenbauer Mitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

CDU-Ministerpräsidentin des Saarlandes seit 2011


Amtsübernahme von Peter Müller


Am 22. Januar 2011 kündigte Peter Müller seinen Rückzug sowohl vom Amt des Ministerpräsidenten als auch vom CDU-Landesvorsitz an und schlug Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin für beide Ämter vor. Die Koalitionspartner FDP und Grüne signalisierten Zustimmung.[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,741035,00.html Saar-Ministerpräsident kündigt Rückzug an]- spiegel.de[http://www.sueddeutsche.de/politik/saarland-mueller-kuendigt-ruecktritt-an-1.1049791 Müller kündigt Rücktritt an]- sueddeutsche.de[http://www.focus.de/politik/deutschland/saarland-mueller-kuendigt-ruecktritt-an_aid_592685.html Müller kündigt Rücktritt an]- focus.de[http://www.stern.de/politik/deutschland/saarlands-ministerpraesident-zieht-sich-zurueck-verfassungsrichter-fuer-peter-mueller-nur-eine-option-1646068.html Verfassungsrichter für Peter Müller nur "eine Option"]- stern.de Am 2. Mai 2011 einigte sich die Jamaika-Koalition, Kramp-Karrenbauer bei einer Sondersitzung des Landtages am 10. August 2011 zur Ministerpräsidentin zu wählen.[http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Saarbruecken-Ministerpraesident-Wahl;art27856,3746151 Wahltermin steht fest: Kramp-Karrenbauer wird Ministerpräsidentin] Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 4. Mai 2011 Allerdings scheiterte Kramp-Karrenbauer an diesem Tag überraschend im ersten Wahlgang, bei dem sie mit 25 von insgesamt 51 Stimmen zwei weniger erhielt, als die Koalition Mandate im Landtag besaß. Der SPD-Gegenkandidat Heiko Maas erhielt ebenfalls 25 und damit alle 24 Stimmen der Opposition aus SPD und Die Linke sowie eine zusätzliche Stimme aus dem Koalitionslager. Ein Abgeordneter enthielt sich.[http://www.sr-online.de/nachrichten/740/1272438.html Kramp-Karrenbauer scheitert im ersten Wahlgang] sr-online, 10. August 2011 Erst im zweiten Wahlgang erhielt Kramp-Karrenbauer mit 26 Stimmen die erforderliche Mehrheit und wurde zur ersten Ministerpräsidentin des Saarlandes gewählt. Auf Maas entfielen erneut 25 Stimmen.[http://www.sr-online.de/nachrichten/30/1272612.html Kramp-Karrenbauer neue Regierungschefin im Saarland] sr-online, 10. August 2011 In der neuen saarländischen Landesregierung übernahm Kramp-Karrenbauer in Personalunion zudem das Amt der Justizministerin.

Bruch der Jamaika-Koalition und Auflösung des Landtages


Am 6. Januar 2012 teilte Kramp-Karrenbauer mit, die Jamaika-Koalition wegen parteiinterner Personalquerelen der Landes-FDP aufzulösen.
Dass sie dies am Tag des alljährlichen Dreikönigstreffens der Liberalen tat, wurde von verschiedenen Politikern als Affront gegen die FDP gesehen.[http://www.focus.de/politik/deutschland/regierungs-aus-im-saarland-tag-der-demuetigung-fuer-die-fdp_aid_700270.html Tag der Demütigung für die FDP] focus.de, abgerufen am 22. Januar 2012[http://www.sr-online.de/nachrichten/740/1349421.html FDP sieht keine Auswirkungen auf Bundesbündnis] sr-online.de, abgerufen am 22. Januar 2012[http://www.tagesspiegel.de/politik/geplatzte-jamaika-koalition-spd-praesidium-fuer-gespraeche-mit-cdu-im-saarland/6027328.html SPD-Präsidium für Gespräche mit CDU im Saarland] tagesspiegel.de, abgerufen am 22. Januar 2012[http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/waehrend-roesler-redet-fliegt-saar-fdp-aus-regierung-article1356571.html Während Rösler redet, fliegt Saar-FDP aus Regierung] bz-berlin.de, abgerufen am 22. Januar 2012

Nach Vorgesprächen mit dem SPD-Landesvorsitzenden Heiko Maas strebte die CDU unter Kramp-Karrenbauer eine Große Koalition an.[http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/jamaika-koalition-ende-bruch-kramp-karrenbauer-landtag-saarland;art27856,4122229 Jamaika-Koalition im Saarland gescheitert] Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 6. Januar 2012 Im Laufe der schwarz-roten Sondierungsgespräche brachte die SPD vorgezogene Landtagswahlen im Saarland parallel zur Bundestagswahl 2013 ins Spiel, was die CDU ablehnte. An dieser Frage scheiterten die Gespräche am 19. Januar 2012. Kramp-Karrenbauer kündigte daraufhin eine vorgezogene Neuwahl des Landtages an.[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/saarland-neuwahl-nach-gescheiterter-sondierung-11615100.html Neuwahl nach gescheiterter Sondierung] Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. Januar 2012 So löste sich der saarländische Landtag am 26. Januar 2012 mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit auf.[http://www.sueddeutsche.de/politik/landtag-loest-sich-selbst-auf-saarland-waehlt-binnen-tagen-1.1267611 Landtag löst sich selbst auf] Artikel auf Süddeutsche.de vom 26. Januar 2012 Am 11. Februar 2012 wurde Kramp-Karrenbauer auf einer CDU-Landesdelegiertenversammlung in Saarbrücken mit 98 Prozent zur Spitzenkandidatin ihrer Partei gewählt.[http://www.sr-online.de/nachrichten/30/1369189.html Saarbrücken: Parteien wählen Spitzenkandidaten] SR Online abgerufen am 11. Februar 2012 Sie stellte sich damit für ihre Partei zum ersten Mal zur Wahl.[http://www.net-tribune.de/nt/node/95824/news/Gabriel-begruesst-Neuwahl-an-der-Saar-als-sauberste-Loesung Gabriel begrüßt Neuwahl an der Saar als "sauberste Lösung"] Artikel auf net-tribune.de vom 20. Januar 2012

Wahlsieg als CDU-Spitzenkandidatin bei der Neuwahl


Trotz der gescheiterten Sondierungsgespräche von CDU und SPD kündigten Kramp-Karrenbauer und Heiko Maas an, nach der vorgezogenen Wahl eine Große Koalition bilden zu wollen, dann mit geklärten politischen Verhältnissen. Da sich CDU und SPD in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen (je 33–34 Prozent) lieferten, richtete sich das Interesse auf das Abschneiden der beiden großen Parteien bei der Wahl und dem daraus entstehenden Anspruch, in dem anvisierten Regierungsbündnis den Ministerpräsidenten zu stellen. Am Wahlabend des 25. März 2012 kam es zu einer Überraschung: Die CDU von Kramp-Karrenbauer erhielt 35,2 Prozent und verbesserte sich im Vergleich zur Landtagswahl 2009 sogar um 0,7 Prozent. Die CDU lag über den von Meinungsforschungsinstituten zuletzt ermittelten Umfragezahlen und distanzierte zudem deutlich die SPD, die nur auf 30,6 Prozent kam und schwächer abschnitt, als von Umfragen vorhergesagt. Obwohl Maas den Führungsanspruch, Ministerpräsident in einer Großen Koalition zu werden, aufgeben musste, bekräftigte er seine Position, auch als Juniorpartner in einer von Kramp-Karrenbauer geführten Landesregierung Verantwortung zu übernehmen.

Ministerpräsidentin einer Großen Koalition


Am 24. April 2012 einigten sich CDU und SPD auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag und den Zuschnitt des künftigen Kabinetts. Jede Partei erhielt in der neuen schwarz-roten Landesregierung drei Ministerämter, das Wissenschaftsressort übernahm Kramp-Karrenbauer in Personalunion.[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,829540,00.html Saarland: CDU und SPD einigen sich auf große Koalition] Spiegel Online abgerufen am 24. April 2012[http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/themen/Strategiespiel-ums-Kabinett;art2825,4268245 Strategiespiel ums Kabinett] SZ Online abgerufen am 24. April 2012 Bereits zuvor hatten die Parteitage der zukünftigen Regierungspartner den Koalitionsvertrag einstimmig (CDU) bzw. mit großer Mehrheit (SPD) bestätigt.[http://www.focus.de/politik/deutschland/grosse-koalition-ist-beschlossene-sache-gruenes-licht-fuer-koalition-an-der-saar-_aid_747310.html Große Koalition ist beschlossene Sache: Grünes Licht für Koalition an der Saar] Artikel auf Focus-Online vom 4. Mai 2012, Im Landtag des Saarlandes verfügt die große Koalition mit 37 von 51 Sitzen über eine Zweidrittelmehrheit. Am 9. Mai 2012 wurde Kramp-Karrenbauer in geheimer Wahl von 37 Abgeordneten als Ministerpräsidentin wiedergewählt. Mit gleicher Stimmenanzahl wurde anschließend ihr Kabinett vereidigt. Bei beiden Abstimmungen gab es 12 Gegenstimmen sowie zwei Enthaltungen.[http://www.sueddeutsche.de/politik/saarland-kramp-karrenbauer-als-ministerpraesidentin-wiedergewaehlt-1.1352554 Kramp-Karrenbauer als Ministerpräsidentin wiedergewählt] SZ Online, abgerufen am 9. Mai 2012

Privates


Kramp-Karrenbauer ist mit dem Bergbauingenieur Helmut Karrenbauer verheiratet, hat drei Kinder und ist römisch-katholischer Konfession.

Ehrungen und Auszeichnungen


* 2008 Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerks in Silber

Weblinks


{{commonscat}}
* [http://www.saarland.de/389.htm Die Ministerpräsidentin des Saarlandes]
* [http://www.kramp-karrenbauer.de Persönliche Internetseite von Annegret Kramp-Karrenbauer]
* [http://www.cdu-saar.de/content/persons/13494.htm Annegret Kramp-Karrenbauer bei der CDU Saar]
* [http://www.landtag-saar.de/de/aufbau_organisation/biografieKrampKarrenbauer.php Annegret Kramp-Karrenbauer auf den Seiten des saarländischen Landtages]
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Annegret Kramp-Karrenbauer}}
* [http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Mindestloehne-in-Tarifvertraege_aid_1003398.html Interview (2011): "Mindestlöhne in Tarifverträge"]

* [http://www.cicero.de/97.php?item=6178 Bericht im Cicero (2011): "Aus Müllers Schatten - AKK, die Neue fürs Saarland"]

Einzelnachweise


{{NaviBlock
|Navigationsleiste Ministerpräsidenten des Saarlandes
|Navigationsleiste Amtierende Ministerpräsidenten in der Bundesrepublik Deutschland
|Navigationsleiste Amtierende Länderjustizminister
|Navigationsleiste CDU-Landesvorsitzende
|Navigationsleiste Landesvorsitzende der CDU Saar

}}

{{Normdaten|PND=1015390102|VIAF=174109397}}

{{SORTIERUNG:Krampkarrenbauer, Annegret}}
Kategorie:Ministerpräsident (Saarland)
Kategorie:Landesminister (Saarland)
Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Saarland)
Kategorie:Landtagsabgeordneter (Saarland)
Kategorie:CDU-Bundesvorstand
Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Technischen Hilfswerks
Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)
Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)
Kategorie:Deutscher
Kategorie:Geboren 1962

Kategorie:Frau

{{Personendaten
|NAME=Kramp-Karrenbauer, Annegret
|ALTERNATIVNAMEN=
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Politikerin (CDU), MdB, MdL
|GEBURTSDATUM=9. August 1962
|GEBURTSORT=Völklingen
|STERBEDATUM=
|STERBEORT=

}}

Annegret Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer
la:Anna Margareta Kramp-Karrenbauer
no:Annegret Kramp-Karrenbauer

weiter

Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Annegret Kramp-Karrenbauer der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.